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Handball-Oberliga
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Nach Meuterei gegen Trainer: Männer der SG Schozach-Bottwartal stehen jetzt in der Pflicht

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Der Vorsitzende der SG Schozach-Bottwartal Sendy Terzic betont nach der Meuterei gegen den bisherigen Trainer Henning Fröschle: "Alle Augen sind jetzt auf die Mannschaft gerichtet."

Die Handball-Männer der SG Schozach-Bottwartal stehen jetzt unter besonderer Beobachtung durch den Vorstand des Vereins.
Die Handball-Männer der SG Schozach-Bottwartal stehen jetzt unter besonderer Beobachtung durch den Vorstand des Vereins.  Foto: Christiana Kunz

Die turbulenten Tage bei der SG Schozach-Bottwartal sind noch nicht zu Ende. Am Sonntag (17 Uhr) müssen die Oberliga-Männer bei der SG Lauterstein antreten. Aller Voraussicht nach mit Interimstrainer Markus Hönig auf der Trainerbank, der bislang die zweite Mannschaft in der Bezirksoberliga verantwortet hat. Denn die Mannschaft hatte in der vergangenen Woche gegen den langjährigen Coach Henning Fröschle gemeutert und dafür gesorgt, dass der Verein den 53-Jährigen von seinen Aufgaben entbunden hat

SG Schozach-Bottwartal stellt Trainer Henning Fröschle frei: Mannschaft hat jetzt keine Ausreden mehr 

"Alle Augen sind jetzt auf die Mannschaft gerichtet. Die Spieler stehen in der Pflicht. Es gibt keine Ausreden mehr", sagt Sendy Terzic, der SGSB-Vorsitzende. Ähnlich hatte sich bereits zuvor der Sportliche Leiter der ersten Mannschaft, Christoph Hauser, geäußert: "Jetzt ist natürlich die Mannschaft in der Pflicht, wir haben einen starken Kader und diese Qualität müssen die Jungs jetzt auch auf die Platte bringen."

Die Stärke des Kaders und der frühe Zeitpunkt in der Saison waren auch der Grund dafür, warum sich die SGSB-Verantwortlichen letztlich dazu entschieden, dem Trainer keine unumschränkte Rückendeckung zu geben. "Wir haben auch die Option diskutiert, dass wir uns von den Spielern trennen, die partout nicht mehr mit dem Trainer zusammenarbeiten wollen", erklärte Terzic, der sich ein Stück weit von der Mannschaft zur Trainerfreistellung "erpresst" fühlte.

Trainer Henning Fröschle soll Lieblinge im Team gehabt haben 

 Die konkreten Vorwürfe einzelner Spieler gegenüber Fröschle wurden nicht genannt. Er soll "Lieblinge" im Team gehabt haben, angeblich seine Söhne Fynn und Levi bevorzugt behandelt haben. Zudem soll er schlecht über andere Spieler gesprochen haben. Der Ex-Trainer betont allerdings: "Es ist zu keinem Zeitpunkt ein Spieler mit Kritik an meiner Person auf mich zugekommen.“

Ebenso wenig war irgendwelcher Unmut über den Trainer bei den SGSB-Vereinsoberen angekommen. "Wir sind aus allen Wolken gefallen. Weder für uns noch den Trainer war bis vergangene Woche ersichtlich, dass hier etwas in der Mannschaft schwelte", gab Terzic zu. Hier gelte es zukünftig die Kommunikation zu verbessern. In der vergangenen Saison hatte es ähnlich gelagerte Fälle bei den Bönnigheimer Frauen und den Fleiner Frauen gegeben. 

SG Schozach-Bottwartal muss sich auf schwierige Trainersuche begeben 

Nun muss sich die SGSB unverrichteter Dinge auf Trainersuche begeben, Hönig wird nur eine Interimslösung sein. "Das wird während der Saison natürlich nicht einfach", räumte Terzic ein. Zumal ja die Gefahr besteht, dass innerhalb des Teams der Konflikt zwischen Fröschle-Freunden und Fröschle-Gegnern weiterschwelt. 

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