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SG Schozach-Bottwartal behält beim Wildwest-Nachmittag in Erlangen die Oberhand

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Nach drei Partien in Folge ohne Sieg gewinnt Handball-Drittligist SG Schozach-Bottwartal ein 82-Tore-Spiel beim HC Erlangen. In Mittelfranken schon nicht mehr dabei war allerdings Rabea Loehnig, die die SGSB verlassen hat.

Nach nur fünf Partien wird man Rabea Loehnig (am Ball) künftig nicht mehr im Trikot der SG Schozach-Bottwartal sehen. Gegen den HC Erlangen fehlte die 27-Jährige am Sonntag bereits.
Nach nur fünf Partien wird man Rabea Loehnig (am Ball) künftig nicht mehr im Trikot der SG Schozach-Bottwartal sehen. Gegen den HC Erlangen fehlte die 27-Jährige am Sonntag bereits.  Foto: Kunz, Christiana

Sattelfest ist die Abwehr von Handball-Drittligist SG Schozach-Bottwartal zwar noch immer nicht, doch nach zuletzt 42 Gegentoren beim TuS Schutterwald und 41 beim TSV Wolfschlugen konnten sich die Beilsteinerinnen am Sonntagnachmittag beim HC Erlangen deren 40 erlauben und trotzdem ihren wichtigen zweiten Saisonsieg feiern: Das 42:40 (22:22) in der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle war bei 82 Toren und zahlreichen Führungswechseln ein wildes Hin und Her in Wildwest-Manier, bewahrte die Mannschaft von Michael Walter am Ende allerdings vor einem Fehlstart in die Saison.

„Das war ein brutal wichtiger Sieg“, gab der Trainer unumwunden zu, nachdem seine Mannschaft im Angriff „richtig gut reingekommen“ war und dementsprechend beim 11:5 in der zwölften Spielminute bereits mit sechs Treffern in Führung gelegen hatte, in der Abwehr aber den nötigen Zugriff vermissen ließ.


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Paula Hofer und gute Abwehraktionen sorgen für die Vorentscheidung

Bis zur Halbzeit hatte der HC Erlangen das Spiel dadurch wieder ausgeglichen und danach mehrfach die Führung übernommen. Ab der 55. Minute war es dann eine rund dreiminütige Phase ohne Gegentor, in der Paula Hofer drei Treffer in Folge zum 40:37 erzielte und für eine Vorentscheidung sorgte. „Paula hat es super gemacht, aber wir haben da auch zwei-, dreimal gut gedeckt“, sagte Michael Walter, der nun jedoch vor neuen Herausforderungen steht.

Rabea Loehnig verlässt Spielgemeinschaft nach nur fünf Spielen

Denn bereits am Tag vor dem Spiel hatte die SG Schozach-Bottwartal die sofortige Vertragsauflösung mit Rabea Loehnig bekanntgegeben. Die 27-Jährige war erst im Sommer von Bundesligist Sport-Union Neckarsulm zur Mannschaft gestoßen und sollte eigentlich als Spielmacherin glänzen.

Nach fünf Partien und elf Toren habe sie sich aber vorzeitig und „aus privaten Gründen dazu entschieden, ihr Kapitel bei der SG zu beenden“, hieß es in einer Mitteilung. „Mehr kann ich dazu auch nicht sagen“, hielt sich Michael Walter bedeckt. Er war nach eigener Aussage selbst erst am vergangenen Dienstag über den Schritt informiert worden − „Das kam schon sehr spontan für mich“ −, versicherte aber, Loehnig und die Spielgemeinschaft seien im Guten auseinandergegangen.


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„Jammern hilft aber nicht“: Trainer Michael Walter muss kreativ werden

Richtig warm geworden war Linksaußen Loehnig im Bottwartal mit der ihr eigentlich aus früheren Zeiten bekannten Rolle in der Rückraum Mitte nicht. Der ohnehin kleine Kader ist durch den Abgang der zweitältesten Spielerin an reichlich Erfahrung ärmer und auf nur noch zwölf Feldspielerinnen geschrumpft – inklusive Aylin Bornhardt (Frisch Auf Göppingen) und Paula Hofer (VfL Waiblingen), die bei anderen Mannschaften noch mit Zweitspielrechten ausgestattet sind.

„Wir müssen auf Mitte jetzt umdisponieren; jammern hilft aber nicht“, sagte Walter, dem nun in Neuzugang Sonja Christel nur noch eine gelernte Spielmacherin zur Verfügung steht. „Entsprechend stolz bin ich auch, wie die Mannschaft heute auf den Abgang reagiert hat.“ In den nächsten Wochen wird der Trainer damit neben der löchrigen Abwehr ein weiteres Problem lösen müssen.


SG Schozach-Bottwartal: Hornung, Brausch – Hönig (8/1), Siebert (1), Fiederer, Beh, Hees (1), Hofer (12), Bornhardt (9), Dierolf (2), Räuchle (4), Christel (3), L. Loehnig (2).

Erfolgreichste Werferinnen HC Erlangen: Hannah Lichtlein (9), Lara Carbone (8/1).

Schiedsrichter: Niklas Majstrak/Max Obenauf.

Siebenmeter: HC Erlangen: 2/3; SG Schozach-Bottwartal: 1/1.

Zeitstrafen: 4/2.

Zuschauer: 91.

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