Tor: Jokinen, Berger; Abwehr: Plauschin - Mapes, Berry - Fern, Schams; Angriff: Hon - Just - Skvorcovs, Anderson - Cabana - Jentsch, Fabian - Wagner - Drothen, Ludin - Gromov.Tore: 1:0 Mapes (40./Überzahl), 1:1 MacKinnon (52./Unterzahl), 1:2 MacKinnon (56.), 1:3 Heger (60./Empty Net).Schiedsrichter: Robert Ruhnau, Artur Votler; Strafminuten: 8/10. Zuschauer: 1428.
Peitinger lachen sich nach Coup bei den Heilbronner Falken ins Fäustchen
Eishockey-Oberligist Heilbronner Falken verliert nach schwacher Leistung gegen Peiting mit 1:3. Fansupport gab es wegen eines medizinischen Notfalls nur eingeschränkt.
Die Heilbronner Falken kamen am Sonntagabend nicht an die zuletzt guten Leistungen heran. Gegen den EC Peiting verloren die Gastgeber verdient, aber unnötig mit 1:3 (0:0, 1:0, 0:3). „Ich bin nicht glücklich mit unserem Auftritt“, sagte Trainer Niko Eronen. Am Dienstag geht es nun zum Oberliga-Tabellenführer nach Deggendorf.#
Finanznöte bei Heilbronner Falken? Verunsicherung wegen der schwierigen Lage
Aber die Verunsicherung bei den Eishockeycracks ist aus anderem Grund groß. Jeder schlägt sich vor allem mit einer Frage rum: Wie wird es weitergehen beim Eishockey-Drittligisten, nachdem kolportiert wurde, dass kurzfristig eine Finanzlücke mutmaßlich im sechsstelligen Bereich ausgeglichen werden muss. Am Freitag hatten sich die Gesellschafter im Vip-Raum des Eisstadions am Europaplatz getroffen, um im Idealfall die Finanzlücke schließen zu können. Der Einladung, die dazu am Mittwoch rausging, folgten einige, aber nicht alle.
„Es ist eine komische Situation“, fügt Mapes hinzu. Seit der Lizenzerteilung erst über den juristischen Weg im vergangenen Sommer „ist es nie wirklich ruhig geworden. Es ist immer mal etwas aufgepoppt – mal etwas mehr, mal etwas weniger.“
Bisher schafften es die Falken-Spieler, die Probleme auszublenden
Nichtsdestotrotz schaffte es die Mannschaft im Saisonverlauf bisher, die Probleme so gut es geht, auszublenden. Ihren Job auf dem Eis verrichteten die Profis trotz der unsicheren Lage gut. Trotz großen Verletzungspechs standen sie bislang auf Rang drei der Oberliga. Das wussten bisher auch die Fans zu schätzen und stärkten der Mannschaft den Rücken. Das kommt auch beim Team an. „Wir spüren, dass sie uns Rückhalt geben. Dafür sind wir dankbar“, erklärt Robin Just. Denn für die Eishockeycracks sei es „das Wichtigste zu wissen, dass die Fans hinter uns stehen“, ergänzt der 39-jährige Freddy Cabana.
Support der Fans wegen medizinischem Notfall eingeschränkt
Trotzdem entwickelte sich am Sonntagabend eine Partie mit Geisterspiel-Atmosphäre. Die Fanclubs unterstützten die Mannschaft nur eingeschränkt. Denn vor dem Spiel hatte es einen schweren medizinischen Notfall in der Pistenbar gegeben. In einem schwachen ersten Drittel von beiden Mannschaften machte Heilbronn den etwas stärkeren Eindruck – ohne zu glänzen. Zwingende Offensivaktionen blieben erstmal Mangelware.
Auch in Überzahl fanden die Falken kaum zu ihrer Formation, auch wenn Niklas Jentsch (9.) Andreas Magg im Peitinger Tor prüfte. Selbst in der folgenden doppelten Überzahl schaffte es Heilbronn nicht, zu klaren Chancen zu kommen. Gerade als die Gäste wieder komplett waren, scheiterte Calder Anderson (11.) an Magg. Heilbronn überstand die Unterzahl am Ende des Drittels schadlos.

Mapes gelingt zunächst die Heilbronner Führung
Der zweite Abschnitt begann mit einer Chance für Peitings Thomas Heger, der alleine vor Franz Jokinen auftauchte, den Puck aber nicht am Goalie vorbeibrachte. Als Dominik Zerhoch auf der Strafbank saß, lief Anderson (27.) durch, legte auf Cabana quer, doch Magg parierte. Kurz vor Ende des Abschnitts fiel dann das 1:0 durch Corey Mapes. Wieder waren die Falken in Überzahl. Und der ausgelassene Jubel von Mapes zeigte, wie befreiend der Treffer war. Doch im Schlussabschnitt verspielten die Falken die Führung noch.
Peiting dreht das Spiel im letzten Drittel
In der 52. Minute glich John MacKinnon aus. Nur vier Minuten später traf wieder MacKinnon – 2:1. Eronen nahm in der Schlussphase Jokinen für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Doch auch das brachte nichts. Im Gegenteil: Thomas Heger traf in der Schlussminute ins leere Tor. Am Ende fuhren die Peitinger feixend über ihren Coup vom Eis.
Stimme.de
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