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Finanzlücke bei Heilbronner Falken? Das sagen die Spieler zur Situation

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Bei den Heilbronner Falken herrscht große Verunsicherung, weil die Geschäftsführung durch ihre nicht-vorhandene Kommunikationsstrategie viel Raum für Spekulationen lässt. Jetzt äußern sich die Spieler.


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Die Verunsicherung bei den Spielern der Heilbronner Falken ist groß. Jeder schlägt sich vor allem mit einer Frage rum: Wie wird es weitergehen beim Eishockey-Drittligisten, nachdem kolportiert wurde, dass kurzfristig eine Finanzlücke mutmaßlich im sechsstelligen Bereich ausgeglichen werden muss. „Im schlimmsten Fall hängt da unser Beruf dran“, sagt Robin Just. Der 38 Jahre alte Routinier, Kapitän Freddy Cabana (39) und Corey Mapes (33) ergänzen unisono: „Wir wissen aber nichts Konkretes“

Finanzlücke bei Heilbronner Falken? Spieler sprechen über Unwissenheit und Ungewissheit

Da überhaupt ganz wenig an die Öffentlichkeit dringt, gibt es viel Raum für Spekulationen. „Wenn es wirklich etwas Brenzliges wäre, wären die Verantwortlichen schon in der Kabine gewesen“, erklärt Verteidiger Mapes. Die Unwissenheit und damit Ungewissheit mache es den Spielern aber definitiv nicht einfacher, sich auf ihren Job zu konzentrieren. Und der lautet: Eishockeyspiele zu gewinnen.

Nach Platz eins zum Abschluss der Oberliga-Hauptrunde in der vergangenen Saison strahlen Corey Mapes, Freddy Cabana und Robin Just (von links) um die Wette.
Nach Platz eins zum Abschluss der Oberliga-Hauptrunde in der vergangenen Saison strahlen Corey Mapes, Freddy Cabana und Robin Just (von links) um die Wette.  Foto: Thorwartl, Marc

Allerdings schaffen es die Falken trotz all der Störgeräusche seit der Lizenzerteilung für den Oberliga-Spielbetrieb erst über den juristischen Weg im Sommer (Mapes: „Es ist ja nie wirklich ruhig gewesen. Es ist ja immer wieder etwas aufgeploppt ­– mal etwas ärger, mal etwas weniger.“) ihre Leistung aufs Eis zu bringen.

Seit dem Jahreswechsel haben sie fünf ihrer sechs Spiele gewonnen. „Alle Spieler hoffen, dass es nicht so schlimm ist, wie man es mitbekommt, und dass alles gut ausgeht“, berichtet Just. Und Cabana ergänzt: „Wir konzentrieren uns auf das, was wir kontrollieren können. Das ist unser Job: Eishockey spielen. Und wir genießen, was wir tun. Deshalb spielen wir Eishockey.“

Große Anzahl an Spielen seit Weihnachten hilft den Falken-Spielern auch, auf andere Gedanken zu kommen

Aber Thema ist es in der Kabine auf jeden Fall. „Der eine versteckt etwas besser, was in ihm vorgeht als manch anderer. Aber die Jungs fragen auf jeden Fall, was Sache ist“, erzählt Cabana, der als Kapitän noch mal eine besondere Stellung innerhalb der Mannschaft und des Clubs hat. Doch auch er ist nicht besser informiert. Auch sein Draht in die Geschäftsführung ist kalt. „Für fast alle von uns ist so eine Situation Neuland“, berichtet Cabana. „Wir versuchen, jeden Tag einfach das Beste daraus zu machen. Und die schiere Anzahl an Spielen seit Weihnachten hilft auch, auf andere Gedanken zu kommen.“

Für den 39-Jährigen ist Heilbronn ein sehr guter Eishockey-Standort. „Es wäre schade, wenn dieser sterben würde“, erklärt Cabana. Vor allem die Fans würden immer wieder Kraft geben. „Wir wissen, dass sie an unserer Seite sind, wir spüren das, und dass sie uns Rückhalt geben“, sagt Just, fügt aber hinzu: „Ich kann aber auch die Fans vollkommen verstehen, dass sie gerade nicht glücklich sind und gerne Antworten hätten.“

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