Tor: Jokinen, Berger; Abwehr: Plauschin - Mapes, Fern - Berry, Krenzlin - Schams; Angriff: Ludin - Weyrauch - Skvorcovs, Anderson - Cabana - Jentsch, Drothen - Wagner - Fabian.Tore: 0:1 (2.) Jentsch, 0:2 (6.) Skvorcovs, 0:3 (20.) Jentsch, 0:4 (27.) Weyrauch, 0:5 (34.) Anderson, 0:6 (37.) Cabana, 1:6 (40.) Montgomery, 1:7 (50.) Anderson.Schiedsrichter: Robert Ruhnau, Thomas Urban.Strafminuten: 10/6.Zuschauer: 1500.
Heilbronner Falken feiern wieder einen Kantersieg gegen die Stuttgart Rebels
Niklas Jentsch und Calder Anderson treffen beim 7:1-Erfolg der Heilbronner Falken doppelt. Bereits zum dritten Mal in dieser Saison werden die Stuttgart Rebels abgefertigt.

Wenn die Heilbronner Falken mal gegen alle Kellerkinder der Oberliga Süd so konzentriert spielen würden wie am Sonntag gegen die Stuttgart Rebels – die Unterländer hätten zweifellos deutlich mehr Punkte auf dem Konto. Nach einem 9:1 im ersten Duell und einem 8:2 im zweiten Aufeinandertreffen lederten die Falken die Stuttgarter in der dritten Begegnung mit 7:1 (3:0, 3:1, 1:0) ab.
„Wir haben es heute gut gemacht, eine neuerliche emotionale Achterbahnfahrt verhindert“, lobte Falken-Trainer Niko Eronen sein Team. Bereits am Dienstagabend (19.30 Uhr) werden die Heilbronner zum Jahresabschluss im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Memmingen deutlich mehr gefordert werden.
„Konzentration über 60 Minuten“, hatte Falken-Kapitän Freddy Cabana schon beim 6:3-Sieg im Weihnachtsspiel gegen Spitzenreiter Deggendorf als Erfolgsrezept ausgemacht. In identischer Aufstellung hatten sich die Unterländer auf die kürzeste Auswärtsreise nach Degerloch begeben.
Franz Jokinen mit neuerlicher Bewährungschance im Tor
Einziger Unterschied: Für Patrick Berger hütete Franz Jokinen das Tor. Der 20-Jährige bekam nach zuletzt unglücklichen Auftritten bei den Niederlagen in Erding, gegen Peiting und in Füssen eine neuerliche Bewährungschance.
Die Partie in der Stuttgarter Eiswelt begann für die Gäste optimal. Gerade eine Minute war gespielt, als Freddy Cabana relativ einsam Richtung Tor zog, den mitgelaufenen Niklas Jentsch bediente, der leicht zum 1:0 traf. Ein Tor wie beim Aufwärmen im Training.
Damit war das erste Zeichen gesetzt. Zwar hatten die Gäste bei zwei Powerplays der Landeshauptstädter ein bisschen Pfosten- und Lattenglück. Doch schon vor der zweiten Unterzahlsituation hatte Gunars Skvorcovs auf 2:0 gestellt (6. Minute). Der Lette fälschte einen Schuss von Luis Ludin ins Tor ab.
Niklas Jentsch sorgt für den perfekten Abschluss des ersten Drittels
Den optimalen Abschluss der ersten 20 Minuten besorgte wieder Jentsch. Wie schon bei seinem ersten Tor war die Aufgabe beim 3:0 überschaubar schwierig. Cabana hatte dem gebürtigen Berliner die Scheibe erneut perfekt serviert und der 26-Jährige ließ sich elf Sekunden vor Drittelende nicht lange bitten.
Beinahe wäre Jentsch zu Beginn des Mitteldrittels der dritte Treffer gelungen. Doch sein Schuss ging knapp am Stuttgarter Tor vorbei. Das war allerdings nicht weiter tragisch, schließlich verfügen die Falken noch über andere Spiele, die Tore erzielen können.
Beispielsweise Thore Weyrauch, der diese Fähigkeit mit einem gelungenen Solo mit lässigem Abschluss zum 4:0 unter Beweis stellte (27.). Schlaghärte und -präzision in perfekter Symbiose demonstrierte Calder Anderson beim 5:0 (34.). Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor zeichnete das 6:0 in Überzahl durch Cabana aus (37.).
Nach dem sechsten Gegentor wechseln die Rebels den Goalie
Nachdem das halbe Dutzend voll war, erlöste Stuttgarts Trainer Jan Melchiar seinen Goalie Nick Vieregge. Wobei der 23-Jährige nahezu schuldlos an den Gegentoren war. Vielmehr war es die löchrigste Defensive der Oberliga Süd, die offenbarte, warum sie im Schnitt fünf gegnerische Treffer pro Partie zulässt. Fortan stand Raphael Rödel zwischen den Pfosten der Rebels.
Einziger Schönheitsfleck des Mittelabschnitts war aus Sicht der Gäste das 1:6 durch Dane Montgomery (40.). Wobei der Rückhand-Abschluss des offensivstärksten Verteidigers der Liga absolut sehenswert war.
Das Schlussdrittel konnten die Gäste getrost im Schongang ohne den letzten Zug zum Tor absolvieren. Immerhin ein weiterer Treffer gelang noch: Anderson war in der 50. Minute der Torschütze.

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