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Super-Reihe der Heilbronner Falken sorgt für Vorentscheidung gegen die Stuttgart Rebels

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Als ein Spieler verletzt ausfällt, stellt Falken-Trainer Niko Eronen die Blöcke um – und sorgt so dafür, dass das Spiel zugunsten der Falken ausgeht. 


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Über die Wichtigkeit des Derbys in der Eishockey-Oberliga zwischen den Heilbronner Falken und den Stuttgart Rebels herrscht bereits vor dem Eröffnungsbully Klarheit. „Für uns bietet diese Partie die Möglichkeit zurückzukommen“, sagt Kanada-Importspieler Calder Anderson. „Wir haben zuletzt auch in Memmingen und Deggendorf gut gespielt, nur das Ergebnis hat nicht gestimmt, jetzt wollen wir wieder in die Erfolgsspur zurückfinden.“ Die Favoritenrolle liegt dabei ganz aufseiten seines Teams. 

Doch die Heilbronner Falken sollten gewarnt sein. Stuttgart hatte zuletzt Ligaprimus Memmingen daheim eine 4:6-Niederlage zugefügt. Zumal sich die personelle Ausgangslage bei den Unterländern weiter zugespitzt hat. Neben Langzeitverletzten Gunars Skvorcovs und Lukas Wagner fällt jetzt auch noch Robin Just verletzt aus. Ein herber Verlust, der Routinier war zuletzt immer besser in Fahrt gekommen. Zudem muss Verteidiger Leon Fern passen. Doch allen Widrigkeiten zum Trotz setzen sich die Heilbronner Falken am Ende mit 8:2 durch.  

Heilbronner Falken mit einem Traumstart gegen die Stuttgart Rebels – die schlagen zurück

Das Tor der Heilbronner Falken hütet heute Abend Franz Jokinen. Die Partie startet ohne Anlaufphase. 13 Sekunden sind gespielt, schon steht es 1:0. Anderson trifft genau ins lange Eck. Die Freude währt allerdings nicht lange. Nur 17 Sekunden später stellt Stuttgart auf 1:1. Vorausgegangen ist ein verlorener Zweikampf an der Bande. In der Folgezeit neutralisieren sich beide Teams weitgehend, bis es in der 13. Minute die erste Strafzeit gab. Gegen die Gäste. Toni Ritter checkt gegen den Kopf von Niklas Jentsch.

Die Schiedsrichter schauen sich die Szene nochmals auf Video an und schicken Toni Ritter dann mit einer Matchstrafe zum vorzeitigen Duschen. Das Powerplay der Heilbronner Falken ist im Anschluss nicht griffig genug. Viele Schüsse, aber die meisten sind zu ungenau und gehen am Tor vorbei. Erst 22 Sekunden vor Ablauf der Strafe fällt das 2:1. Hons erster Schuss trifft Rebels-Topscorer Dane Montgomery im Gesicht, den Rebound verwandelt Hon unter die Latte, während Montgomery in die Kabine verschwindet.

Heilbronner Falken müssen Rückschlag hinnehmen, dann bilden sie eine Super-Reihe 

Es sind die Gäste, die besser ins zwei Drittel starten. Bei den Hausherren hingegen läuft nicht viel zusammen. Der Ausgleich liegt mehrfach in der Luft, bis Falken-Topscorer Nolan Ritchie eben Ritchie-Dinge tut. Zum ersten Mal spielt sich die Formation im Angriffsdrittel fest – und der Kanadier zimmert die Scheibe aus unmöglichem Winkel über die Schulter des Keepers ins kurze Eck unter die Latte. Die Rebels geben sich noch nicht geschlagen, scheitern aber fast im direkten Gegenzug am Pfosten. Das wäre im Falle eines Treffers bestimmt nochmals eng geworden.

Aber die Heilbronner Falken kommen jetzt ins Rollen. Zuerst müssen sie aber noch einen Rückschlag verkraften. Thore Weyrauch bekommt einen Sc huss ins Gesicht und verschwindet verletzt in die Kabine. Coach Eronen setzt alles auf eine Karte, stellt Kapitän Freddy Cabana zu Anderson und Ritchie, um eine überragende Scoring-Reihe zu bilden. Und die Formation liefert. Zweimal Cabana, und Ritchie – acht Sekunden vor der Pause – stellen das Ergebnis auf 6:2. Die Formation versteht sich auf Anhieb blind. Pronin verkürzt zwischenzeitlich für die Rebels auf 2:4, aber jetzt sind die Heilbronner Falken eindeutig Herr im Haus. 

Heilbronner Falken legen noch zweimal gegen die Stuttgart Rebels nach

Die beste Nachricht kommt gleich zu Beginn des letzten Abschnitts: Weyrauch kann wieder mitwirken. Die erste Chance hatten erneut die Gäste, doch Jokinnen reagierte zweimal glänzend. Endgültige Klarheit dann in der 47. Minute. Marvin Drothen steht im Slot, wird mustergültig von Paul Fabian bedient und stellt auf 7:2. In der 53. Minute macht Cabana seinen Hattrick perfekt – vorausgegangen war eine überragende Vorarbeit von Jentsch. 

Freddy Cabana, Kapitän der Heilbronner Falken, wird nach dem Schlusspfiff zum Spieler der Partie gewählt. Warum er sich auf Anhieb so gut mit seinen kanadischen Landsleuten verstanden hat? „Wir haben einfach gespielt und hatten Spaß dabei.“ Viel wichtiger als sein persönlicher Hattrick ist ihm der mannschaftliche Erfolg. „Ein Hattrick ist immer schön, aber entscheidender ist, dass wir als Team eine Reaktion gezeigt haben nach den Niederlagen in den vergangenen beiden Partien.“

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