Coach der Heilbronner Falken nimmt sein Team vor dem Spiel in Deggendorf in die Pflicht
Fehlende Körpersprache beim 1:3 gegen Peiting, dazu die kursierenden Gerüchte über die Zukunft der Heilbronner Falken – Trainer Niko Eronen war bedient und fordert beim Spitzenreiter Deggendorfer SC eine Reaktion.

Niko Eronen ließ sich Zeit, bis er nach der 1:3 (0:0, 1:0, 0:3)-Heimniederlage der Heilbronner Falken gegen den EC Peiting bei der Pressekonferenz erschien.
Der Trainer des Eishockey-Oberligisten hatte in der Kabine Redebedarf. „Ich habe den Spielern klipp und klar gesagt, was ich von ihrer Leistung gehalten habe“, erklärt der Finne. „Wir haben insgesamt alle Grundlagen vermissen lassen. Und auch unsere Körpersprache, vor allem im dritten Drittel, war nicht gut. Wir haben nie den Eindruck gemacht, als ob wir dieses Spiel gewinnen wollten.“
Der Blick von Trainer Eronen geht direkt nach der Niederlage nach vorne auf die nächste Aufgabe
Lange hat sich Eronen mit der Niederlage aber nicht aufgehalten. Bereits in der Ansprache direkt nach Spielschluss richtete sich der Blick des Coaches nach vorne. Denn viel Zeit hat er nicht, seine Mannschaft wieder in die Spur zu bringen. Bereits an diesem Dienstag (20 Uhr) müssen die Heilbronner Falken beim Oberliga-Spitzenreiter Deggendorfer SC ran.
Die Voraussetzungen gegen Peiting waren aber alles andere als gut. Kurz vor Spielbeginn machte die Nachricht die Runde – auch bis zu den Spielern –, dass ein Fan nach einem medizinischen Notfall in der Pistenbar verstorben ist.
Coach Eronen fordert von seinen Spielern, die ganzen Störgeräusche rund um den Club auszublenden
Außerdem sprießen derzeit die Gerüchte wieder, die Heilbronner Falken stünden kurz vor der Zahlungsunfähigkeit und müssten Insolvenz anmelden. Es soll eine Deadline bis Montag gegeben haben.
Solche Begleitumstände sollten allerdings keine Auswirkungen auf die Spieler haben, findet Eronen. „Diese Gerüchte gibt es nicht erst seit jetzt“, sagt der Coach. „Solange wir hier gültige Verträge haben, sollten wir immer das Beste geben. So wie es meine Aufgabe ist, das Team zu coachen, sollten die Spieler ihren Job machen. Um den Rest sollten sich die Leute kümmern, die dafür zuständig sind. Und wenn jemand damit nicht umgehen kann, dann hat er sich den falschen Beruf ausgesucht.“
Die Chance auf die Rückkehr eines verletzten Spielers in den Kader für DSC-Spiel ist gegeben
Leichte Entspannung könnte es im Lazarett geben. „Es besteht die Chance, dass zumindest ein Spieler für die Partie in Deggendorf wieder zurückkehrt“, sagt Eronen. Wer das aus dem Quartett Nolan Ritchie, Thore Weyrauch, Lars Schiller und Malte Krenzlin sein wird, lässt der Falken-Coach allerdings offen.
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