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Bis zu 30 Euro mehr für Falken-Fans mit Dauerkarte – so kommt der Preis zustande

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Wer die Heilbronner Falken sehen will, braucht als Dauerkarteninhaber ab sofort ein zusätzliches Ticket. Warum das im Insolvenzverfahren nötig ist und wie der Preis berechnet wurde.


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Trotz des Insolvenzverfahrens geht der Spielbetrieb bei den Heilbronner Falken weiter. Das nächste Spiel findet am Freitagabend (6. Februar) statt, wenn die Falken auf die Bayreuth Tigers treffen. 

Allerdings benötigen Dauerkartenbesitzer wegen des Insolvenzverfahrens nun ein zusätzliches Ticket. Das hat der zuständige Insolvenzverwalter Peter Roeger von der Pluta Rechtsanwalts GmbH mitgeteilt. Die Gesellschaft mit Sitz in Ulm hat auch eine Niederlassung in Heilbronn.

Warum Dauerkarteninhaber der Falken mindestens fünf Euro mehr pro Spiel zahlen

Mehr zahlen, obwohl man eine Dauerkarte hat? Den Grund dafür erklärt der Insolvenzverwalter so: Während des Insolvenzverfahrens dürfen die Heilbronner Falken keinem Gläubiger aus der Vergangenheit Leistungen zukommen lassen.

„Alle Dauerkarteninhaber sowie die Inhaber von Zehnerkarten sind Gläubiger. Aus rechtlichen Gründen ist es daher nicht möglich, die Dauerkarteninhaber ohne Zusatztickets bei den Spielen einzulassen“, erklärt die Kanzlei in einer Mitteilung. Nur so sei sichergestellt, dass die Gläubiger gleichgestellt sind.

Auf Stimme-Nachfrage verdeutlicht ein Sprecher der Kanzlei das Ganze anhand eines Beispiels: Wer eine Dauer- oder Zehnerkarte kauft, gibt den Falken damit quasi ein Darlehen, das mit jedem Spiel mehr und mehr zurückgezahlt wird. Deshalb sind die Dauerkarteninhaber Gläubiger. Würde der Verein diese Leistung nun ohne zusätzliche Kosten erbringen, wären andere Gläubiger benachteiligt.

Zusatztickets für Dauerkarteninhaber der Falken kosten mindestens fünf Euro

Die Zusatzkarten kosten fünf Euro für Stehplätze, zehn Euro für Sitzplätze und 30 Euro für Vip-Gäste. Der Vorverkauf ist am Dienstag angelaufen, die Zusatztickets gibt es auch an der Abendkasse. 

Laut des Sprechers des Insolvenzverwalters seien Beträge gewählt worden, die einfach abzurechnen sind und den Dauerkarteninhabern noch zumutbar sind. Ein rein symbolischer Betrag reiche nicht aus. Klar ist: Das Geld fließt in die Insolvenzmasse und wird am Ende des Verfahrens genutzt, um Schulden zu tilgen. 

„Den Verantwortlichen ist bewusst, dass diese Maßnahme für viele Fans nicht einfach ist, aber aus rechtlichen Gründen gibt es leider keine Alternative“, ergänzt Rechtsanwalt Roeger. „Die Mannschaft kann weiter am Spielbetrieb teilnehmen, und wir hoffen trotz der Zusatzkosten auf die Unterstützung der Fans.“ Für die Zukunft des Eishockeyclubs sei es wichtig, dass die Saison mit Unterstützung der Fans zu Ende gebracht wird.

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