Stimme+
Falken-Insolvenz
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Zukunft des Heilbronner Profi-Eishockeys: Auf der Suche nach einer konkreten Lösung

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

In Heilbronn gibt es mehrere Szenarien für Profi-Eishockey in der Zukunft. Entweder geht es mit der Heilbronner Falken GmbH weiter oder mit dem Heilbronner EC. Nun wird die beste Lösung gesucht. 


Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Heilbronn bleibt ein Standort für Profi-Eishockey. Was in den vergangenen Wochen primär eine große Frage war, kann so langsam mit einem Ausrufezeichen versehen werden. Im Laufe dieser Woche hat sich der Heilbronner Eishockey-Club (HEC) nun auch öffentlich klar positioniert und formuliert, das mögliche Aufstiegsrecht in die Oberliga durch die Eisbären definitiv wahrnehmen zu wollen – und zwar unabhängig davon, wie erfolgreich der vorläufige Insolvenzverwalter der Heilbronner Falken GmbH, Peter Roeger, bei seiner Investorensuche sein wird. Zur Not werde auch in Kauf genommen, dass es zwei Oberliga-Vereine in Heilbronn geben könnte.

Vorläufiger Insolvenzverwalter der Heilbronner Falken informiert über Stand der Dinge

Am Mittwoch informierte nun Peter Roeger von Pluta Rechtsanwälte nochmal über das Vorgehen. Seine Priorität war es zu Beginn, den Spielbetrieb bis zum Hauptrunden-Ende am 27. Februar aufrecht zu erhalten. Dies scheint geglückt. Absolvieren die Falken die letzten drei Spiele, haben sie zumindest die Chance darauf, auch für die nächste Saison eine Oberliga-Lizenz zu bekommen.

Die Chancen, dass es in Heilbronn weiter Profi-Eishockey zu sehen gibt, stehen aktuell ganz gut. Auch weil es mehrere Szenarien dafür gibt.
Die Chancen, dass es in Heilbronn weiter Profi-Eishockey zu sehen gibt, stehen aktuell ganz gut. Auch weil es mehrere Szenarien dafür gibt.  Foto: Ralf Seidel

„Wir konnten den Spielbetrieb fortführen und arbeiten nun an einer dauerhaften Lösung. Dazu führen wir auch Gespräche mit dem Heilbronner Eishockeyclub Eisbären e.V. (HEC). Die konkrete rechtliche Lösung steht noch nicht fest, aber wir sind zuversichtlich, ein gutes Ergebnis zu erzielen“, sagt Roeger. Zumindest gab es demnach bereits einen Austausch der beiden Parteien. Zumindest lässt sich die Pressemitteilung so interpretieren, dass sich Roeger auch eine Lösung mit dem HEC vorstellen könnte.

Heilbronn bietet im Vergleich zu anderen Standorten mehrere Szenarien für Profi-Eishockey

Die Besonderheit, den der Standort Heilbronn im Vergleich zu vielen anderen bietet, ist, dass es aktuell zwei Möglichkeiten gibt, das Profi-Eishockey zu erhalten. „Eine mögliche Variante zum Erhalt des Profi-Eishockeys in Heilbronn ist der Insolvenzplan. Denn die Oberliga-Lizenz ist an die jeweilige Gesellschaft gebunden“, heißt es in einer Pressemitteilung von Pluta Rechtsanwälte. „Das heißt, die Lizenzerteilung zur Teilnahme am Spielbetrieb ist nur bei Erhalt des Rechtsträgers und damit bei einer Plansanierung möglich. Bei einem Insolvenzplan bleibt die GmbH erhalten und der Geschäftsbetrieb kann fortgeführt werden.“

Dafür braucht es aber Investoren – wie beim Ligakonkurrenten Bayreuth vor zwei Jahren.

In Heilbronn gibt es noch das zweite Szenario: Den Aufstieg der Eisbären des HEC. Nach dem Einzug ins Playoff-Halbfinale der Baden-Württembergliga hat der HEC einen wichtigen Schritt gemacht. Denn sie sind zum Ablauf der Meldefrist der einzige Interessent aus Baden-Württemberg und Bayern für einen Platz in der Oberliga Süd. Dadurch dürfte dem Lizenzantrag zumindest sportlich nichts mehr entgegen stehen.

Gespräche mit potenziellen Investoren und den Verantwortlichen des HEC – nachhaltige Finanzierung wichtiger Punkt

Nun habe es in den vergangenen Tagen bereits für mehrere Varianten Gespräche mit potenziellen Investoren und den Verantwortlichen des HEC gegeben, heißt es in der Mitteilung. Und weiter: „Dabei ist das Ziel klar formuliert. Der vorläufige Insolvenzverwalter will Profi-Eishockey in Heilbronn erhalten und wird zugleich die Gläubigerinteressen im Insolvenzverfahren der Heilbronner Falken GmbH & Co. KG berücksichtigen.“

Eine konkrete Lösung scheint es noch nicht zu geben. Die beiden Parteien werden sich nun wohl in den nächsten Wochen annähern und einen Plan ausarbeiten müssen. Ein wichtiger Punkt dabei wird Geld sein.

„Wir brauchen eine nachhaltige und langfristige Finanzierung, um Profi-Eishockey in Heilbronn sicherzustellen. Wir wollen gemeinsam mit allen Beteiligten an der bestmöglichen Lösung arbeiten. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, welche konkrete Lösung umgesetzt werden kann“, erklärt Peter Roeger. Am Ende sollte aus zwei möglichen Varianten die beste gefunden werden.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben