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Zwei Heilbronner Eishockey-Teams in Oberliga? HEC-Chef spricht von „Horrorszenario“

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Der Heilbronner Eishockey-Club will in jedem Fall das Aufstiegsrecht in die Oberliga durch die Eisbären wahrnehmen. Unabhängig davon, ob ein Investor für die Heilbronner Falken GmbH und Co. KG gefunden wird.   


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In den vergangenen Wochen liefen im Hintergrund viele Gespräche. Beim Heilbronner EC wurde geplant, wie der Eishockey-Profi-Standort Heilbronn gesichert werden kann und wie dieser aussehen soll.

Mit „Partnern des Heilbronner Eishockeys, Fanvertretern, Steuerberatern, Banken sowie mit Verantwortlichen aus dem gesamten Heilbronner Sportumfeld“, habe man sich ausgetauscht, heißt es in einer Mitteilung des Clubs. 

Es herrscht trotz der Insolvenz der Heilbronner Falken Zuversicht statt Ernüchterung 

Zwar befürchteten die Vereinsverantwortlichen, dass durch die Insolvenz der Heilbronner Falken GmbH und Co. KG Ernüchterung herrscht, doch in ihren Gesprächen erfuhren sie „Optimismus, Unterstützung und Zuversicht“, wie es in der Mitteilung heißt. „Diese spürbare Aufbruchsstimmung bestärkt uns in der Überzeugung, dass Eishockey in Heilbronn als zentraler Bestandteil des sportlichen und städtischen Lebens weiterhin breite Rückendeckung genießt“, schreiben sie weiter. 

Mit dem Einzug ins Playoff-Halbfinale können die Eisbären des HEC in die Oberliga aufsteigen – weil wohl kein anderer Club sein Interesse hinterlegt hat.
Mit dem Einzug ins Playoff-Halbfinale können die Eisbären des HEC in die Oberliga aufsteigen – weil wohl kein anderer Club sein Interesse hinterlegt hat.  Foto: Marc Schmerbeck

Nachdem die Eisbären des HEC nun im Playoff-Halbfinale der Baden-Württemberg-Liga stehen, ist auch der sportliche Aufstieg sicher. „Wenn es keine weiteren Bewerbungen für die Oberliga gibt“, sagt Kai Sellers, Vorsitzender der HEC. Und danach sieht es nach Ablauf der Meldefrist nicht aus. Höchstens es habe jemand per Post sein Interesse beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB) hinterlegt. „Das klärt sich aber diesen Mittwoch endgültig“, sagt Sellers. Denn dann kehre der Verantwortliche des DEB von den Olympischen Spielen zurück. 

Unklare Situation erschwert die Planungen des Heilbronner EC

Die momentan noch unklare Situation rund um die Investorensuche für die Heilbronner Falken erschwert allerdings die Planungen des HEC. „Diese Unsicherheit macht es aktuell schwierig, konkrete Schritte verbindlich zu terminieren und zügig umzusetzen. Gerade weil unsere Ziele realistisch, zugleich aber ambitioniert sind, empfinden wir diese Lage als herausfordernd. Wir hoffen in den kommenden Tagen auf mehr Klarheit, um das bestehende Momentum nutzen und erste konkrete Maßnahmen für den Neuaufbau des Eishockeystandorts einleiten zu können“, heißt es in der Pressemitteilung. 

Und so haben die Clubverantwortlichen um Sellers, sowie die beiden weiteren Vorstände Rainer Scholl und Jan Hey, beschlossen, das Aufstiegsrecht für den HEC in die Oberliga auf jeden Fall wahrzunehmen – selbst wenn der vorläufige Insolvenzverwalter Peter Roeger von Pluta Rechtsanwälte einen Investor für die Falken finden sollte.

Weg über den Stammverein HEC ist nachhaltige Lösung

„Wir sind überzeugt, dass der Weg über den Stammverein aus vielen Gründen die nachhaltigste Lösung darstellt – getragen von fachlicher Expertise, langjähriger solider wirtschaftlicher Führung und starkem Rückhalt bei Fans, Sponsoren und Partnern. Für die Zukunft gilt: In Heilbronn muss der Sport im Mittelpunkt stehen“, heißt es in der Vereinsmitteilung. Und mit dem Verweis auf Beispiele anderer Standorte heißt es: „Szenarien mit externen Investoren, bei denen dieser Grundsatz nicht gewährleistet ist, sehen wir kritisch. … Der Stammverein kann sich derzeit kein Modell vorstellen, das den Sport und den Standort Heilbronn nicht klar in den Vordergrund stellt.“ 


Sollte also ein Investor für die Falken gefunden und der Spielbetreib damit weiter möglich sein, könnte Heilbronn auf einmal zwei Profi-Mannschaften beheimaten. Selbst wenn der HEC als Stammverein die Kooperation mit der Heilbronner Falken GmbH und Co aufkündigen könnte und würde, könnte unter dem Dach eines anderen Vereins weitergemacht werden.

Zwei Oberliga-Teams in Heilbronn wären das Horrorszenario

 „Das wäre das Horrorszenario“, sagt Sellers. „Zwei Heilbronner Oberligateams kann niemand wollen.“ 

Aber aus Zeitgründen sehen die Eisbären keine Möglichkeit, länger zu warten. Schließlich müssen sowohl Trainer, eine schlagkräftige Mannschaft, sowie Mitarbeiter für die Spieltagsorganisation gefunden werden. Auch hier laufen bereits Gespräche und Planungen.    

Weiterhin gibt es eine klare Vision, die das Fundament sein soll. Anspruch ist es, nachhaltige Strukturen zu schaffen, die sportlichen Erfolg ermöglichen und zugleich wirtschaftliche Stabilität garantieren. Im Profibereich soll eine tragfähige Planung für einen mittelfristigen Aufstieg in die DEL2 entwickelt werden.

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