Laut Bürgermeister Heckmann laufen in Zaberfeld die Vorarbeiten an Ortsumgehung
Die lang ersehnte Reaktivierung der Zabergäubahn steht bei 78. Lokaltour im Fokus. 18 Besucher in der Sportgast stätte Zaberfeld.

Es dauert ein wenig, bis der Bann gebrochen ist und die Besucher der 78. Lokaltour am Donnerstagabend in der Sportgaststätte in Zaberfeld bereit sind, ihre Kritik über die angeblich zu Handball-lastige Berichterstattung, den zu stark gepushten VfR Heilbronn und die viele Werbung im Blatt an Chefredakteur Uwe Ralf Heer loszuwerden. Unter den 18 Gästen sind auch die beiden Bürgermeister Diana Kunz (Zaberfeld) und Ulrich Heckmann (Güglingen) mit dabei. Schließlich geht es um das Thema: Tourismus im Aufwind - Zabergäubahn im Wartestand: Wie geht es weiter im Zabergäu?
Hoffnung auf Reaktivierung
Die Hoffnung auf die Reaktivierung der 1995 stillgelegten Zabergäubahn ist bei vielen Menschen im Zabergäu seit Jahren allgegenwärtig und auch in der Sportgaststätte zu spüren. Zumal, wie Joachim Esenwein, Schriftführer des Vereins Zabergäu pro Stadtbahn, ausführlich darlegt, die Voraussetzungen für die Reaktivierung noch nie so günstig gewesen seien wie jetzt. Bürgermeisterin Diana Kunz, inzwischen seit zwei Jahren im Amt, beklagt sich jedoch über viele Konjunktive und vermisst echte Taten.
Die präsentiert dann überraschend ihr Güglinger Kollege Ulrich Heckmann. Allerdings auf einem anderen Feld: Mit der seit Jahren geplanten 1,4 Kilometer langen Ortsumgehung, die Güglingen und Pfaffenhofen miteinander verbinden soll, sind am Donnerstag demnach Fakten geschaffen worden. "Stand heute wird die Umgehung gebaut", sagt Heckmann, denn: "Die Entwässerungsarbeiten haben begonnen." Der Rathauschef spricht bereits von einem "Point of no return". Zuständig ist hier das Landesverkehrsministerium, weil es sich bei der L 1103 um eine Landesstraße handelt. Gehakt hatte es bisher an Grundstücksverhandlungen. Die scheinen nun also ausgeräumt zu sein.
Der Politik fehlt Kreativität
So weit ist man beim Stand der Zabergäubahn noch nicht. "Ich bin für das Zügle und schon als kleines Mädchen damit gefahren", erinnert sich Christa Brückner an zurückliegende Jahrzehnte. "Wir diskutieren zu einseitig über die Schiene. Das Interessante an dem Projekt ist aber die Trasse", sagt Ulrich Heckmann und denkt dabei auch an selbstfahrende Systeme. "Mir fehlt die Kreativität in der Politik."
Aufgrund der sicherheitstechnischen Überprüfung der Ehmetsklinge wird dort, wie berichtet, im Jahr 2024 das Wasser abgelassen. "Dann werden wir einen ruhigen Sommer haben", sagt Diana Kunz, die sich freut, dass der Seegasthof in Zaberfeld neu belebt wird.
Die Kritik von Vielwanderer Joachim Esenwein, dass die Wanderwege im Zabergäu ein einheitliches Konzept vermissen ließen und man die Beschilderung besser strukturieren müsse, nehmen die Bürgermeister Kunz und Heckmann dankend mit auf ihre Agenda.



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