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Der Mensch als Feuerwehrmann der Maschine

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Künstliche Intelligenz wird die Arbeitswelt verändern. Welche Kompetenzen gefragt sind, lässt sich noch kaum absehen. Einen ersten Einblick gab ein Webinar der TUM Heilbronn und ihres neuen Partners, der Universität Oxford.

Natürliche Intelligenz muss künstliche verstehen. Nur dann kann KI gewinnbringend eingesetzt werden. Die Schnittstelle Mensch-Maschine ist entscheidend.
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Natürliche Intelligenz muss künstliche verstehen. Nur dann kann KI gewinnbringend eingesetzt werden. Die Schnittstelle Mensch-Maschine ist entscheidend. ipopba/stock.adobe.com  Foto: ipopba

Zum beherrschenden Thema wird Künstliche Intelligenz nicht nur in Heilbronn - wo demnächst der Innovationspark KI entsteht -, sondern weltweit. Wie sich der unaufhaltsame Siegeszug der Algorithmen in unserem Berufsalltag niederschlägt, wie Unternehmen und Beschäftigte darauf reagieren können, war Thema des ersten Teils einer Webinar-Reihe von TUM Heilbronn und Universität Oxford.

Neue Fähigkeitsbündel gefragt 

Es ist offensichtlich, dass neue Fähigkeiten und Kenntnisse verlangt werden. Doch welche? Und von wem? Klar ist, dass die althergebrachte, eindimensionale Vorstellung einer Einteilung in gering- und hochqualifizierte Beschäftigung ausgedient hat, wie Vili Lehdonvirta betont. Vielmehr geht es unabhängig von der Qualifizierung um Fähigkeitsbündel. Und je nach Tätigkeit und Aufgabe würden sich durch den Einsatz von KI unterschiedliche Anforderungen ergeben.

 


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Wo es um Daten geht und wo eine Vorhersagbarkeit dieser Daten sehr hoch ist, da dürfte KI künftig sogar viele Arbeiten komplett übernehmen. In anderen Bereichen wird der Mensch aber die Künstliche Intelligenz unterstützen müssen, sagt Rahild Neuburger, Geschäftsführerin des Münchner Kreises. Dazu seien IT-Kenntnisse ebenso wichtig wie soziale und strategische Kompetenzen.

Was tun, wenn der Chatbot nicht funktioniert?

Letztlich brauche es auch Leute, die wissen, was die KI macht. "Was, wenn der Chatbot nicht mehr funktioniert?" Dann müsse der Mensch in der Lage sein, schnell einzuspringen, sozusagen als Feuerwehrmann. Wo die Schwerpunkte der Veränderungen liegen, das lässt sich heute noch kaum absehen. Wichtig war Helmut Krcmar von der TUM in Heilbronn zu betonen, dass sich in den nächsten zehn, 15 Jahren sehr viel verändern wird.

 


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Wenn man davon ausgeht, dass ein Arbeitsleben 40 Jahre dauert, dann wird deutlich, wie wichtig das lebenslange Lernen künftig ist. Das sei auch eine der großen Herausforderungen von Bildungsstätten in der heutigen Zeit. "Bei der Ausbildung an unseren Universitäten gilt es also zuallererst zu beachten, dass die Neugier der jungen Menschen nicht zerstört wird."

Weitere Webinare folgen

Anpassen müssen sich natürlich auch die Unternehmen, die künftig viel Know-how brauchen, um beurteilen zu können, welche KI-Ansätze sinnvoll, welche Leistungen wie viel wert sind. Die Struktur der Arbeit wird sich verändern. Gewerkschaften stehen so vor einem weiteren Veränderungsprozess. Thematisiert wird all das bei weiteren Webinaren, an denen jeder teilnehmen kann - kostenlos.

 


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So trägt bereits erste Früchte, dass die Dieter-Schwarz-Stiftung der englischen Elite-Uni in Oxford zwei Professuren stiftet und die Zusammenarbeit mit dem Oxford Internet Institute intensiviert. Von dort begrüßten der Wirtschaftshistoriker Carl Benedikt Frey und Professor Vili Lehdonvirta die Zuhörer dieser grenzüberschreitenden Vortragsreihe zu "AI & Work", bei der auch der Heilbronner Campusdekan Helmut Krcmar sowie Rahild Neuburger von der Ludwigs-Maximilians-Universität München auf dem virtuellen Podium saßen.

Infos zur Vortragsreihe (englisch)

shorturl.at/wEQT2


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