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Bald Rente mit 70? Experten diskutieren über Reform

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Am kommenden Montag wollen die 13 Experten der Bundesregierung über Wege zur Reform der Rentenversicherung diskutieren. Es sind Medienberichten zufolge einige heiße Eisen dabei – auch Arbeiten bis zum 70. Lebensjahr steht im Raum.


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Die Bundesregierung hat eine 13-köpfige Expertenkommission berufen, die in den nächsten Monaten Reformvorschläge für das überlastete deutsche Rentensystem erarbeiten soll. Die sogenannte Alterssicherungskommission (ASK) trifft sich das nächste Mal am Montag, 23. Februar. Bis Ende Juni 2026 sollen die konkreten Vorschläge zur Zukunft der Rente vorliegen.

Arbeiten bis 70? Rentenexperten wollen Anreize schaffen

Beim Treffen am kommenden Montag geht es nach Informationen der „Bild“ auch um eine Anhebung des Rentenalters. Und zwar bis auf 70 Jahre. Bisher hatte sich die SPD vehement gegen einen späteren Renteneintritt gewehrt, während die Union sich hier durchaus offen zeigte. Die Experten wollen darüber diskutieren, wie hoch die Abschläge ausfallen sollen, wenn künftig jemand vor dem 70. Lebensjahr in Rente gehen will.


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Ein weiterer Gesprächspunkt sind laut „Bild“ Anreize, die längeres Arbeiten auch über 70 Jahre hinaus attraktiv machen sollen. Diskutiert werden hier „sehr großzügige“ Belohnungen. Wie die genau aussehen sollen, ist bislang aber unklar.

Rentenexperten beraten: Sollen künftig auch Beamte und Politiker in Versicherung einzahlen?

Die ASK wird sich demnach auch einem weiteren heißen Eisen widmen. Es soll darüber beraten werden, ob künftig auch Beamte und Politiker in die Rentenkasse einzahlen sollen. Experten bezweifeln jedoch, dass mit diesem Schritt das Rentensystem zukunftsfest gemacht werden kann.

Ein wichtiger Punkt ist die Aktienrente, die bereits die gescheiterte Ampelkoalition auf der Agenda hatte. In der Kommission wie auch in der Koalition ist man sich einig darüber, dass Wertpapiere künftig Teil der gesetzlichen Altersvorsorge sein sollen. Dabei soll es aber Schutzmechanismen geben, etwa ein Verbot von Einzelaktien, um das Risiko für die Versicherten zu minimieren. In zahlreichen nordischen Ländern wie Norwegen oder Schweden wird die Aktienrente schon jahrzehntelang erfolgreich praktiziert. Diese Beispiele wollen sich die Experten genauer anschauen.

Diskussion über Renten-Reform: Diese Experten diskutieren

In der 13-köpfigen Alterssicherungskommission der schwarz-roten Bundesregierung sitzen vor allem Wissenschaftler. Den Vorsitz haben Constanze Janda, Rektorin der Universität Speyer, und Frank-Jürgen Weise, Ex-Chef der Bundesagentur für Arbeit. Dazu kommen weitere Experten wie der Wirtschaftswissenschaftler Peter Bofinger von der Uni Würzburg oder Monika Queisser von der OECD. Aus der Politik sind die Bundestagsabgeordneten Florian Dorn (CSU), Annika Klose (SPD) und Pascal Reddig (CDU) in der ASK vertreten.

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