Stimme+
Region
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

„Nackenschlag mit Signalwirkung“: FDP-Kandidaten reagieren auf Scheitern bei Landtagswahl

   | 
Lesezeit  1 Min
audio Anhören
Erfolgreich kopiert!

Die FDP scheitert bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg an der Fünf-Prozent-Hürde. Was Kandidaten aus der Region zum schlechten Abschneiden sagen und was sie jetzt erwarten. 

   | 
Lesezeit  1 Min

Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Die Enttäuschung im Raum ist regelrecht spürbar. Als um 18 Uhr die erste Hochrechnung im Fernsehen verkündet wird, blickt man in der FDP-Geschäftsstelle in Heilbronn-Böckingen in viele leere Gesichter. Die Liberalen scheitern bei der Landtagswahl am Sonntag an der Fünf-Prozent-Hürde. „Die Zahlen sind ernüchternd“, fasst Heilbronns FDP-Kandidat Nico Weinmann das Ergebnis zusammen.

Man müsse dieses in Ruhe analysieren, es sei ein „bitterer Abend“ und ein „Nackenschlag mit Signalwirkung auch für kommende Wahlen“. Die Stimmung, die er während des Wahlkampfs erfahren habe, hätte ihn eigentlich positiv gestimmt. Ein Grund für das schlechte Abschneiden sieht Weinmann auch in der (medialen) Zuspitzung des Wahlkampfs auf Hagel und Özdemir. „Andere Parteien haben fast keine Rolle mehr gespielt.“ Die FDP und die SPD seien „hinten runtergefallen.“ Die Situation sei nun „existenziell“, man dürfe jetzt aber keine Schnellschüsse machen.

FDP-Kandidat Heitlinger: „Es geht um die Existenz der Partei“

Auch FDP-Kandidat Georg Heitlinger (Wahlkreis Eppingen) ist enttäuscht. Die Nachwirkungen des Aus der Ampel-Koalition würde man immer noch spüren. Die Grundtendenz im Wahlkampf sei positiv gewesen. Mit dem Ausscheiden aus dem Landtag ginge es „ein Stück weit um die Existenz der Partei“.

Laut FDP-Kandidat Alexander Hampo (Wahlkreis Neckarsulm) ist das Wahlergebnis eine „Zäsur“. Es könne „Erscheinungen geben, die das langfristige Überleben der FDP infrage stellen“ könnten. Hampo spricht am Wahlabend von einem „harten Tag für den organisierten Liberalismus“.

Finn Pfaller (Wahlkreis Hohenlohe) sieht den Ursprung des schlechten Abschneidens seiner Partei beim Bundestagswahlkampf: „Wir haben die Strategie wiederholt“ – ein Wahlkampf gegen die Grünen und für eine Koalition mit der CDU. In Zukunft müsse die FDP selbstbewusst für liberale Inhalte kämpfen und sich erst nach der Wahl Gedanken über die Koalition machen. Nun müsse die Partei sehen, wie sie liberale Themen neu setzt – und mit welchem Personal sie das tue.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben