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Georg Heitlinger für mehr Polizei und weniger Alleingänge in der Agrarpolitik

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Der Eppinger FDP-Landtagsabgeordnete Georg Heitlinger tritt bei der Landtagswahl am 8. März erneut an. Er will sich vor allen für die Belange der landwirtschaftlichen Betriebe einsetzen. Darum geht es dem Kandidaten für den Wahlkreis Eppingen besonders: 

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Georg Heitlinger, Legehennenhalter in Eppingen, Kandidat der FDP für die Landtagswahl am 8. März 2026.
Georg Heitlinger, Legehennenhalter in Eppingen, Kandidat der FDP für die Landtagswahl am 8. März 2026.  Foto: Jörg Kühl

Ausgleich für Biberschäden, letztes Kindergartenjahr gratis, mehr Polizei, weniger Alleingänge in der Agrarpolitik: Georg Heitlinger tritt für die Landratswahl am 8. März mit einem ganzen Bündel von Ideen an. Seit 2021 engagiert sich der FDP-Mann aus Eppingen-Rohrbach im Stuttgarter Landtag. Für die aktuelle Neuwahl des Gremiums wirft der Landwirt erneut seinen Hut in den Ring. 

Als Legehennenhalter und Erster Vorsitzender des Geflügelwirtschaftsverbands Baden-Württemberg wird sich der 55-Jährige wie schon in der aktuellen Legislaturperiode besonders für die Belange der Landwirtschaft einsetzen. Heitlinger fordert etwa, Schäden, die der Biber anrichtet, staatlich zu entschädigen.

So hat Kandidat Heitlinger zur Entspannung in der Causa Saatkrähe beigetragen 

Als Beispiel könne Bayern dienen, wo Biber, die Probleme bereiten, „entnommen“ werden können. In Baden-Württemberg gilt die Spezies als geschützte Art. „Wir brauchen ein Jagd- und Wildtiermanagement, das einen besseren Interessausgleich mit der Landwirtschaft ermöglicht.“ Als einen Erfolg verbucht der FDP-Mann die erleichterten Möglichkeiten zur Vergrämung der Saatkrähe. Dazu können die Landratsämter jetzt Allgemeinverfügungen erlassen, sodass der Jäger einzelne der Vögel schießen kann. Die Klage über Saatkrähen, die ganze Gemüsefelder verwüsten, war zuerst im Petitionsausschuss, dem Heitlinger ebenfalls angehört, von einem Ilsfelder Landwirt vorgebracht worden.

Das Land darf in Sachen Agrarpolitik keine Alleingänge machen, findet der Kandidat

Ein Herzensanliegen ist Georg Heitlinger, die Marktbedingungen europaweit zu harmonisieren, um nationale und länderspezifische Ungleichgewichte zu beseitigen. Deutschland oder gar einzelne Bundesländer, wie Baden-Württemberg, dürften bei der Agrarpolitik keine Alleingänge zu Lasten der Bauern bestreiten, ist der Kommunalpolitiker überzeugt. So wirke das Biodiversitäts-Stärkungsgesetz, das 2020 in Kraft trat, als einseitige Belastung der Landwirtschaft in Baden-Württemberg. Das Gesetz war nach seiner Einführung als Kompromiss zwischen Naturschutz (Kampagne Rettet die Bienen) und der Landwirtschaft gewürdigt worden. 

Diese Impulse will der vierfache Vater zum Thema Bildung einbringen

Neue Impulse will der Vater von vier erwachsenen Kindern und zweifacher Großvater auch bei der Bildung initiieren. So setzt sich Heitlinger für ein verpflichtendes letztes Kindergartenjahr ein. Die Realschulen möchte der Eppinger nicht nur erhalten, sondern stärken: „Wir benötigen diese Schulform. Hier werden die dringend benötigten Handwerker, Facharbeiter und Meister der Zukunft ausgebildet“, ist der FDP-Mann überzeugt. 

Wichtig ist Heitlinger auch, die Polizei, die in Eppingen und vielen anderen Orten im Land unter Personalmangel leidet, mit einer nachhaltigen Einstellungspolitik zu entlasten. „Das Sicherheitsgefühl vieler Bürger ist am Sinken“, hat Heitlinger in seiner kommunalpolitischen Tätigkeit erfahren. Das müsse sich, auch mit Blick auf gegenwärtige und künftige Wahlergebnisse, dringend ändern.

Georg Heitlinger ist schon seit langer Zeit in der Kommunalpolitik

Seit 1999 ist Georg Heitlinger im Ortschaftsrat seines Wohnortes Rohrbach am Gießhübel bei Eppingen. 2004 wurde er das erste Mal in den Eppinger Gemeinderat gewählt, wo er heute noch mitwirkt. Seit 2019 engagiert er sich auch im Kreistag des Landkreises Heilbronn. Einen vielbeachteten Erfolg hat Heitlinger 2008 errungen, als er gegen die Agrarvermarktungsgesellschaft CMA klagte und 2009 durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs Recht bekam.

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