8. März
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Worum es bei der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg geht

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Baden-Württemberg wählt als erstes von fünf Bundesländern einen neuen Landtag. Wer sind die wichtigsten Kandidaten, was sind die wichtigsten Themen – und warum ist diese Wahl so bedeutsam?

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Wer wird neuer Ministerpräsident in Baden-Württemberg und wie sieht die neue Regierung aus? Das entscheidet sich am 8. März 2026 bei der Landtagswahl. Grünen-Politiker Winfried Kretschmann, der bislang am längsten amtierende Ministerpräsident des Landes, tritt nicht mehr an. Wer sind die Spitzenkandidaten, wie sind die Chancen – und was sind die wichtigsten Themen, die das Land bewegen?

Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg könnte Politikwechsel bringen

Mit der Landtagswahl 2026 könnte Baden-Württemberg ein Politikwechsel bevorstehen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann, seit 2011 im Amt, tritt nicht mehr an – seiner statt will Parteikollege Cem Özdemir als Grünen-Spitzenkandidat die Regierung übernehmen. Nach dem Bruch der Ampel-Koalition im Mai 2025 verzichtete der ehemalige Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft bei den Neuwahlen auf eine Kandidatur für den Bundestag. Nun plant Özdemir, der dem Realo-Flügel der Grünen zugerechnet wird, den Wechsel in die Landespolitik.

Frühere Umfragen deuten jedoch eher auf ein Ende der langjährigen Grünen-Führung in Baden-Württemberg hin – und auf einen möglichen künftigen CDU-Ministerpräsidenten. Für die Christdemokraten geht der 37-jährige Manuel Hagel erstmals als Spitzenkandidat ins Rennen – und er präferiert eine Koalition ohne die Grünen, wie er auf einer Podiumsdiskussion angab. Hagel ist seit 2023 Landesvorsitzender der CDU Baden-Württemberg.

Den Umfragen zufolge sind sämtliche Parteien von einer absoluten Mehrheit entfernt. Somit dürfte Baden-Württemberg nach der Landtagswahl 2026 erneut von einer Koalition regiert werden. Wie diese aussehen wird, hängt davon ab, wie stark die jeweiligen Parteien abschneiden werden und folglich, welche Koalitionsoptionen sich ergeben.

Eine Koalition mit der AfD, die in den Umfragen vom Herbst 2025 mit ihrem Spitzenkandidaten Markus Frohnmeier auf Platz zwei liegt, haben alle Parteien mit Aussicht auf den Einzug in den Landtag ausgeschlossen. Sollte der AfD jedoch ein starkes Wahlergebnis gelingen, könnte eine Regierungsbildung in Baden-Württemberg schwierig werden.

Klare Chancen auf den Einzug in den baden-württembergischen Landtag haben die SPD und die Linke. Der FDP droht eine Zitterpartie um die Fünfprozenthürde. Das BSW dürfte laut der Umfragen den Einzug verpassen.

Warum die Wahl in Baden-Württemberg eine bundespolitische Dimension hat

Die anstehende Landtagswahl in Baden-Württemberg hat eine Strahlkraft über das Bundesland hinaus – denn sie markiert bundespolitisch einen ersten Stimmungstest. Dort wird als erstes von insgesamt fünf Bundesländern in diesem Jahr ein neuer Ministerpräsident gewählt. Insbesondere die Union dürfte entsprechend mit Spannung in den Südwesten blicken, wie stark das Wahlergebnis für den baden-württembergischen CDU-Kandidaten Manuel Hagel ausfallen wird. 

Dominierend ist auch die Frage, wie stark die AfD sowohl in Baden-Württemberg als auch bei den weiteren Landtagswahlen in der Bundesrepublik abschneiden wird. Mit ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund in Sachsen-Anhalt könnte es der AfD etwa erstmals gelingen, einen Ministerpräsidenten zu stellen.

Die wichtigsten Themen der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg

Sicherheit, Migration und vor allem das Thema Wirtschaft stehen im Landtags-Wahljahr 2026 auf der Agenda. Die schwache Konjunktur trifft insbesondere Baden-Württemberg, das als Motor der Automobilbranche gilt. Doch die steckt in einer tiefen Krise. Bosch, Audi, Mercedes und weitere Schwergewichte planen den Abbau von Jobs. Daneben kämpfen auch mittelständische Firmen im Land, ebenso in der Region Heilbronn, mit der aktuellen Wirtschaftslage.

Die Zuwanderung nimmt für viele Bürger ebenfalls einen hohen Stellenwert ein, wie frühere Umfragen zeigten. Dazu gehört der Aspekt der Unterbringung von Flüchtlingen und deren Integration.

Und auch das Thema Sicherheit spielt eine wichtige Rolle. Zuletzt machte der Landtag in Baden-Württemberg den Weg für die Nutzung der Datenanalyse-Software des US-Unternehmens Palantir frei. Die Befürworter sehen in der Software ein Werkzeug für die Polizei, um Straftäter schneller zu fassen. Gegner jedoch warnen vor Überwachung, dem Missbrauch sensibler Daten und Abhängigkeit von einer US-Firma.

Darüber hinaus ist der Bildungsbereich ein großes Sorgenkind. Aktuelle Berichte zeigen auf, dass immer mehr Kinder an der Sprache und in der Grundschule scheitern

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