Die Bewegung auf dem Automarkt ist für Kunden schwer einzuschätzen
Obwohl die Preise eher sinken dürften, wird es für Kunden zunehmend schwerer, beim Neuwagenkauf keine Fehler zu machen, warnt unser Autor. Es wird unübersichtlich.
Die rekordverdächtigen Gewinne, welche die deutschen Autobauer vergangenes Jahr mutmaßlich eingefahren haben, sind wohl nicht so schnell zu wiederholen. Wenn sie auch ihre Preise nicht senken wollen, wie es Tesla nun getan hat, so müssen sie doch zumindest wieder Zugeständnisse über Rabatte machen - oder eben auf Geschäft und Marktanteile verzichten.
Auch die Gebrauchten werden wohl wieder billiger
Für die Kunden ist das erst einmal eine gute Nachricht. Zugleich wird es aber auch unübersichtlich auf dem Automarkt. Bei den neuen Anbietern aus Fernost gibt es teilweise viel E-Auto fürs Geld, vor allem viel Hightech und hohe Reichweiten. Das alles ist aber häufig gekleidet in neue Abo- oder Mietmodelle für Fahrzeug, Technik und Batterie.
Was am Ende ein Schnäppchen ist, lässt sich kaum sagen. Mit den jüngsten Preissenkungen kommt auch zusätzliche Unsicherheit in den Gebrauchtwagenmarkt. Waren E-Mobile bisher besonders wertstabil, könnte sich das jetzt ändern.
Hin und Her
Es ist deshalb nicht ausgeschlossen, dass mehr Autokäufer als erwartet vorerst weiter auf den Verbrenner setzen. Das würde den deutschen Herstellern kurzfristig sogar in die Hände spielen. Für die langfristig notwendige Neuausrichtung wäre es eine Katastrophe. Die Lieferkette verkraftet kein jährliches Hin-und-Her.
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