Impfungen gegen Lungenkrebs: Studie läuft auch in Deutschland
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An 130 Freiwilligen in sieben Ländern, darunter Deutschland, wird ein mRNA-Impfstoff gegen Lungenkrebs getestet. Die Krebsart gehört zu den häufigsten krebsbedingten Todesursachen weltweit.
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In sieben Ländern, darunter Deutschland und Großbritannien, ist jetzt eine Impfstudie zur Bekämpfung von Lungenkrebs angelaufen, das berichtet die britische Zeitung "Guardian". Experten erhoffen sich von dem neuartigen mRNA-Impfstoff, der vom deutschen Pharmaunternehmen Biontech entwickelt wurde, einen Durchbruch bei der Therapie von Lungenkrebs mit dem Potenzial Tausende Leben zu retten.
Der Impfstoff soll Krebszellen im Körper entdecken und töten können, um ein Wiederauftreten der Krankheit zu verhindern. Gesunde Zellen sollen, anders als bei der Chemotherapie, nicht beeinträchtigt werden.
Impf-Studie: Wie die Forschung bei tödlichen Krebsarten helfen kann
Lungenkrebs, der Fachbegriff lautet Bronchialkarzinom, ist eine der tödlichsten Krebsarten. In Deutschland erkranken nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums DKFZ in Heidelberg jährlich 56.500 Menschen daran. Bei Männern ist Lungenkrebs demnach mit rund 28.000 Verstorbenen pro Jahr die häufigste Krebs-Todesursache, bei Frauen die zweithäufigste mit 17.000 Todesfällen.
Klinische Studien sind in drei Phasen eingeteilt. In Phase I werden neue Wirkstoffe, die zuvor im Labor oder an Tieren getestet wurden, an Freiwilligen getestet, für die die neue Therapie eine potenzielle Chance darstellt. Ziel ist es, herauszufinden, ob das Medikament verträglich und sicher ist.
Aus den Daten der Studie wird dann üblicherweise die Darreichungsform entwickelt, mit der aus dem Arzneistoff das eigentliche Medikament wird, also zum Beispiel eine Tablette oder eine Injektion. Allein diese erste Phase dauert meist Monate bis Jahre, es schließen sich zwei weitere Phasen an, mit mehr Teilnehmern. In der Corona-Pandemie, in der ebenfalls ein mRNA-Impfstoff von Biontech zum Einsatz kam, wurden die Impfstoffe im Eiltempo getestet. Die enorm schnelle Entwicklung der Covid-19-Impfstoffe gilt als großer Erfolg von moderner Medizin und Pharmaindustrie.
Impfung gegen Lungenkrebs: Forscher und Politiker setzten auf Studie
Die Studie umfasst in der jetzt angelaufenen sogenannten Phase I insgesamt 130 Patienten in unterschiedlichen Phasen der Krankheit. Sie bekommen den Impfstoff zusätzlich zu ihrer laufenden Immuntherapie verabreicht. Auch wenn die Erwartungen groß sind: Es wird voraussichtlich noch Jahre dauern, bis der Impfstoff breit eingesetzt werden kann. Viele Studien scheitern jedoch auch, zum Beispiel, weil sich der Ansatz als nicht wirkungsvoll herausstellt oder weil die Sicherheit nicht nachgewiesen werden kann.
Großbritanniens Wissenschaftsminister Ian Vallance zeigte sich am Tag des Studienstarts in Großbritannien optimistisch. Die Zeitung "Guardian" zitiert ihn mit den Worten: "Diese Herangehensweise hat das Potenzial, jährlich Tausende von Leben von Menschen mit der Diagnose Lungenkrebs zu retten." Die britische Regierung werden ihre Forscher dabei unterstützen.
Studie zu Krebs-Impfung: Das ist über die Probanden in Deutschland bekannt
Zu deutschen Probanden sind keine weiteren Details bekannt. Auch an den SLK-Kliniken werden in Kooperation mit dem Heilbronner Molit-Institut immer wieder Studien zu neuartigen Krebstherapien durchgeführt. SLK konnte kurzfristig keine Stellungnahme zu dem Thema abgeben, der zuständige Chefarzt sei in Urlaub, hieß es von der Pressestelle.
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