Grippe richtig auskurieren – Tipps für eine erholsame Bettruhe
Eine Grippe richtig auszukurieren, erfordert unter anderem Bettruhe. Experten erklären, was dabei zu beachten ist und geben weitere Tipps.
Wer sich gerade mit Fieber, Gliederschmerzen und Husten herumplagt, den hat womöglich die Grippe erwischt. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Grippewelle in Deutschland Ende Dezember begonnen. Auch im Raum Heilbronn steigt die Zahl der Grippe-Erkrankungen an – dabei halten die Grippe-Symptome bei schwereren Verläufe bis zu drei Wochen an. Hilft da nur eins: strikte Bettruhe?
Bettruhe bei Grippe einhalten: was Experten raten
Die echte Grippe, auch Influenza genannt, wird durch Viren ausgelöst. Häufig breitet sie sich in den Wintermonate nach dem Jahreswechsel aus, wie es unter „infektionsschutz.de“ heißt. Das Portal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rät unter anderem: „Bleiben Sie in der akuten Krankheitsphase zu Hause und halten Sie Bettruhe ein.“ Doch wie lange sollte jene andauern?
Laut der Krankenkasse AOK kann eine Grippe Folgeerkrankungen wie Mittelohr-, Herzmuskel- oder eine Lungenentzündung nach sich ziehen. Typisches Symptom ist ein plötzlich auftretendes Fieber, aber auch trockener Reizhusten oder Kopf- und Muskelschmerzen gehören dazu.
Was neben Bettruhe bei einer Grippe-Erkrankung hilft
Die „Deutsche Familienversicherung“ nennt als beste Hausmittel gegen Grippe unter anderem:
- heißen Tee, zum Beispiel Kamillentee
- Raumklima ohne trockene Luft
- Warme Suppe wie Hühnerbrühe
- Wadenwickel, um das Fieber zu senken
Auch den Punkt „Ruhe und Entspannung“ führt die „Deutsche Familienversicherung“ auf. Im Detail: „Gönnen Sie sich ausreichend Ruhe und Erholung!Auch nach Abklingen der Symptome, sollten Sie es ruhig angehen lassen, um einen Rückfall zu vermeiden.“ Das RKI rät: „Wer Symptome einer akuten Atemwegsinfektion hat, sollte drei bis fünf Tage und bis zur deutlichen Besserung der Symptomatik zu Hause bleiben.“
Bettruhe bei Grippe: so lange sollte sie anhalten
Ein österreichisches Medizinportal rät bereits bei einem grippalen Infekt von einer Bettruhe von in der Regel fünf bis sieben Tagen. Dabei handelt es sich um eine Erkältung, die sich von der von Influenzaviren ausgelösten Grippe unterscheidet. Letztere verläuft schwerer und entsprechend mehr Schonung sollte sie nach sich ziehen.
In einem medizinischen Nachschlagewerk heißt es: „In erster Linie besteht die Behandlung einer Grippe aus Bettruhe, reichlich Trinken und Schonung. Normale Aktivität kann nach 24 bis 48 Stunden fortgesetzt werden, nachdem die Körpertemperatur wieder normal ist, doch die meisten Menschen brauchen mehrere Tage, bis sie sich wieder völlig erholt haben.“
Eine zu lange Bettruhe kann übrigens negative Effekte haben. Wie unter anderem das Wissenschaftsmagazin „Quarks“ berichtet, verliert der Körper durch langes Liegen an Muskelmasse. Vom Muskelschwund sind ältere Menschen besonders betroffen. Die „Quarks“-Autorin schlägt vor, sich im Bett gelegentlich aufzusetzen statt nur zu liegen. Zudem seien „leichte Bewegungen wie der Gang zum Kühlschrank oder der Weg zwischen Bett und Sofa sinnvoll“.

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