Totes Schaf bei Mainhardt-Maibach ist kein Wolfsriss – Verursacher noch unklar
Das tote Schaf bei Mainhardt-Maibach im Landkreis Schwäbisch Hall wurde nicht von einem Wolf gerissen – trotz weiterer möglicher Sichtungen in der Umgebung.
In Sozialen Medien kursierte jüngst ein Video, dass die sterblichen Überreste eines Schafes bei Mainhardt-Maibach (Landkreis Schwäbisch Hall) zeigt. Als Verursacher wurde ein Wolf vermutet, zumal es auch eine angebliche Sichtung bei Bretzfeld im Hohenlohekreis gab.
Totes Schaf bei Mainhardt: Behörde schließt Wolf als Verursacher aus
Nach genetischen Abstrichproben, die das Senckenberg-Zentrum für Wildtiergenetik im Auftrag der Umweltbehörde untersucht habe, schließe die Behörde einen Wolf als Verursacher aus. Wer stattdessen der Verursacher sein könnte, teil das Umweltministerium hingegen nicht mit.
Das Video, das das tote Schaf zeigt, wurde am 10. Januar aufgenommen. Es ist ein Tier aus einer etwa 60-köpfigen Herde von Kamerunschafen. Von ihm sind nur noch Rippen und Kopf übrig. Der Wildtierbeauftragte des Landkreises hatte den Fall dokumentiert. Der Besitzer ist am Boden zerstört und hält seine Tiere seither im Stall.

Leser melden mehrere mögliche Wolfs-Sichtungen zwischen Obersulm und Bretzfeld
Mehrfach in den vergangenen Tagen haben Leser eines oder mehrere Tiere aus der Ferne gesehen, die nach deren Aussage ein Wolf sein könnten – zuletzt wurde laut Anwohnern ein „wolfsähnlicher Vierbeiner“ an der Kreisgrenze zwischen Bretzfeld-Adolzfurt (Hohenlohe) und Obersulm-Wieslensdorf (Heilbronn) gesehen. Örtliche Jäger und Förster bestätigten die Sichtung Stand Donnerstag bislang nicht.
Außerdem gibt es ein Video, das ein ähnliches Tier zeigt, das Anfang Januar südlich von Bretzfeld die Kreisstraße zwischen Adolzfurt und Geddelsbach in Richtung Hälden überquert. Es könnte aber auch einen großen Schäferhund zeigen: Das Video wurde aus der Ferne gedreht und ist relativ unscharf.
Landesumweltamt erklärt: Warum man keine Angst vor dem Wolf haben muss
Das Landesumweltamt teilt mit: So oder so bestehe keine Gefahr für Menschen. „Wölfe nehmen Menschen nicht als Beute wahr“, heißt es von dort. Auch für im Wald spielende Kinder in der Gruppe bestehe kein Anlass zur Sorge.
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