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Kandidatenvorstellung

Bürgermeisterwahl in Weißbach: Kandidatinnen präsentieren sich bei offizieller Vorstellung der Gemeinde

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Meike Augsburger und Katharina Fuchs buhlen um die Gunst der Wähler in Weißbach. So haben sie sich präsentiert und das wollten die Bürger von den Kandidatinnen wissen.

Die beiden Kandidatinnen für den Bürgermeisterposten in Weißbach präsentieren sich bei der offiziellen Vorstellung der Gemeinde: Meike Augsburger (links), Katharina Fuchs und Amtsinhaber Rainer Züfle.
Die beiden Kandidatinnen für den Bürgermeisterposten in Weißbach präsentieren sich bei der offiziellen Vorstellung der Gemeinde: Meike Augsburger (links), Katharina Fuchs und Amtsinhaber Rainer Züfle.  Foto: Götz Greiner

Die heiße Phase im Bürgermeister-Wahlkampf von Weißbach hat begonnen: In knapp einer Woche werden die Bürger der Kochertal-Gemeinde an die Urne gebeten. Am Donnerstagabend hatten sie nun die Gelegenheit, die beiden Kandidatinnen um die Nachfolge von Rainer Züfle im direkten Vergleich zu erleben.

Kandidatin Meike Augsburger betont ihre fachliche Qualifikation in der Verwaltung

Zuerst tritt Meike Augsburger ans Rednerpult. Die 26-Jährige nimmt die Zuhörer mit in die jüngste Vergangenheit, die „vielen Gespräche im Wahlkampf, die mir in Erinnerung geblieben sind“. Dabei sei es selten um die große Politik gegangen, sondern um die kleinen Dinge und Ideen. Sie habe „großer Potenzial“ in Weißbach und seinen Bewohnern erkannt. Aus den Ideen sollen, wenn es nach ihr geht, konkrete Maßnahmen werden. Über einen kurzen Abriss ihres Lebenslaufs kommt sie schließlich auf die Ziele, die sie sich gesetzt hat und als Bürgermeisterin von Weißbach umsetzen möchte: vom Seniorenmobil über den Hochwasserschutz bis hin zum Breitbandausbau. Als Kämmerin habe sie ein besonderes Augenmerk darauf, dass diese Projekte auch finanziell tragbar seien. Sie hebt vor allem ihre Qualifikation als gelernte Verwaltungsfachfrau mehrfach hervor.

Katharina Fuchs hebt ihre Beziehung zu Weißbach hervor

Katharina Fuchs beginnt mit einer Liebeserklärung an ihre Heimat Crispenhofen und die Gemeinde Weißbach und leitet dann zu ihrem Lebenslauf über. Der habe sie über einen Aushilfsjob in einer Bäckerei über die Filialleitung hinein ins Studium der Wirtschaftsinformatik und schließlich in die Start-up-Welt geführt. Fuchs betont die Bedeutung des Klimaschutzes ebenso wie den „Blick für das Machbare“ und das „offene Ohr für die Menschen“. Sie wolle die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum verbessern wie auch den Busverkehr, auch ihr schwebt ein Seniorenmobil vor sowie eine gezielte Stärkung der Vereinsarbeit. „Die Gemeinde Weißbach ist etwas Besonderes. Das hier ist für mich kein Karriereschritt, sondern eine Herzensangelegenheit“, betont die 31-Jährige. Weil sie in Hohenlohe verwurzelt ist, sei sie ebenso vernetzt, was als Bürgermeisterin von Nutzen sei.

Bürger fragen nach Finanzierbarkeit manches Wahlversprechens der Kandidatinnen

Der Fragen-Reigen setzt eher schleppend ein. Doch der geduldige Rainer Züfle ermuntert schließlich einige seiner Bürger, ans Mikrofon zu treten. Zunächst sind es ausschließlich Frauen, die ihre Fragen vortragen. Beispielsweise Maria Feuersinger, die wissen möchte, wie die Kandidatinnen ein Seniorenmobil überhaupt finanzieren wollen. Katharina Fuchs sieht die Möglichkeit eines Vereins, wie das teils in anderen Kommunen gelöst sei, die Kirche habe ihr gegenüber ebenso Unterstützungswillen signalisiert. Auch Sponsoring sei möglich. Letzteres sieht Meike Augsburger als den Lösungsweg ihrer Wahl.

Der Wohnort der Bürgermeister-Anwärterinnen spielt ebenso eine Rolle

Einwohnerin Karin Winkler fragt die Kandidatinnen, ob sie bereit wären, nach Weißbach zu ziehen. Meike Augsburger betont, sie wohne mit ihrem Verlobten in Forchtenberg in Miete. „Ich bin offen für einen Umzug.“ Katharina Fuchs lebt mit ihrer Familie in Niedernhall, sie haben ein Haus auf der Giebelheide. Sie betont: „An mir hängt es nicht, ich würde gerne wieder zurückkommen.“ Bei ihrem Mann brauche es aber etwas mehr Überzeugungsarbeit. Beide Kandidatinnen beteuern außerdem, dass sie für mehr als eine Amtsperiode kandidieren. Wie sie den Breitbandausbau in Weißbach vorantreiben wollen, will Alfred Merz von den Kandidatinnen wissen. Während Augsburger versuchen will, den Ausbau über Fördermittel des Bundes und des Landes voranzutreiben, möchte Fuchs zunächst eine Übergangslösung mit bereits vorhandenen Anbietern in der Gemeinde aushandeln.

HZ-Forum zur Bürgermeisterwahl

Die beiden Kandidatinnen für die Bürgermeisterwahl in Weißbach stellen sich am Mittwoch, 22. April, um 19 Uhr beim Wahlforum der Hohenloher Zeitung im Bürgerzentrum Langenbachtal den Fragen der Redakteure Tamara Ludwig und Götz Greiner. Einlass in die Halle ist ab 18.30 Uhr.

Die Moderatoren fühlen in bewährter Weise den Kandidatinnen Meike Augsburger und Katharina Fuchs auf den Zahn. Informativ und unterhaltsam, konkret und kritisch: So lautet die Devise. Nach 90 Minuten ist Schluss. Die Bürgermeisterwahl findet am Sonntag, 26. April, statt.

Auch Leserfragen werden auf dem Podium beantwortet. Sie können bis Montag, 20. April, 12 Uhr, an tamara.ludwig@stimme-mediengruppe.de geschickt werden. 

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