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Bürgermeisterwahl in Weißbach: Meike Augsburger im Porträt

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Die klamme Kasse der Kommune schreckt Meike Augsburger nicht. Sie will am 26. April Bürgermeisterin von Weißbach werden. 


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Warum sie sich in Weißbach beworben hat? Da muss Meike Augsburger nicht lange überlegen: „Ich wollte schon immer Bürgermeisterin werden“, sagt sie. Dieser Berufswunsch kommt bei der 26-Jährigen nicht von ungefähr.

Sowohl Mutter als auch Vater sind im öffentlichen Dienst tätig, der eine bei der Stadt Mannheim, die andere bei der Stadt Heidelberg. Ihr Vater sitze außerdem in ihrer Heimatstadt Neckarsteinach seit 2001 für die SPD im Gemeinderat. „Bei uns wurden seit ich denken kann Beschlüsse am Tisch diskutiert.“

Derzeit arbeitet sie in leitender Position bei der Stadt Neuenstein und wohnt in Forchtenberg: Doch am 26. April will die 26-jährige Meike Augsburger Bürgermeisterin von Weißbach werden.
Derzeit arbeitet sie in leitender Position bei der Stadt Neuenstein und wohnt in Forchtenberg: Doch am 26. April will die 26-jährige Meike Augsburger Bürgermeisterin von Weißbach werden.  Foto: Tamara Ludwig

Bürgermeisterwahl Weißbach: Interesse an Kommunalpolitik und Verwaltung wurde bei Meike Augsburger früh geweckt

Das Interesse an Kommunalpolitik und kommunaler Verwaltung sorgt schließlich dafür, dass Meike Augsburger an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl Public Management studiert.

Als stellvertretende Kämmerin beginnt sie 2022 in Neuenstein ihren beruflichen Weg in Hohenlohe. Seit 2025 ist sie Fachbereichsleiterin im Bereich Verwaltungssteuerung und Innere Services, wozu auch die Kämmerei zählt. Dieser fachliche Hintergrund ist Meike Augsburger wichtig.

Meike Augsburger will sich auch als Bürgermeisterin von Weißbach in Themen reinfuchsen

Als Bürgermeisterin plant man, führt aus und sieht ein Resultat, das reize sie an dem Beruf besonders. Allerdings müsse man sehr viele Vorschriften kennen und beachten - und Probleme lösen wollen. „Ich fuchse mich in Themen rein, bis ich eine Lösung habe“, beschreibt sie ihre Motivation. Sie ist überzeugt, dass es gerade in einer kleinen Kommune wie Weißbach von Vorteil ist, einen Haushaltsplan lesen oder Gebühren selbst kalkulieren zu können, aber auch den rechtlichen Rahmen zu kennen. 

Dass sie sich gerade in Weißbach bewirbt, war einem Zufall geschuldet - oder war es Schicksal? Just als sie und ihr Verlobter den Vertrag für eine Wohnung in Forchtenberg unterzeichnet hatten, gab Rainer Züfle seinen vorzeitigen Ruhestand bekannt. Die Lage, die Größe der Kommune: Schon auf den ersten Blick passte alles für Meike Augsburger. Trotz klammer Kassen ist ihr nicht bange: „Es sind immerhin Rücklagen da, Herr Züfle war sehr sparsam“, lobt sie den Amtsinhaber. 

Zusammenarbeit im Gemeindeverwaltungsverband findet Meike Augsburger reizvoll

Die kleinen Spielräume, die es gebe, habe sie bereits im Vorfeld mit den Mitarbeitern des Gemeindeverwaltungsverbands (GVV) ausgelotet, als es um ihr Wahlprogramm ging, erzählt Augsburger. „Ich wollte wissen, ob die Themen, die ich mir vornehme, überhaupt umsetzbar sind.“ Das Konstrukt des GVV, in dem sich Weißbach die Kämmerei, das Hauptamt und das Bauamt mit den Nachbarkommunen Niedernhall und Forchtenberg teilt, findet sie reizvoll. Außerdem könne eine kleine Gemeinde wie Weißbach die Fülle an Aufgaben kaum noch alleine bewältigen. Im Schulterschluss gehe das besser, ist Meike Augsburger überzeugt.

HZ-Forum zur Bürgermeisterwahl

Wer wird am 26. April neue Bürgermeisterin von Weißbach? Meike Augsburger oder Katharina Fuchs? Die Hohenloher Zeitung fühlt den beiden Kandidatinnen beim Wahlforum am Mittwoch, 22. April, um 19 Uhr auf den Zahn. Die HZ-Redakteure Götz Greiner und Tamara Ludwig moderieren den Abend im Bürgerzentrum Langenbachtal. Leserfragen können berücksichtigt werden, wenn sie bis spätestens Montag, 20. April, um 12 Uhr per E-Mail unter der Adresse tamara.ludwig@stimme-mediengruppe.de eingehen.

Trotz der heiklen finanziellen Lage Weißbachs will Meike Augsburger das neue Feuerwehr-Magazin in Angriff nehmen. Dabei sei es essenziell, möglichst viele Fördermittel abzugreifen. Auch die Standort-Frage sei hier noch zu klären. Viele weitere Ideen schwirren der selbstbewussten jungen Frau durch den Kopf: ein Seniorenmobil etablieren, mehr Kulturveranstaltungen in die Gemeinde holen, generell mehr Angebote für alle Generationen schaffen, einen Neujahrsempfang einführen. Daneben will sie das Vereinsleben ebenso stärken wie das Gewerbe. 

Kandidatin betont, dass sie zwar jung sei, aber bereits viel Erfahrung mitbringe

Die Fülle an Aufgaben und Verantwortung zu übernehmen, traut sie sich selbstredend zu. Wenngleich die Frage nach ihrem Alter im Wahlkampf immer wieder auftauche, berichtet sie. „Ich weiß, 26 hört sich erstmal jung an“, sagt Augsburger. Aber sie bringe bereits viel Erfahrung aus Praktika und den vier Jahren in Neuenstein mit, auch in Sachen Personalverantwortung, denn die hatte sie in Neuenstein von Beginn an. „Nun möchte ich Weißbach mitgestalten. Durch meine bisherigen Erfahrungen weiß ich, wie man Projekte umsetzt, und das will ich jetzt mit den Bürgern gemeinsam tun.“

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