Prozess nach Tod von Kind in Niedernhall startet – 18-Jähriger vor Gericht
Ein Streit unter Jugendlichen in Niedernhall, ein Auto als mutmaßliche Tatwaffe – und ein Zwölfjähriger, der nicht überlebt. Vor dem Landgericht Heilbronn beginnt am 11. März ein Prozess, der viele Antworten sucht.
Etwa ein halbes Jahr nach der Tat in Niedernhall, bei der ein 12-jähriger Junge starb, steht nun fest: Es wird einen Mordprozess geben. Der zur Tatzeit 18 Jahre alte Tatverdächtige muss sich ab dem 11. März 2026 vor dem Landgericht Heilbronn verantworten.
Ihm wird zur Last gelegt, im September auf dem Parkplatz eines Supermarkts in Niedernhall (Hohenlohekreis) mit seinem Fahrzeug den Zwölfjährigen, der mit dem Fahrrad vorausfuhr, zielgerichtet angefahren zu haben.
Mordprozess soll Motiv nach Tod von 12-jährigem Kind in Niedernhall klären
Das Opfer soll nach Auskunft des Gerichts unter das Fahrzeug geraten und noch an Ort und Stelle gestorben sein. Die Anklage geht von Mord aus niedrigen Beweggründen aus. Der Beschuldigte sitzt seit dem 12. September in Untersuchungshaft. Bis zum 18. Mai sind vor einer Jugendkammer insgesamt elf Verhandlungstermine anberaumt.
Der 18-jährige Deutsche soll nach Polizeiangaben eine halbe Stunde vor Geschäftsschluss im Beisein seines zwei Jahre jüngeren Freundes mit dem Zwölfjährigen und seinem ein Jahr älteren Begleiter in Streit geraten sein. Unklar ist, worum es dabei ging und was den 18-Jährigen in Rage brachte.
Kind (12) stirbt auf Parkplatz in Niedernhall: War ein Streit der Auslöser für die Tat?
Als sich die beiden Kinder auf einem Fahrrad und einem Tretroller entfernten, sollen sich die beiden Älteren in das Auto des 18-Jährigen gesetzt haben. Der Heranwachsende am Steuer soll Gas gegeben haben.
Der Zwölfjährige wurde laut Polizei auf seinem Fahrrad angefahren, stürzte und wurde so schwer verletzt, dass er noch auf dem Parkplatz starb. Der 13 Jahre alte Freund des Opfers blieb unverletzt.
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