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Augenzeuge schießt Beweisfoto: Dieses Bild zeigt den Hohenloher Wolf

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Nun ist es offiziell: Im Hohenlohekreis treibt sich tatsächlich ein Wolf herum. Der Heilbronner Stimme liegt ein Foto vor, das ein Zeuge auf Ingelfinger Gemarkung geschossen hat.

von Christian Nick
Laut Behörde eindeutig ein Wolf: das bei Ingelfingen fotografierte Tier.
Laut Behörde eindeutig ein Wolf: das bei Ingelfingen fotografierte Tier.  Foto: privat/landratsamt

Innerhalb von weniger als 48 Stunden haben sich die Vermutungen über einen Wolf im Hohenlohekreis bewahrheitet. Das Umweltministerium bestätigte am Mittwochnachmittag: Es wurde ein "gesicherter Wolf-Nachweis" im hiesigen Landkreis erbracht. In der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg sind zwei Fotos ausgewertet worden – welche nun den offiziellen sogenannten C1-Beweis des streng geschützten Tieres geliefert haben.

Wolf wurde gleich mehrfach in Hohenlohe fotografiert

Auf Ingelfinger Gemarkung hatte ein Augenzeuge das Tier am Montag, 11. März, fotografiert. Laut Behörde zeigt es ebenso einen Wolf wie die Aufnahme einer Foto-Falle, die am gleichen Tag ebenfalls bei Ingelfingen entstand. Auch bei Oberkessach soll der Vertreter jener streng geschützten Art Berichten aus der Bevölkerung zufolge gesehen worden sein.

Das Ministerium vermutet, dass es sich bei dem Wolf um dasselbe Tier handelt, das ebenfalls am Montag im Neckar-Odenwald-Kreis in der grenznahen Gemeinde Ravenstein beobachtet worden war. Tags zuvor gab es eine weitere Sichtung. Auch in diesen Fällen lässt das Bildmaterial laut den Fachleuten eine eindeutige Beurteilung als C1-Nachweis zu.

Behörde und Experte: Wolf ist wohl nur auf Durchreise durch Hohenlohe

Momentan ist laut Umweltministerium nicht davon auszugehen, dass der Wolf hier sesshaft wird. Es soll sich um ein durchziehendes Tier handeln. Wo er ursprünglich herkommt, ist nicht bekannt. In Baden-Württemberg kommt es vor allem im Schwarzwald zu Sichtungen und Nachweisen

"Der Wolf ist in Ausdehnung begriffen, da verwundert es nicht, dass er auch mal durch den Kreis zieht", so der zuständige Wildtierbeauftragte Martin Hans zur Heilbronner Stimme/Hohenloher Zeitung. Weidetierhalter sollten auf entsprechenden Schutz achten, ansonsten bestehe "kein Grund zur Panik", sagt der Experte. 

Augenzeugen, die Beobachtungen gemacht haben, welche auf einen Wolf schließen lassen, sollten sich unverzüglich unter der E-Mail-Adresse info@wildtiermonitoring.de bei der FVA melden. Auf deren Homepage finden sich auch ausführliche Informationen zum Thema.

 

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