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Pfedelbacher Bürger und Gemeinderäte reagieren auf Kunkels Abschied als Bürgermeister

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Zeit für neue Ideen und Impulse: Trotz viel Kritik gerade im Laufe der letzten Jahre gibt es viele positive Worte für den Pfedelbacher Bürgermeister Torsten Kunkel. Der 62-jährige hatte eine erneute Kandidatur ausgeschlossen.

Von Renate Väisänen und Stefanie Jani 

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Torsten Kunkel wird nicht mehr als Bürgermeister antreten. Das war am Wochenende natürlich Gesprächsthema beim Pfedelbacher Bierdorf. Die Hohenloher Zeitung hat sich parallel dazu in der Gemeinde umgehört, was die Menschen von dieser Entscheidung halten. FWV-Vorsitzender Michael Schenk kennt Kunkel schon sehr lange. Vor 24 Jahren hat Kunkel den damaligen Ortsvorsteher besucht und mit ihm über die Kandidatur gesprochen. „Ich kann es verstehen“, sagt Schenk zu seiner Entscheidung. „Er ist 62 Jahre alt geworden und wäre er nochmal angetreten, wäre nicht klar gewesen, ob er die ganze Amtszeit bleibt. Nun ist es ein klarer Schnitt.“

FWV-Vorsitzender über Torsten Kunkel: „Streit gab es nie, nur unterschiedliche Meinungen und Positionen.“

Geschätzt an ihm habe er unter anderem, dass man auch über Dinge sprechen konnte, ohne dass alles nach außen gesickert sei. Was nicht heiße, dass die Zusammenarbeit immer ohne Dispute verlief. Aber: „Streit gab es nie, nur unterschiedliche Meinungen und Positionen.“ Ein Wechsel werde „interessant“, frischer Wind könne der Gemeinde guttun. Joachim Knoche, der schon einige Jahre im Gemeinderat sitzt, meint: „Nach 24 Jahren ist es auch gut – jetzt wird es Zeit, dass jemand Neues antritt.“ Dennoch habe Torsten Kunkel sehr gute Arbeit für die Gemeinde Pfedelbach geleistet. Er habe zahlreiche wichtige Projekte angestoßen.

Schlussstrich: Torsten Kunkel geht in den Ruhestand. Foto: Archiv/Reichert
Schlussstrich: Torsten Kunkel geht in den Ruhestand. Foto: Archiv/Reichert  Foto: Reichert, Ralf

Vorsitzender des Musikvereins Pfedelbach-Schwabbach lobt Kunkels Engagement für Vereine

Fabian Dietz, Vorsitzender des Musikvereins Pfedelbach-Schwabbach, sagt: „Ich persönlich finde es schade, dass Kunkel nicht mehr kandidiert. Die Gemeinde hat ihm viel zu verdanken.“ Positiv sei, dass er sich immer für die Vereine stark gemacht habe. „Nach all den Jahren hat er es sich verdient, als Bürgermeister in den Ruhestand zu gehen. Kunkel hat viel für die Entwicklung der Gemeinde getan und ist teilweise auch ganz neue Wege gegangen“, sagt Bernd Menacher aus Windischenbach. 

Pfedelbachs Bürgermeisterstellvertreter Mozer: Kunkel hat "lange einen guten Job gemacht"

Fritz-Martin Mozer, erster Bürgermeisterstellvertreter, findet: „Er hat höchstwahrscheinlich gemerkt, dass es Zeit für Veränderungen ist und das muss man ihm anrechnen.“ Er habe lange einen guten Job gemacht, sei auch oft angegangen worden, habe dies aber gut überstanden. Gemeinderat und Bürgermeister gingen respektvoll miteinander um und arbeiteten gut zusammen, betont Mozer: auch wenn die Ansichten nicht immer gleich seien. 


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Robert Wagner sitzt in diesem Jahr neu im Gremium und fasst zusammen: „Als Gemeinderat hat mich Torsten Kunkel sehr freundlich aufgenommen und stets fair behandelt.“ Von seinem Nachfolger erwartet sich der Grünen-Gemeinderat allerdings noch mehr Engagement beim Klimawandel. Hier waren die Ansichten der beiden und in der Fraktion bisweilen recht unterschiedlich. 

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