„So wenig wie möglich fahren“: Heilbronner lassen wegen Spritpreisen Autos stehen

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Die gestiegenen Spritpreise belasten Menschen in Heilbronn. Manche sehen sich gezwungen, auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. 

Von Emmi Lauber

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Obwohl die Spritpreise zuletzt leicht gesunken sind, belasten die hohen Preise viele Menschen und Firmen. Erst kürzlich erreichten die Spritpreise in Heilbronn Rekordwerte, seitdem sind sie nur leicht gefallen. Wie Menschen in Heilbronn damit umgehen? Die Heilbronner Stimme hat nachgefragt.

Wie Heilbronner mit den hohen Spritpreisen umgehen

„Es ist unmöglich, jeden Tag so teuer zu tanken“, erzählt Maia Karosshvili aus Weinsberg im Gespräch mit der Heilbronner Stimme. Normalerweise fahre sie einen Wagen mit Diesel-Motor. Nun habe sich die 55-Jährige überlegt, ein Deutschland-Ticket zu kaufen und mit der Bahn statt mit dem Dieselauto zu fahren.

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Angesichts der hohen Spritpreise schlägt Martin Burkert, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bahn, eine Rabatt-Aktion für Bahntickets vor. Für viele könne es eine schnelle und wirksame Entlastung sein, auf die Bahn umzusteigen

Maia Karosshvili berichtet zudem, dass ihre Bekannten in Polen zu deutlich geringeren Preisen tanken könnten als die Menschen in Deutschland. Das löst beim Blick auf europäische Nachbarländer bei vielen Autofahrern Frust aus. 

Um Diesel und Benzin zu sparen: Heilbronner lassen ihre Autos stehen

„So wenig wie möglich mit dem Auto fahren“: So geht Hans-Peter Neuner aus Gundelsheim mit den hohen Spritpreisen um. Ein anderer Passant sagt, er wäre jetzt vermehrt zu Fuß unterwegs, statt mit dem Auto zu fahren. 

Ganz so teuer wie Anfang April sind die Spritpreise in Heilbronn nicht mehr.
Ganz so teuer wie Anfang April sind die Spritpreise in Heilbronn nicht mehr.  Foto: Archiv/Biener

Auch Martin Motz aus Heilbronn berichtet, er fahre aktuell sehr wenig mit dem Auto. Der 73-Jährige erwartet, dass der Benzinpreis aufgrund der weiterhin unsicheren politischen Lage im Iran noch weiter steigen würde. Zuhause habe er eine Solaranlage. „Ich hoffe, dass der Strom nicht teurer wird“, berichtet der Heilbronner. 

Ausweichen auf E-Mobilität als Alternative zu Benzin und Diesel

Rita Friede aus Bad Friedrichshall fahre aktuell nur mit dem Elektroauto. Ihre Familie habe ein Diesel-, ein Hybrid- und ein Elektroauto. Ersteres versuchen die Familienmitglieder aktuell so wenig wie möglich zu bewegen. Wenn sie das Hybrid-Auto nehmen, fahren sie nur so weit, dass es rein elektrisch funktioniert. 

Die Rentnerin ist sehr dankbar dafür, dass sie auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umsteigen kann. Ihr Sohn sei Lehrer und fahre jeden Tag mit einem Diesel zur Arbeit. „So viel kann der gar nicht verdienen.“

Gerade für junge Familien seien die Spritpreise eine große Belastung. Ob elektrisch fahren billiger ist, kann die Bad Friedrichshallerin aktuell noch nicht sagen – dafür müsse sie erst die Stromrechnung abwarten. Laut Studien sind E-Autos vor allem dann lukrativer, wenn Besitzer über einen eigenen Ladepunkt verfügen. 

Weniger Spritverbrauch: Wen die hohen Preise weniger belasten

Die 19-jährige Gülden berichtet, die aktuellen Spritpreise machen kaum einen Unterschied für sie. Ihr Auto sei klein und früher habe sie 48 Euro gezahlt, um voll zu tanken. Das wäre jetzt auf gerade mal 52 Euro gestiegen. „Es ist nicht so dramatisch für mich“, erklärt die Heilbronnerin. Dramatischer wäre es jedoch für diejenigen, die ein Auto mit größerem Verbrauch fahren und plötzlich zwischen 100 und 150 Euro zum Tanken brauchen.

Obwohl der Ölpreis zuletzt gesunken ist, haben sich die Preise an den Tankstellen nur minimal nach unten bewegt. Ob sie weiter fallen werden? Ein Tankstellen-Experte berichtet. 




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