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Surfen im Neckarbogen 
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Surfwelle in Heilbronn öffnet ab Donnerstag – so verlief die Generalprobe

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Die mobile Surfanlage nimmt am Donnerstag ihren dreitägigen Betrieb auf. Oberbürgermeister Harry Mergel würde sogar eine dauerhafte Surferwelle in Heilbronn begrüßen.

Leonie zeigt bei der Generalprobe am Mittwoch wie mühelos Surfen aussehen kann.
Leonie zeigt bei der Generalprobe am Mittwoch wie mühelos Surfen aussehen kann.  Foto: Berger, Mario

Es ist soweit: In Heilbronn kann ab Donnerstag bis Samstag von 11 bis 21 Uhr gesurft werden. Vor der Jugendherberge im Neckarbogen steht eine acht Meter breite und 14 Meter lange Anlage für eine mobile Surfwelle, für die sich der Heilbronner Gastronom Thomas Aurich zum zehnten Lichterfest stark gemacht hat.

Auch Oberbürgermeister Harry Mergel schaute bei der Generalprobe am Mittwochmittag vorbei. „Ich habe großen Respekt vor dem langen Atem, den Thomas Aurich bewiesen hat“, lobte er den Initiator.

"Surfwellen in Deutschland gefragt – Auch in Heilbronn zum Lichterfest

„Ich hoffe, dass sich in Zukunft Investoren finden, sodass Heilbronn dauerhaft eine Surfwelle bekommt.“ Das Rathaus werde den Prozess dann auch konstruktiv begleiten. Hinter allem, was die Lebensqualität in Heilbronn steigere, stehe man voll und ganz dahinter.

Und eben jene Surfwelle gehöre dazu, bekräftigte der OB. Die Idee für den Standort auf dem ehemaligen Buga-Gelände kam von Heilbronns Grünflächenamtsleiter Oliver Toellner. Die Surfwelle setzt für ihn vor allem in Sachen Quartiersentwicklung ein wichtiges Zeichen, wie er betont. Es gehe in einer Stadt längst nicht mehr nur darum, wie man wohnt, sondern was Menschen erleben und wie sie sich erholen können. Das Freizeitangebot sei wichtig.

Die Anlage wird von der Firma Brand Guides mit Sitz in Hamburg gebaut und vermietet. „Wir bringen die Welle zu den Menschen und den Surfspirit in die Stadt“, sagen Geschäftsführer Thilo Trefz und Mitarbeiter Yarek Kuna. Ob als Lückenfüller bei Freiflächen im Immobiliengeschäft oder als Sommerattraktion einer Stadt: Das Thema Surfwelle in Deutschland gehe derzeit durch die Decke.

Die Anlage stand schon im vierten Stock eines Einkaufscenters 

In der Badewelt Sinsheim stand schon eine, in Lindau am Bodensee ist derzeit eine aufgebaut. Und auch ganz ungewöhnliche Plätze haben die Männer bereits mit einer Surfwelle bestückt: Zum Beispiel das Erdgeschoss eines Einkaufscenters in Neu-Ulm oder den vierten Stock auf der Terrasse eines Einkaufszentrums in Frankfurt in 50 Metern Höhe.

Das Schöne daran sei, findet Yarek Kuna, dass es kein Millionenprojekt sei, für das Jahre ins Land gehen, bis es realisiert werde. Und: Wellenreiten sei für jedermann etwas. Nicht nur für Kinder oder ambitionierte Surfer, sondern auch komplette Neueinsteiger und Leute 50 plus, die einfach Lust darauf haben, das Wellenreiten einmal auszuprobieren.

Surflehrerinnen helfen - Auch Anfänger kommen so schnell rein 

Max Wieland, Chef der Heuchelberger Warte, der in den nächsten Tagen für das gastronomische Angebot vor Ort sorgt, hat sich auch schon aufs Brett gewagt. „Es macht unglaublich Spaß und ist leichter als gedacht“, schwärmt er. Dabei bezeichnet er sich als „kompletter Anfänger“. Sein Geheimtipp: „Beim Surflehrer festhalten, dann geht es total leicht.“

Die beiden Instruktorinnen Leonie und Ronja sind jeden Tag vor Ort und helfen, falls Bedarf besteht. „Am Anfang geben wir eine kurze Einweisung, wie man richtig auf dem Brett steht“, sagt Leo. „Das ist essenziell.“ Ansonsten empfiehlt die 25-Jährige, sich keinen Druck zu machen und die Sache entspannt anzugehen. „Egal, ob Anfänger oder Profi: Jeder, der gesurft hat, stieg am Ende mit einem breiten Grinsen vom Board.“

So viel kostet die Surfwelle zum zehnten Lichterfest 

Die patentierte Pumpentechnologie mit einer Anschlussleistung von 45 Kilowatt pro Stunde hebt Geschäftsführer Thilo Trefz als vergleichsweise wenig hervor. Eine Bühne verbrauche da deutlich mehr. 45 Kilowatt entspreche der Leistung von zwei Durchlauferhitzern beim Duschen.

Die Kosten für die mobile Surfanlage liegen bei 30.000 Euro. Mit Dinkelacker-Schwabenbräu, HNVG, Jürgen Franz Kelber JFK Vermögensverwaltung, Stadtwerke Heilbronn, Teinacher Mineralbrunnen und Zeag Energie hat der Heilbronner Gastronom Thomas Aurich sechs Partner an Bord holen können. 

Es wird 30-Minuten-Zeitfenster, Surfausrüstung und eine Umkleide vor Ort geben, informiert Thomas Aurich. Erwachsene ab 18 Jahren zahlen 18 Euro, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre 15 Euro. Zeitfenster können online gebucht und reserviert werden. Aber auch spontanes Surfen sei möglich, wenn Plätze frei seien.




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