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Weiterer Schlag für Pendler: ÖPNV-Streik kommt zur falschen Zeit

  
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Mit vereinten Kräften werden die zarten Bemühungen um einen attraktiveren Bus- und Bahnverkehr zertreten. Der aktuelle Streik ist  ein weiteres Puzzleteil und ein weiterer Schlag für die Fahrgäste, meint unser Autor. 


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Jeder Arbeitnehmer hat das Recht, mit Streiks für seine Interessen einzutreten. Was Verdi derzeit mit dem Ausstand bei kommunalen Verkehrsbetrieben veranstaltet, ist legitim. Trotzdem bewegt sich die Gewerkschaft auf einem schmalen Grat.

Der Streik kommt zur Unzeit, weil die Kommunen in einer kaum je dagewesenen Finanzkrise stecken. Jene Kommunen, die Busse und Bahnen bestellen und auch bezahlen müssen. Erste Angebote im Nahverkehr werden zurückgedreht. Der Streik um mehr Geld könnte schnell zum Bärendienst an den Beschäftigten werden. 

Streik verstärkt Eindruck: Auf den Nahverkehr ist kein Verlass

Eine Zumutung ist der Ausstand für die Fahrgäste, auch wenn die Schlagkraft der Gewerkschaft in Heilbronn geringer ist als anderswo. Hier steht nicht jedes Rad still, Regionalbusse fahren, der Stadtbahnverkehr ist eingeschränkt, fällt aber nicht komplett flach. Trotzdem haben viele Beschäftigte Mühe, zur Arbeit zu kommen. Eltern chauffieren ihre Kinder zur Schule. 

Auf den öffentlichen Nahverkehr ist kein Verlass: Wenn Kunden diesen Eindruck haben, kann man es ihnen nicht verdenken. Ab Ende der Woche kommt es zu massiven Störungen des Bahnverkehrs Richtung Stuttgart und Richtung Bad Friedrichshall. Die Hauptstrecke durchs Neckartal ist für Pendler ohnehin ein Alptraum, die Baustellen rund um Stuttgart 21 senden regelmäßige Schockwellen in die Region. Der Weg zur Arbeit wird zum Glücksspiel. 

Das Deutschlandticket wird teurer – in Maßen zwar und grundsätzlich durchaus nachvollziehbar. Trotzdem verstärkt sich das Gefühl: Alles wird teurer, der Nahverkehr wird wieder unattraktiver. Ein Streik hat da gerade noch gefehlt.




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