Verdi-Streik trifft Heilbronn: Keine Stadtbusse, Stadtbahn stark betroffen
Die Gewerkschaft Verdi hat Mitarbeiter kommunaler Verkehrsunternehmen für Montag zum Streik aufgerufen. In Heilbronn und der Region müssen sich Fahrgäste auf Einschränkungen einstellen. Die Auswirkungen im Überblick.
Jetzt gibt es Gewissheit: Der Streikaufruf liegt vor, ist auf Nachfrage von den Stadtwerken Heilbronn zu hören. Die SWHN sind als kommunaler Verkehrsbetrieb von dem Streik am Montag, 2. Februar, betroffen, den Verdi für mehrere Städte im Südwesten angekündigt hat.
Allerdings ist Heilbronn bei solchen Streiks immer ein Sonderfall. Hier steht wegen der Vielzahl beteiligter Unternehmen nicht jedes Rad still. Klar ist: Die Stadtbusse, die komplett unter SWHN-Regie stehen, werden komplett ausfallen. Regionalbuslinien, etwa von Heilbronn ins Zabergäu oder nach Beilstein, werden von privaten Unternehmen betrieben, sie sollten weitgehend nach Fahrplan fahren.
Stadtbahnen können in Heilbronn nicht durch die Innenstadt fahren
Auch die Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG), zuständig für die Stadtbahnen, wird nicht direkt bestreikt. Wohl aber das Stellwerk an der Heilbronner Harmonie, in dem Mitarbeiter der Stadtwerke Dienst tun. Bahnverkehr in der Innenstadt ist dadurch nicht möglich. Züge der Linie S4 werden dann vom Hauptbahnhof Heilbronn über eine Schienenspange um die Stadt herumgeleitet, nächste Haltestelle im Osten ist dann Trappensee. Der Streikaufruf, zunächst auf Montag beschränkt, liegt vor, ist auf Nachfrage von den Stadtwerken Heilbronn zu hören. Alle Stationen dazwischen entfallen.
Auch die Linien S41 und S41 fahren über den Hauptbahnhof und zwar über die Fernbahngleise, nicht über den Vorplatz. Nächste Halte sind dann hier Sülmer Tor und Neckarsulm Die Regionalzüge, etwa nach Stuttgart oder Mannheim, werden von der DB oder Arverio betrieben und nicht bestreikt.

Verdi-Streik trifft auch Heilbronn: Darüber wird verhandelt
Bestreikt werden auch Verkehrsbetriebe in Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg, Baden-Baden, Esslingen und Konstanz. In allen Bundesländern stehen in diesem Frühjahr Verhandlungen über neue Manteltarifverträge für die kommunalen Nahverkehrsbetriebe an. In Baden-Württemberg arbeiten dort rund 6.700 Menschen. Für sie verhandelt Verdi mit dem hiesigen Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV).
Beim Verhandlungsauftakt gab es nach früheren Angaben keine Annäherung. Dieses Mal streiten die Tarifparteien nicht über das Gehalt. Neu ausgehandelt wird stattdessen der Manteltarifvertrag, in dem die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten festgelegt sind. Verdi fordert unter anderem höhere Zuschläge für Überstunden, Nachtarbeit sowie Arbeit am Wochenende. Außerdem wolle man Zulagen entsprechend der individuellen Entgeltstufe durchsetzen. ah/dpa
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