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Ab Februar: Massive Zugausfälle und Ersatzverkehr zwischen Heilbronn und Stuttgart

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Pendler auf der Frankenbahn zwischen Stuttgart und Heilbronn müssen sich auf massive Einschränkungen einstellen. Vom 6. Februar an fahren für mehrere Wochen nur wenige Züge. 


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Wer regelmäßig auf der Hauptstrecke zwischen Heilbronn und Stuttgart unterwegs ist, ist Kummer gewohnt. Bei Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit schneiden die Verbindungen regelmäßig schlecht ab. Grund sind altbekannte Mängel an der Infrastruktur und viele Baustellen. Jetzt kommt es für Pendler knüppeldick. 

Vom 6. Februar bis 3. April plant die Deutsche Bahn umfangreiche Arbeiten am Bahnhof Walheim, dort werden unter anderem die Bahnsteige verlängert. In dieser Zeit ist nur ein Gleis befahrbar, der Zugverkehr ist stark eingeschränkt.

Bauarbeiten am Bahnhof Walheim: Züge fallen zwischen Heilbronn und Stuttgart aus

Wie das Verkehrsministerium auf Nachfrage mitteilt, fährt der RE8 trotz der Arbeiten, er hält aber nicht in Kirchheim, Walheim und Besigheim. Damit gibt es etwa ein Drittel der üblichen Zahl an Zugverbindungen. Die Linien MEX 12 und 18 sind zwischen Bietigheim und Lauffen unterbrochen, hier gibt es einen Ersatzverkehr mit Bussen. 

Das Konzept sei noch „in finaler Abstimmung“ heißt es: „Neben durchgängigen Fahrten wird es zur besseren Bedienung der Bus-Taktknoten in Besigheim einen Pendelbus zwischen Besigheim und Bietigheim geben. Neben den Bahnhöfen werden zusätzliche Bushaltestellen angefahren, um den Fahrgästen kürzere Wege zu ermöglichen.“

Zugausfälle zwischen Heilbronn und Stuttgart: DB Regio richtet Bus-Ersatzverkehr ein

Verantwortlich für den Ersatzverkehr ist die DB Regio Stuttgart, die laut Ministerium gerade dabei ist, ausreichend Busse für den Ersatzverkehr anzumieten. In der Vergangenheit gab es von Behörden und Bahnunternehmen immer wieder Kritik an der DB Infrago, der Infrastrukturtochter des Konzerns.

Ab 6. Februar werden viele Züge der Frankenbahn nicht durchgängig zwischen Heilbronn und Stuttgart verkehren.
Ab 6. Februar werden viele Züge der Frankenbahn nicht durchgängig zwischen Heilbronn und Stuttgart verkehren.  Foto: Seidel, Ralf

So auch diesmal: „Die Baumaßnahmen wurden von DB Infrago in einem Dokument von 248 Seiten kommuniziert, welches nicht weniger als 192 Infrastruktur-Einschränkungen enthält“, teilt das Ministerium mit. Eine enorme Menge also. „Die Zugbetreiber geben alles, um nicht den Überblick zu verlieren und so viele Züge wie möglich zu fahren.“

Die Deutsche Bahn hatte auf die Kritik im Zusammenhang mit dem jüngsten Qualitätsranking reagiert und auf „die nie dagewesene Vielschichtigkeit an baulichen und betrieblichen Herausforderungen bis zur Inbetriebnahme von Stuttgart 21“ verwiesen. Die DB Infrago, so eine Sprecherin, „modernisiert 2026 weiter mit aller Kraft die Infrastruktur für mehr Qualität und höhere Leistungsfähigkeit“. 

Volle Züge zwischen Stuttgart und Heilbronn: Umstieg auf erste Klasse als Lösung?

Für Pendler könnte es während der Bauzeit in den verbliebenen RE-Zügen eng werden. Wer mit einem Erste-Klasse-Ticket als Ausweg liebäugelt, der hat Pech. Bahnunternehmen Arverio hat auf dieser Strecke vorerst Ersatzzüge im Einsatz, weil die eigene Flotte für das neue digitale Signalsystem im Umfeld von S21 aufgerüstet wird. Voraussichtlich noch bis nach den Sommerferien hat der RE8 keine erste Klasse.  

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