Heilbronner Firma Blanke: Mehr als nur Briefhüllen
Das Unternehmen Blanke blickt nach der Corona-Delle sehr zuversichtlich in die Zukunft. Ziel ist es, Mehrwert für den Kunden zu schaffen.

Den Briefumschlag immer wieder neu zu erfinden und für unterschiedliche Zwecke die jeweils passende Lösung zu finden - diesem Ziel hat sich das Heilbronner Unternehmen Blanke Briefhüllen verschrieben. Zwar hat Mathias Blanke, der die Firma 2007 gründete, sein Baby längst verkauft. Doch die neuen Eigentümer Matthias Gröger und Christian Stöckle haben Blankes Philosophie mit dem Kauf 2019 übernommen. Und haben noch einiges vor.
Schrumpfender Markt
Geschäftsführer Gröger redet nicht lange um den heißen Brei herum. "Natürlich sind wir in einem schrumpfenden Markt unterwegs", sagt er. Um etwa vier Prozent ist der Markt für Briefhüllen zuletzt geschrumpft. Und die Corona-Pandemie hat die Lage weiter verschärft. Schließlich macht Blanke Briefhüllen 60 bis 65 Prozent seines Umsatzes im B2B-Geschäft, also mit Geschäftskunden. Entsprechend betroffen war das Unternehmen von den Lockdowns, als kaum Geschäfte möglich waren. Doch im laufenden Jahr hat Blanke Briefhüllen den Abwärtstrend gestoppt und wieder Fahrt aufgenommen. "Es geht wieder aufwärts", sagt Gröger. Er rechnet damit, dass der Umsatz wieder auf 3,4 Millionen Euro steigen wird - damit wäre das Vorkrisenniveau von 2019 erreicht. "Wir sind auf Kurs, aber viel hängt vom für uns sehr wichtigen vierten Quartal ab", bleibt der Geschäftsführer vorsichtig.
Breite Produktpalette als Vorteil
Als größten Vorteil seines Unternehmens nennt Gröger die "sehr breite Produktpalette". Von klassischen weißen Standardbriefumschlägen bis hin zu hochwertigen Spezialprodukten in allen denkbaren Farben und Formen reicht das Spektrum der Heilbronner. "Wir haben mehr als 5000 Artikel im Angebot und viele davon auf Lager, so dass wir von heute auf morgen lieferfähig sind", sagt der Geschäftsführer. Die Kunden schätzten auch die große Expertise der aktuell 16 Blanke-Mitarbeiter rund um das Thema Briefhüllen.
Mehr als 100.000 Kunden werden beliefert
Fast 30 Millionen Briefhüllen verkauft das Unternehmen pro Jahr an mehr als 100 000 Kunden. Die meisten Abnehmer gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch in Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden sitzen Blanke-Kunden. Dieses Geschäft wollen die Heilbronner ausbauen. "Wir wollen in Europa wachsen", gibt Gröger die Marschrichtung vor. Neben Geschäftskunden beliefert Blanke auch Privatkunden mit seinen Briefhüllen, Karten und Versandtaschen. "Wir können sehr viele Wünsche unserer Kunden abdecken", betont der Geschäftsführer.
Geschäftsführer sieht noch viel Potenzial
Immer wieder treten auch Startups an das Unternehmen heran, um ihre Produkte oder Dienstleistungen anzubieten und um mögliche Kooperationen auszuloten. "Wir sind hier immer offen", sagt Gröger. Denn in diesem auf den ersten Blick langweiligen Markt gibt es immer wieder Innovationen. Ein Startup habe sich beispielsweise auf Briefhüllen aus Zuckerrohrpapier konzentriert, berichtet Gröger. "Das Thema Nachhaltigkeit ist ein klarer Trend in unserer Branche."
Auch die Veredelung des Produkts sei ein wichtiges Feld, dem sich Blanke und andere Unternehmen widmen. "Letztlich geht es immer darum, dem Kunden einen Mehrwert zu bieten", sagt Gröger. Das gilt auch für Dienstleistungen rund um das Briefhüllen-Geschäft. Für den Blanke-Geschäftsführer steht daher fest: "Dieser Markt hat definitiv noch Potenzial."
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