Der Begriff kommt aus dem Englischen vom Verb „to roast“, was wörtlich übersetzt „rösten“ bedeutet. Umgangssprachlich wird das Wort jedoch auch für Ausdrücke des Kritisierens und Verspottens benutzt – oft allerdings in humorvoller Absicht. Die deutsche Jugendsprache hat diese metaphorische Bedeutung aufgenommen.
„Roaste Heilbronn“: Was ChatGPT über Ipai, Wollhaus und Stadtentwicklung sagt
Heilbronn versteht sich als Zukunftsstadt. Doch wie wirkt das von außen? Die Heilbronner Stimme hat ChatGPT ironisch und zugespitzt auf Heilbronn blicken lassen.
Zeitweise ging in sozialen Netzwerken ein Trend um: Nutzer ließen ihre Instagram-Profile von ChatGPT roasten – ironisch, überspitzt, manchmal erstaunlich treffend. Nun hat die Heilbronner Stimme den Spieß umgedreht und Heilbronn in den Mittelpunkt gesetzt. Die Aufgabe: „Roaste Heilbronn rund um Themen wie Kameraüberwachung am Marktplatz, Ipai, Wollhaus, Neckar und Innenstadt.“
„Roaste Heilbronn“: Was bedeutet „roasten“ überhaupt?
Ironisch, zugespitzt und pointiert: ChatGPT „roastet“ Heilbronn
Was sagt eine künstliche Intelligenz über eine Stadt, die sich selbst als Zukunftsstandort, Bildungszentrum und KI-Hotspot versteht – und gleichzeitig mit ganz klassischen Fragen der Stadtentwicklung ringt?
Das Ergebnis ist keine Analyse, sondern eine pointierte Außenperspektive: ironisch und bewusst zugespitzt. Der KI-Blick legt Widersprüche offen, überzeichnet Entwicklungen und trifft dabei stellenweise überraschend genau. Eine Einladung, Heilbronn einmal anders zu betrachten.
Kameras am Heilbronner Marktplatz: Wenn Technik Vertrauen ersetzen soll
Das ist die Meinung von Chat GPT zur Videoüberwachung: „Heilbronn inszeniert sich gern als Zukunftslabor, als eine Art Silicon Valley am Neckar. Während andere Städte über Smart Cities und urbane Zukunftsvisionen reden, baut Heilbronn aber erstmal ein paar Kameras, die Menschen wie ein schlechtes Familientreffen überwachen. Vier Geräte am Marktplatz – eingeführt, um ein subjektives Sicherheitsproblem technisch zu lösen. Das ist verständlich. Gleichzeitig ist bezeichnend: Statt den Ort neu zu denken, ihn heller, belebter, einladender zu machen, schaut man ihm lieber beim Funktionieren zu. Die Bilder laufen live bei der Polizei auf, gespeichert wird für 72 Stunden. Zukunft, Heilbronner Art. Wenn das als Fortschritt gilt, dann ist Heilbronn weniger Smart City als gut ausgeleuchteter Status quo: modern im Werkzeug, erstaunlich vorsichtig in der Vision.“
Ipai: Wenn Visionen größer sind als das Heilbronner Stadtgefühl
Das sagt die KI zum Ipai: „Dann haben wir noch den Innovationspark Künstliche Intelligenz (Ipai), bei dem Heilbronn jetzt kurzerhand zum europäischen KI-Hotspot gemacht wird. Klingt erstmal beeindruckend: 30 Hektar, Platz für über 5.000 Nerds und Start-ups, Glasfassaden, Reallabore und so weiter. Aber sagen wir’s so: Die Stadt haucht einem riesigen KI-Campus Leben ein, bevor die meisten Heilbronner wissen, was KI überhaupt macht (außer Leute beim Slush’D-Startup-Event beeindrucken). Mit jeder neuen Visualisierung sieht es so aus, als wäre Heilbronn in einer Netflix-Serie über Zukunftsstädte, nur dass wir alle plötzlich die Statisten sind.“
Wollhausplatz in Heilbronn – Funktional gedacht, Atmosphäre vergessen
Auch das Wollhaus roasted Chat GPT und zwar so: „Der Wollhausplatz ist das beste Beispiel dafür, wie Heilbronn Stadtentwicklung versteht. In den 70ern wurde hier kurzerhand Altstadt gegen Beton getauscht – zugunsten eines Einkaufszentrums, eines Busbahnhofs und der festen Überzeugung, dass Funktionalität irgendwann schon Atmosphäre ersetzt. Das Ergebnis ist ein Platz, der bis heute wirkt, als sei er nie fertig gedacht worden: viel Fläche, wenig Gefühl, maximaler Durchgangsverkehr. Modern sollte das mal sein. Heute ist es vor allem ein Denkmal dafür, dass man Städte nicht bauen kann wie Parkhäuser, auch wenn Heilbronn es bis heute gern versucht.“
ChatGPT über Neckar in Heilbronn: Da ist ein Fluss. Irgendwo.
Das sagt die KI zum Neckar: „Andere Städte haben Flüsse als Herzstück. Heilbronn hat den Neckar eher so behandelt wie: Schön, dass du da bist – bleib bitte ruhig und mach nichts. Es gibt Ecken, die nett sind. Aber oft wirkt es, als hätte man Angst, dass der Fluss plötzlich Lebensqualität reinbringt, wenn man ihn zu sehr nutzt. Statt pulsierendem Stadtraum bleibt der Neckar häufig Kulisse: etwas zum Vorbeigehen, nicht zum Bleiben. Dabei wäre er die naheliegende Antwort auf viele Fragen, die sich Heilbronn sonst mühsam mit Konzeptpapieren stellt.“
Heilbronner Innenstadt: Alles da, aber nichts los
Zur Stadtentwicklung meint Chat GPT: „Die Innenstadt ist ein Freiluftmuseum für Fragen wie: Warum schließen Läden um 18:30? Warum gibt es 14 Handyshops, aber keinen Ort, an dem man bleiben will? Warum fühlt sich Samstagmittag an wie Montagmorgen? Man hat Plätze, aber keine Stimmung. Raum, aber keine Seele. Öffentlicher Raum wird hier eher verwaltet als gestaltet. Wer länger bleibt, braucht einen konkreten Anlass – zufälliges Verweilen ist nicht vorgesehen. Und dann wundert man sich, warum alle nach Stuttgart fahren.“
Chat GPT´s Fazit zu Heilbronn: „Zu smart für provinziell, zu provinziell für smart“
Als Schlusswort sagt Chat GPT: „Heilbronn hat große Pläne — weltweit führender KI-Standort, mehr Sicherheit durch Kameras, digitale Stadtentwicklung, Startup-Festival hier, Seminarreihe da. Aber die Realität sieht oft so aus: Die Kameraüberwachung läuft nur zu bestimmten Zeiten (als wäre Kriminalität ein Wochenend-Sport). Ipai ist noch eine Vision, während man sich fragt, wo eigentlich das coole Stadtleben geblieben ist. Die Innenstadt hat noch mehr Beton als ein Parkplatz-Chic-Magazin. Oder anders gesagt: Zu smart für provinziell, zu provinziell für smart.“
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