Olympia der Maschinen: Heilbronn will Sportwettkämpfe für Roboter austragen
Menschenähnliche Maschinen sprinten über den Marktplatz, treten im Tischtennis gegeneinander an: Eine Initiative aus dem Gemeinderat will Heilbronn zum Schauplatz sportlicher Wettkämpfe für Roboter machen.
Roboter, die über die Laufbahn rennen, bei Ballsportarten aufs Tor stürmen oder sich in roboterspezifischen Wettbewerben messen: Ganz aktuell sind solche Sportspektakel humanoider Roboter, so heißen die Maschinen in Menschengestalt, Realität. Peking trägt seit heute die World Humanoid Robot Games. Roboter aus 16 Nationen nehmen teil. China unterstreicht damit zugleich seinen Anspruch, führend bei Robotertechnik und KI-Anwendungen zu sein.
Was das mit Heilbronn zu tun hat? Mit dem KI-Innovationspark Ipai will die Stadt in die Spitzengruppe der Standorte für angewandte Künstliche Intelligenz vorstoßen. Ein publikumsträchtiges Sportfest passt gut dazu, davon sind die Gemeinderatsfraktionen von CDU und SPD überzeugt. Sie haben jetzt eine gemeinsame Initiative vorgestellt, die Heilbronn zum Austragungsort solcher Wettkämpfe machen soll – Robochallenge Heilbronn ist der Arbeitstitel.

Roboter-Olympia in Heilbronn: Zuschauertribüne auf dem Marktplatz?
Man wolle die internationale Elite aus KI, Robotik und Wirtschaft zusammenbringen, umreißt Christoph Troßbach das ehrgeizige Ziel. „KI erweckt Roboter zum Leben“, sagt der CDU-Stadtrat, einer der Initiatoren, die schon 2026 die Roboter um die Häuser jagen wollen – zunächst im Rahmen eines Trainingscamps, eingebettet in das sehr erfolgreiche Heilbronner KI-Festival. 2027 wollen die Kommunalpolitiker dann eine Großveranstaltung mit Wettkämpfen der Humanoiden in die Stadt holen.
Für die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Tanja Sagasser-Beil ist auch der Bildungseffekt zentral: „Wir binden gezielt Schulen und Schülerinnen und Schüler ein, damit die Talente von morgen schon heute mit Robotik und KI in Berührung kommen.“

Bei Industrieunternehmen und Verwaltung haben die Initiatoren ihre Idee schon lanciert. Vorstellbar ist auch, so Troßbach, das geplante Roboter-Spektakel zeitlich an das Hochsprung-Meeting anzulehnen. Dann sind schon Tribünen auf dem Heilbronner Marktplatz aufgebaut, die einen großen Rahmen ermöglichen würden.
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