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Heilbronner Feuerwehr übt Eisrettung im Freibad Neckarhalde

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Das Sprungbecken im Heilbronner Freibad Neckarhalde ist mit einer zwei bis drei Zentimeter dicken Eisschicht bedeckt. Die Feuerwehr nutzt die Gelegenheit – und trainiert, wie man im Eis eingebrochene Menschen rettet.


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Die Feuerwehr Heilbronn hat bei dem winterlichen Wetter am Donnerstagmorgen eine Eisrettungsübung im Freibad Neckarhalde durchgeführt. Die zwei bis drei Zentimeter dicke Eisschicht im Sprungbecken und die Minustemperaturen entsprechen in etwa realen Bedingungen. „Wir müssen die Gelegenheit nutzen“, erklärt Marcel Frank, erster Hauptbrandmeister und Lehrtaucher.

Bei der Übung schlüpft einer der Feuerwehrleute in die Rolle des Unfallopfers, das im Eis einbricht – bei der Übung mit Schutzanzug. Der Retter legt einen wasserdichten Anzug an, die übrigen Feuerwehrleute bereiten ein Eisbrett für die Rettung vor und sichern dieses mit einer Leine.


Feuerwehr übt Eisrettung im Freibad Neckarhalde in Heilbronn

Dann geht es los. „Hilfe, ich spüre meine Arme nicht mehr“, schreit das Opfer bei der Übung, der Retter rutscht auf dem Eisbrett vor zur Einbruchstelle. Die Person wird auf das Brett gehievt, danach werden die beiden von ihren Kameraden per Leine ans sichere Ufer gezogen.

In der Realität ist das nicht einfach, erklärt Frank: Eine Person mit Winterkleidung kann gut und gerne 20 Kilogramm mehr als ihr Körpergewicht wiegen. Das Ganze wird mehrmals wiederholt, zum Schluss nur mit einer Rettungsschlinge, ohne Brett.

Ins Eis eingebrochen: Bei Rettung zählt jede Sekunde

Marcel Frank und Markus Wiedmann, Leiter Tauchwesen, sind zufrieden. „Die Übung ist gut gelaufen“, sagt Frank. Wenn jemand tatsächlich ohne Schutzkleidung im Eis einbricht, sei der Einsatz „extrem zeitkritisch“. Das Opfer kühlt sehr schnell aus, bereits nach zwei bis drei Minuten werden die Finger steif. „Das größte Problem ist, dass die Personen so kraftlos werden, dass sie zusammensacken.“

Geht die Person unter, muss sie durch einen Taucheinsatz gerettet werden. „Wir haben das Glück, dass in Heilbronn rund um die Uhr ein Tauchtrupp zur Verfügung steht“, sagt Wiedmann.

Feuerwehr Heilbronn rät, Eisflächen nicht zu betreten

Die Feuerwehrleute raten dringend davon ab, vereiste Seen und Gewässer zu betreten. Seitens der Behörden würden Eisflächen ohnehin nicht mehr freigegeben – in Heilbronn ist das Betreten aktuell verboten. Wenn noch Schnee auf dem Eis liegt, könne man die Tragfähigkeit als Laie nicht einschätzen. „Wer Schlittschuh laufen will, geht am besten in die Eishalle“, rät Frank.




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