Verkehrsversuch auf der Allee: Heilbronner SPD will eine Spur für Radfahrer
Die Heilbronner SPD-Fraktion fordert für die Allee: Eine Spur je Richtung für Auto- eine Spur für Radfahrer. Auch den Fahrrad-Engpass am Marrahaus-Engpass will die Fraktion lösen.
Mehr Platz für Fahrradfahrer, weniger für Autos: Das wünscht sich die Heilbronner SPD für die Allee und fordert einen entsprechenden Verkehrsversuch. Auch für das Radler-Nadelöhr am Neckar vor dem Marrahaus hat die Fraktion einen Vorschlag.
Versuch auf Heilbronner Allee: Weniger Spuren für Autos soll Verkehrsbelastung in der Innenstadt reduzieren
Vor fast einem Jahr hatte die SPD-Gemeinderatsfraktion einen Antrag eingebracht mit Vorschlägen, wie sie die Verkehrsbelastung in der Innenstadt reduzieren kann. Ein Bestandteil: Für die Allee sähe die Fraktion gerne einen dreimonatigen Versuch.
In dieser Zeit soll in jede Richtung je eine Spur für den Autoverkehr wegfallen und für Radfahrer reserviert werden. „Fast ein Jahr später haben wir von der Stadtverwaltung noch immer keine offizielle Antwort auf unseren Antrag erhalten“, kritisiert Fraktionsvorsitzender Rainer Hinderer jetzt gegenüber der Presse.
Das sei bedauerlich, denn die Verkehrsprobleme bestünden weiter. Eine spürbare Entlastung vom Durchgangsverkehr fordert auch Fraktionsvize Tanja Sagasser-Beil. „Wir wollen eine sicherere und attraktivere Allee für alle.“
Allee in Heilbronn: Verkehrsführung mit Konflikten
Die Allee hat derzeit zwei Fahrspuren in jede Richtung und breite Gehwege, die auch von Radlern oder Scooter-Fahrern genutzt werden. In der Praxis führt das immer wieder zu Konflikten.
„Sie müssen sich als Radfahrer irgendwie durchmogeln“, hatte Volker Geis vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Heilbronn schon vor Jahren gegenüber der Stimme moniert.
Im September 2024 hatte die SPD bereits einen Fünf-Punkte-Plan zur Verbesserung des Radverkehrs vorgebracht und war bei der Verwaltung auf Vorbehalte gestoßen. Es gebe derzeit keine personellen Kapazitäten, die Projekte ins Arbeitsprogramm aufzunehmen. Jetzt will die SPD einen neuen Anlauf nehmen und auch ein anderes Problem angehen, das zuletzt wieder für Aufsehen sorgte.

Fahrrad-Engstelle am Marrahaus in Heilbronn: Stadt will sich um Verbesserungen kümmern
An der Engstelle am Neckarufer vor dem Marrahaus kommt es immer wieder zu brenzligen Situation zwischen Radfahrern auf der einen sowie Mitarbeitern und Gästen der Gastrobetriebe auf der anderen Seite. Die Stadt bewertete die Situation zuletzt gegenüber der Stimme als „sensibel“, das registrierte Unfallgeschehen sei aber unauffällig.
Im April hatte man im Rahmen der Einweihung des verbreiterten Neckaruferwegs angekündigt, sich im nächsten Schritt um Verbesserungen rund um das Marrahaus kümmern zu wollen. Gemeint sind Verkehrskontrollen und Infokampagnen, man wolle sich aber auch über Alternativrouten Gedanken machen.
Heilbronner SPD-Fraktion mit Lösungsvorschlag für Fahrrad-Engstelle am Marrahaus
Auch hier macht die SPD einen Vorschlag, der schon häufiger Gegenstand der Diskussion war: Eine Umleitung des Verkehrs, der dann in nördlicher Richtung nach der Götzenturmbrücke rechts abbiegen und dann über Fischergasse und Kramstraße in die Gerberstraße münden soll.
Eine Alternative für Radfahrer gäbe es freilich bereits. Auf der gegenüberliegenden Neckarseite führt die Badstraße als Fahrradstraße entlang. Allerdings wechselt kaum ein Radler hier zweimal die Flussseite, um dann die Fahrt östlich des Neckar fortzusetzen.
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