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Stadt legt Abrechnung vor
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So teuer war der Käsritt 2025 für die Stadt Leingarten – Zukunft offen

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Der Käsritt 2025 bleibt für Leingarten ein kostenintensives Heimatfest. Hohe Ausgaben für Umzug, Technik und Sicherheit wurden im Haushaltsplan bereits berücksichtigt.


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„Sowas nenne ich Punktlandung“, kommentiert Leingartens Bürgermeister Ralf Steinbrenner die Endabrechnung für das viertägige Heimatfest Käsritt im September 2025.

Rund 208.000 Euro Defizit verzeichnet die Stadt. „Im Haushalt 2025 haben wir ein Minus von 200.000 Euro eingeplant“, so Steinbrenner. Tatsache, eine Punktlandung.

Heimatfest Käsritt kostet Leingarten mehr als je zuvor – Festumzug als Hauptposten

Die Ausgaben der Kommune belaufen sich auf rund 252.000 Euro, wie die Kämmerei in einer Gemeinderatsvorlage mitteilt. Etwa 19.000 Euro entfallen auf das Festprogramm: das Pre-Opening eine Woche zuvor, Musikgruppen im Festzelt wie die Partyband Sicherheitshalbe aus Massenbachhausen oder die Reiterquadrille bei bengalischem Feuer.


„Kostenschwerpunkt war allerdings der Festumzug“, sagt Steinbrenner. Rund 94.000 Euro wurden für Wagenbau, Kostüme und Leihfahrzeuge ausgegeben – der bislang teuerste Festumzug in der Geschichte des Käsritts. „Wir haben beim Festumzug über die Jahre einen gewissen Standard entwickelt, dessen Qualität wir liefern müssen. Da ist Einsparen keine Option“, erklärt Steinbrenner. Ein besonderes Lob sprach er erneut Hajo Baumgärtner aus, der Thema und Wagenbau konzipiert hatte.

Sicherheit und Umzug treiben die Kosten – Stadt Leingarten bleibt bei ihrer Linie

Weitere Ausgaben – knapp 135.000 Euro – betreffen Zeltaufbau, Werbung, Musiktechnik, Gema-Gebühren und mehr. Neu bei dieser Käsritt-Auflage: das Thema Sicherheit. „Vor 20 Jahren brauchten wir keine Securitys oder Terrorschutzmaßnahmen“, so der Bürgermeister. Etwa 17.000 Euro wurden dafür aufgewendet. „Dabei sind wir sehr kostenschonend vorgegangen“, erklärt Steinbrenner. „Statt wie Heilbronn beim Weihnachtsmarkt auf Terrorblocks zu setzen, haben wir Privatpersonen und Firmen angesprochen, die mit ihren Fahrzeugen die Straßen abgesperrt haben.“ Diese wurden mit einem Mittagessen entlohnt. „Günstiger ging es nicht“, so Steinbrenner.

Den Ausgaben stehen Einnahmen von rund 43.800 Euro gegenüber – bestehend aus Eintrittsgeldern, einer vierstelligen Spendensumme, Sponsorengeldern und dem Platzgeld des Festzelt-Caterers.

Gibt es einen Käsritt 2028 in Leingarten?

„Was man dazu sagen muss: Die Personalkosten sind in der Rechnung nicht enthalten“, ergänzt Steinbrenner. Darunter seien die Technischen Dienste (Bauhof, Hausmeister) sowie Arbeitsstunden der Verwaltung. Laut Kämmerei wurden rund 1.178 Stunden entlohnt.

Die Ausgaben seien angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen angemessen, ordnet Steinbrenner ein. „Wie es in drei Jahren aussieht, wissen wir nicht.“ Zum Vergleich: Beim Käsritt 2017 lag das Defizit bei rund 119.000 Euro. „Deshalb sprechen wir auch erst Anfang 2027 über einen möglichen Käsritt 2028“, so der Bürgermeister.

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