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Petition zum Erhalt der SLK-Klinik Löwenstein: Bereits mehr als 10.000 Unterschriften

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Das mögliche Aus der Klinik Löwenstein führt zu Verunsicherung und Ärger: Der Wegfall von Spezialversorgung an einem besonderen Standort und wirtschaftlichen Folgen für Arbeitnehmer sorgen für Kritik.

Die Standortverlegung der SLK-Klinik sorgt für Kritik: Arbeitsplätze könnten wegfallen, ebenso die Spezialversorgung an einem Standort mit Höhenluft.
Die Standortverlegung der SLK-Klinik sorgt für Kritik: Arbeitsplätze könnten wegfallen, ebenso die Spezialversorgung an einem Standort mit Höhenluft.  Foto: Ralf Seidel

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Die Diskussionen um ein mögliches Aus der SLK-Klinik am Standort Löwenstein reißen nicht ab. Am Montag, 27. April, wurde publik, dass Aufsichtsrat und Geschäftsführung die Angebote der Fachklinik für Lungenerkrankungen aus medizinischen, politischen und wirtschaftlichen Gründen auf andere Standorte in der Region verteilen wollen. Seitdem äußern Menschen aus der Region, Mitarbeiter und ehemalige Patienten ihre Bestürzung über die Pläne.

Mittlerweile haben sie sich auf der Plattform change.org für eine Petition zusammengetan, die den „Erhalt der Lungenfachklinik am Standort Löwenstein“ fordert: Bereits mehr als 10.000 verifizierte Unterschriften (Stand: 1. Mai, 16 Uhr) unterstützen die Forderung.

SLK-Klinik Löwenstein wäre vierte Krankhausschließung innerhalb weniger Jahre

Die Thematik ist komplex: Während die wirtschaftliche Entwicklung der Klinik den Jahresabschlüssen von 2023 und 2024 zufolge zwar keinen Überschuss zeigt, aber zumindest eine positive Tendenz, sprechen die Verantwortlichen von einem hohen Investitionsbedarf am Standort Löwenstein. Es wäre bereits das vierte SLK-Krankenhaus, das innerhalb von wenigen Jahren schließt. In Brackenheim, Künzelsau und Möckmühl waren es allgemeine Krankenhäuser, die Gründe unterscheiden sich, einer ist aber allen gemeinsam: ein zu hoher Investitions- oder Sanierungsbedarf.

Zentrale Punkte der Petition: Spezialversorgung und Wegfall von Arbeitsplätzen

Und so fokussiert sich die Petition auf zwei Punkte, den Status als Fachklinik und den Verlust der Arbeitsplätze: In der Einrichtung gebe es „hochspezialisierte Behandlungen und Pflege für Menschen, die auf diese spezielle Versorgung angewiesen sind“, schreiben die Verfasser. Im Falle einer Standortverlegung – noch müssen die Stadt Heilbronn und der Landkreis als Träger zustimmen – würden „Patientensicherheit und die Spezialversorgung“ gefährdet.

Weiterhin würden durch einen möglichen Wegfall von Arbeitsplätzen Familien gefährdet, führen die Verfasser aus: Die SLK-Klinik biete „vielen Menschen in unserer Region eine verlässliche Anstellung, sowie familiäre Arbeitszeiten.“ Eine Standortverlegung „könnte Dutzende von Arbeitsplätzen gefährden und somit die wirtschaftliche Stabilität vieler Familien.“

Thorakale Onkologie und Thoraxchirurgie sollen den Plänen zufolge am Gesundbrunnen in Heilbronn angesiedelt werden, Pneumologie und Schmerzmedizin im Klinikum am Plattenwald in Bad Friedrichshall. Anästhesie und Radiologie werden jeweils in beide Standorte verlagert. Während das Schlaflabor aus Löwenstein an den Plattenwald verlegt werden soll, sind gleichzeitig in der HNO-Klinik am Gesundbrunnen Betten dafür geplant.

Mit der Beibehaltung des aktuellen Standorts schütze man „die Gesundheit und das Wohlbefinden“ der Gemeinschaft, argumentieren die Verfasser der Petition.

Forderung zum Erhalt des Standorts Löwenstein greift Stimmung unter den Menschen auf

Sie folgen damit den Stimmen unter den Menschen vor Ort und scheinen deren Verunsicherung aufzugreifen. Die sprachen von einem „Verlust“ und lobten die Atmosphäre, verwiesen darauf, dass Menschen zur Behandlung von weit her kämen, und auch darauf, dass durch einen möglichen Wegfall der Arbeitsplätze Familien gefährdet würden.

So lautet auch der Tenor der Kommentare unter der Petition: „Ohne die Behandlung, die ich dort bekommen habe, wäre ich nun nicht mehr am Leben“, heißt es dort. Dabei spiele auch der Standort eine Rolle durch seine „Höhe mit der nachgewiesenermaßen besonders guten und heilsamen Luft des Schwäbisch-Fränkischen Waldes“. Die Fachklinik sei nicht nur ein kompetenter Partner im medizinischen Bereich, sondern „vor allem ein bedeutender großer Arbeitgeber“.

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