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Ab 1. Mai

Breitenauer See vor Saisonstart 2026: So laufen die Vorbereitungen

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Ab 1. Mai beginnt die Hauptsaison am Naherholungsort Breitenauer See auf Gemarkung Obersulm und Löwenstein. Für den mit fünf Sternen ausgezeichneten Campingpark geht man 2026 von der „wahrscheinlich besten Saison“ aus. 


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An einem sommerlichen Apriltag brummt der Kiosk am Breitenauer See – bei schönem Wetter wird hier auch außerhalb der Saison bewirtet. Denn nicht erst im Sommer ist das Badegewässer bei Obersulm und Löwenstein (Landkreis Heilbronn) ein Ausflugsziel für Spaziergänger, Radfahrer, Hundebesitzer, Wassersportler sowie Kalt- oder Eisbader. Im Naherholungsgebiet herrscht zu jeder Jahreszeit Betrieb. Außerhalb der Hauptsaison locken etwa die Seeweihnacht, der Lauf um den Breitenauer See oder im Frühjahr das Weindorf „Wein am See“ in die Idylle auf den Gemarkungen von Obersulm und Löwenstein. Am 1. Mai ist Saisonstart, zur Hauptzeit im Sommer rechnet der Zweckverband wieder mit tausenden Besuchern. Davor muss alles vorbereitet sein.

Naherholungsgebiet Breitenauer See: Betrieb läuft ganzjährig

Ganzjährig kümmert sich deshalb auch das Betriebshofteam unter der Leitung von Jonas von Hanxleden um die Pflege des Gebiets. Die Parkplätze müssen instand gehalten, die Liegewiese gepflegt, der Müll entsorgt und die Toiletten gereinigt werden. Jedes Jahr wird zudem Sand aus dem See aufgebaggert und der Badestrand aufgeschüttet. Beim Bootsverleih, den die Familie Neumann betreibt, achtet der Betriebshof darauf, dass der Bestand der Flotte erneuert oder repariert wird. Auch mit den Lebensrettern der DLRG-Aufsicht habe es bereits eine Besprechung über die Einsatzpläne gegeben; so gut wie alle Schichten seien besetzt. „Die Vorbereitung läuft“, sagt Obersulms Bürgermeister Björn Steinbach.


Probleme, die in Naherholungsgebieten auftreten können – liegengelassener Müll, invasive Tierarten oder allgemeine Badeverbote – sind laut dem Bürgermeister kein Thema. Lediglich die Population von Nilgänsen und Nutrias werde weiter beobachtet. Bezüglich Vergrämung oder Bejagung stehe man in Absprache mit dem Landratsamt und dem Fischereiverein, so Steinbach.

Parksystem am Breitenauer See wurde 2025 umgestellt

Was beschäftigt den Naherholungszweckverband also in der kommenden Saison? Nach wie vor ist es die Thematik rund um das Parken. Lange regelten Security-Kräfte das Geschehen auf den Parkplätzen, Autos wurden am Eingang abkassiert. An heißen Sommerwochenenden konnte es bei großem Andrang schon einmal chaotisch werden. „Das war zu kompliziert“, sagt Björn Steinbach rückblickend.

Seit einem Jahr gilt nun ein neues, kamerabasiertes Kennzeichenerfassungssystem. „Wir gehen dementsprechend entspannt in die Saison“, sagt Steinbach. Das einst unübersichtliche Online-Ticketsystem wurde im Mai 2025 auf ticketloses Parken umgestellt. Besucher können nun einfach auf P1 und P2 durchfahren, sofern genügend Parkplätze frei sind. Andernfalls schließen die Schranken. Bei der Einfahrt werden die Kennzeichen automatisch erfasst; bezahlt wird an Kassenautomaten, an der Ausfahrtssäule oder online per QR-Code oder App. Alternativ kann auch bis zu 48 Stunden später bezahlt werden.

Alles ist vorbereitet: Am 1. Mai startet die Hauptsaison am Breitenauer See. Der Betriebshof ist das ganze Jahr über im Naherholungsgebiet eingebunden.
Alles ist vorbereitet: Am 1. Mai startet die Hauptsaison am Breitenauer See. Der Betriebshof ist das ganze Jahr über im Naherholungsgebiet eingebunden.  Foto: Christiana Kunz

Mit dem neuen System verzichtet der Naherholungszweckverband auch auf den Eintritt zum Breitenauer See; stattdessen ist die Nutzung der Parkplätze das ganze Jahr über kostenpflichtig. Vom 1. Mai bis 30. September kostet das Parken werktags von 7 bis 9 Uhr sowie von 18 bis 22 Uhr einen Euro pro Stunde (an Wochenenden und Feiertagen 1,50 Euro), zwischen 9 und 18 Uhr 1,50 Euro pro Stunde (zwei Euro). Ein Tagesticket für den Breitenauer See kostet in dieser Saison sieben (neun) Euro. Die Plätze können online auch vorab reserviert werden. Ein Ampelsystem auf der Webseite zeigt die aktuelle Auslastung an.

Das neue Parksystem am Breitenauer See zahlt sich aus

Die Einführung der automatischen Kennzeichenerfassung hat sich nach Ansicht von Bürgermeister Steinbach mehr als bewährt. Auch in der Bevölkerung finde sie große Akzeptanz. Laut einer Auswertung kämen 96 Prozent der Besucher mit dem System sehr gut zurecht. Bei Bezahlproblemen oder Unsicherheiten habe man Kulanz walten lassen und stets Lösungen gefunden. Für Frühschwimmer und Jogger, die zu Randzeiten kommen, wurde im Nachgang noch eine Dauerkarte eingeführt.

„Wir haben personell deutlich einsparen können, rund 50.000 Euro für das Sicherheitspersonal“, so Steinbach. Das System sei nun ein Jahr lang erprobt worden und habe technisch einwandfrei funktioniert. Es soll auch am Campingpark eingeführt werden, der sich laut Dirk Mosthaf, der die Geschäfte des Naherholungszweckverbands und des Tourismusvereins führt, hervorragend entwickelt: Der Park wurde wieder vom Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland mit fünf Sternen ausgezeichnet. Zuletzt seien 2025 über 100.000 Übernachtungen registriert worden – und schon jetzt legen die Buchungen zu. „Die Saison 2026 wird wahrscheinlich die beste, die wir je hatten.“

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