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Ausweitung der Impfberechtigung: "Noch viele Unklarheiten für uns Zahnärzte"

  
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Die Bundesregierung plant, die Impfberechtigung auszuweiten - künftig sollen auch Apotheker, Tierärzte und Zahnärzte mit impfen können. Das Vorhaben ist noch mit Unklarheiten verbunden.

Die Bundesregierung plant, die Impfberechtigung auszuweiten - künftig sollen auch Apotheker, Tierärzte und Zahnärzte mit impfen können. Das Impfen an sich sei kein Problem, sagt der Heilbronner Zahnärztesprecher Bernd Krämer. Was Logistik und andere Rahmenbedingungen angeht, hat er Zweifel.

Haben Sie eine Übersicht darüber, wie viele Zahnärzte aus der Region bereit sind, sich an der Impfkampagne zu beteiligen?

Bernd Krämer: Wir haben das zu einem früheren Zeitpunkt schon einmal abgefragt. Damals haben viele ihre grundsätzliche Bereitschaft erklärt. Aber es gibt eben noch eine ganze Reihe von Unklarheiten.


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Welche sind das?

Krämer: Ich wünsche mir zunächst, dass die gesetzliche Regelung so klar und eindeutig formuliert ist, dass man nicht wieder zurückrudern muss, wie es ja schon häufig in dieser Pandemie der Fall war. Dann muss geklärt sein, ob unsere Berufshaftpflicht das Thema abdeckt. Und es geht um die Logistik: die Bestellung von Impfstoff, die ganzen zum Impfen notwendigen Vorhaltungen, den Prozess der Impfaufklärung, gerade bei Erstimpfungen. Wir Zahnärzte haben damit noch keine Erfahrung sammeln können.


Welche Art von Beteiligung erscheint Ihnen am besten umsetzbar?

Krämer: Ein Einsatz von uns Zahnärzten in Einrichtungen wie dem Impfbus wäre sicherlich am einfachsten und schnellsten realisierbar. Was das Impfen in Praxen angeht, habe ich nicht so viel Hoffnung, dass das schnell und unbürokratisch gelöst werden kann.

Zur Person: Dr. Bernd Krämer (65) ist niedergelassener Zahnarzt in Heilbronn und Kreisvorsitzender der Berufsgruppe.

 

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