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Management und Technik im Fokus: DHBW CAS bietet neues Master-Programm an

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Die Themen-Mischung kommt bei den ersten Studierenden an: Das steckt hinter dem Executive Engineering, den es auf dem Bildungscampus gibt.

Der Bildungscampus in Heilbronn.
Der Bildungscampus in Heilbronn.  Foto: Foto: Archiv/Mugler

Die kleine Gruppe der Studierenden betritt am DHBW CAS in Heilbronn Neuland: Sie sind die ersten Teilnehmer des berufsintegrierenden Masterprogramms Executive Engineering. Ziel ist es aus Sicht der Verantwortlichen des Studiums, Fachkräfte von Technologieunternehmen fit für die Führung zu machen. Dass sich das Studium von klassischen MBA-Angeboten unterscheidet, kommt bei den Teilnehmern an.

Max Trost hat im Bachelor Elektrotechnik studiert und strebt nun einen weiteren Abschluss an. Einen sogenannten Master of Business Administration (MBA) zu besuchen, kam für ihn nicht infrage. Das enthält ihm zu viel Betriebswirtschaftslehre. Zum Heilbronner Executive Engineering gehören spezielle Fortbildungen mit Business Coaches. Führungskräfte schauen ebenfalls vorbei, um über ihre Erfahrungen zu reden. Beispielsweise haben Audi- und Siemens-Vertreter ihr Kommen zugesagt. Max Trost will von solchen Inhalten profitieren, „soft skills“ lernen – also auch mehr dieser sogenannten weichen Fertigkeiten mitnehmen. Die speziellen Fähigkeiten, um als Führungskraft tätig zu sein, gebe es nicht: Max Trost setzt deshalb darauf, weitere Methoden und Werkzeuge zu lernen, um sie später gegebenenfalls einzusetzen.

 


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Master-Programm Executive Engineering: Es geht hier gleichermaßen um Management und Technik

Genau das ist Johanna Kaindl wichtig, die als Studentin vom Master-Programm viele Impulse mitnehmen will. Was sie davon einsetzen wird, kann sie jetzt nicht abschätzen. Aber die Möglichkeiten allein sind ihr schon wichtig: „Mein Werkzeugkasten wird größer.“ Beim Masterprogramm in Heilbronn spricht sie an, wie Management und Technik gleichermaßen im Fokus stehen. Dem gegenüber enthalte ein MBA-Programm zu viel Wirtschaft, ein Maschinenbau-Programm zu viel Technik, betont sie.

„Führung kann man schwer im Studium lernen“, sagt Thilo Gamber, Professor für Wirtschaftsingenieurwesen und wissenschaftlicher Leiter des Studiengangs. Oft lerne man dies nur in der Praxis oder in Großkonzernen, die sich über ihre zukünftigen Entscheider Gedanken machen könnten. „Diese Lücke wollen wir schließen“, betont er. Die Lerninhalte zu Management und Technik stehen gleichberechtigt nebeneinander, bei Technik liegt der Fokus auf Zukunftstechnologien. „Technologiebetriebe müssen von Menschen geführt werden, die wissen, wohin sich die Branche entwickelt, welche Technologien in Zukunft führend werden und wie sich benachbarte Fachdisziplinen entwickeln“, so Thilo Gamber.

 


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Die Unternehmen bilden Mitarbeiter zu Führungskräften aus

Mit ihm leitet Florian Schleidgen den Studiengang. Aus unternehmerischer Sicht bietet das Programm unter anderem deshalb einen Mehrwert, weil er Talente entwickelt, die schon in der Firma seien. Deshalb sei vor allem auch die Persönlichkeitsentwicklung Teil der Kurse. Denn: Als Führungskraft brauche man später gerade den Mut, eine Entscheidung zu treffen. Letztendlich sei das mit einer der entscheidendsten Faktoren eines erfolgreichen Unternehmens. „Mit Coaching und Mentoring wollen wir die Studenten hierin bestärken.“

Dass der erste Jahrgang überschaubar ist, begrüßt Master-Student Jan Goldhammer: Die individuelle Betreuung sei sehr hoch. Johanna Kaindl sieht das genauso, der Austausch selbst in der Gruppe sei intensiv. „Ich kann viel mitnehmen.“ Von diesen Gesprächen können die Teilnehmer später profitieren. Das Netzwerk könne man langfristig nutzen, ist Lars Michael überzeugt. Ob es später zur Führung kommt? „Der Grundstein ist gelegt, um für einen Karriereschritt vorbereitet zu sein“, sagt Felix Peter.

 


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