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Abgesagte Impftermine im KIZ Heilbronn-Horkheim werden nun doch umgebucht

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Impfwillige, deren Termine nach dem Astrazeneca-Impfstopp für das KIZ in Heilbronn-Horkheim abgesagt wurden, erhalten nun doch automatisch einen Ersatztermin. An anderen Impfzentren ist das Vorgehen ein anderes.

Alle Termine im Kreisimpfzentrum Heilbronn-Horkheim (KIZ), die aufgrund des Stopps für den Impfstoff Astrazeneca in dieser Woche und am Montag, 22. März, abgesagt wurden, werden nun doch automatisch umgebucht. Das teilte die Stadt Heilbronn am Donnerstagmorgen mit. 


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Das KIZ Heilbronn wird demnach alle 1595 Betroffenen per E-Mail oder telefonisch über ihren neuen Termin informieren. Aus organisatorischen Gründen ist eine Terminauswahl leider nicht möglich. Die Impfungen erfolgen mit dem Impfstoff von Biontech.

Möglich ist dies nach Angaben der Stadt, da die im Kreisimpfzentrum angelegte Biontech-Reserve nun doch eingesetzt werden kann. So kann das KIZ nun allen Betroffenen einen neuen Termin anbieten - und nicht nur wie zunächst vorgesehen allen Personen ab 80 Jahren, die für das Kreisimpfzentrum Heilbronn-Horkheim auf der Warteliste des Callcenters des Landes stehen. Sie erhalten bis spätestens Ende April einen Termin für eine Impfung mit Biontech. 

Andere Impfzentren in Baden-Württemberg hatten direkt nach Verkündung des Astrazeneca-Impfstopps vermeldet, dass sie auf einen Ersatzimpfstoff zurückgreifen. So waren zum Beispiel am Öhringer KIZ keine Terminabsagen nötig: Die 1100 Menschen, die Astrazeneca bekommen hätten, können auch in Öhringen nun mit Biontech geimpft werden. Von der Stadt Heilbronn hatte es zunächst geheißen, dass Betroffene einen neuen Termin buchen müssen. Dies ist nun hinfällig.

Dass die Impfzentren in Baden-Württemberg unterschiedlich mit der Vergabe neuer Termine umgehen, dürfte mit der Menge an zu organisierenden Ersatzterminen und mit der Menge an zurückgehaltener Impfstoff-Reserve zusammenhängen. 


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Im KIZ Ilsfeld-Auenstein bleibt es aktuell beim am vergangenen Dienstag verkündeten Prozedere. Demnach sollten sich Menschen über 80 an die Hotline des Landkreises unter 07131/994-5012 wenden, um auf eine Warteliste zu kommen. "Sobald diese Warteliste abgearbeitet ist, kommen alle anderen Personen zum Zug, die einen Termin mit Astrazeneca gebucht hatten und nun von einer Terminabsage betroffen sind", heißt es.

Pressesprecher Manfred Körner ergänzt auf Stimme-Nachfrage: "Auch wir bemühen uns, Termine umzubuchen und zwischendurch entstehende Lücken aufzufüllen. Für einen Teil wird uns das gelingen." Wegen der vergleichsweise höheren Anzahl an gebuchten Terminen sei dies allerdings schwieriger als an anderen Impfzentren. 

Zentrale Terminvergabe aktuell landesweit ausgesetzt

Wegen der Terminverschiebungen und des weiteren knappen Impfstoffs vergibt das Land Baden-Württemberg per Hotline und im Netz aktuell keine Impftermine. Zunächst müsse darüber Klarheit herrschen, ob der Astrazeneca-Impfstopp aufgehoben wird. Der Gebrauch des Astrazeneca-Impfstoffs war in Deutschland und weiteren Ländern nach vereinzelten Thrombosefällen nach Impfungen ausgesetzt worden.

 

 

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