Stimme+
Verdächtiger aus Bad Friedrichshall
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Mordpläne via Chatnachricht? Belastendes Material beim Islamisten-Prozess in Heilbronn

  
Erfolgreich kopiert!

Im Prozess gegen einen mutmaßlichen Islamisten ging es am Dienstag weiter. Chatnachrichten offenbaren Mordpläne auf eine jüdische Einrichtung. 


Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Im Prozess gegen einen 25-jährigen Mann aus Bad Friedrichshall, der sich aktuell unter anderem wegen versuchten Totschlags vor dem Landgericht Heilbronn verantworten muss, standen am Dienstagvormittag hauptsächlich Chatverläufe im Mittelpunkt.

Diese wurden nach einer eskalierten Hausdurchsuchung im Mai 2024 sichergestellt, bei der der Angeklagte ein Messer auf einen Polizisten geworfen haben soll. Der Beamte schoss anschließend auf den Angreifer und setzte ihn so außer Gefecht. 

Islamisten-Prozess in Heilbronn: Mutmaßlicher Plan – Polizisten überwältigen und sich deren Maschinengewehre aneignen 

Aus den Chatnachrichten, die der Vorsitzende Richter Martin Liebisch im Gerichtssaal verlas, geht hervor, dass der Angeklagte zusammen mit einem weiteren mutmaßlichen Islamisten einen Anschlag auf eine Synagoge in Heidelberg oder eine jüdische Einrichtung in Frankfurt am Main plante. Ein Dritter sollte ein Bekennervideo veröffentlichen.


Mehr zum Thema

Stimme+
Attentat auf Olaf Scholz geplant
Hinzugefügt. Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Das hat es mit den Islamisten-Prozessen in Heilbronn auf sich


Die Männer informierten sich offenbar über YouTube-Videos über eine jüdischen Einrichtung, die von Polizisten mit Maschinengewehren bewacht werde. Ziel sei es gewesen, sie zu überwältigen und sich deren Waffen anzueignen. Zudem tauchten in den Chats Formulierungen wie „ein oder zwei zu t“ auf, wobei „t“ laut Richter Liebisch höchstwahrscheinlich für „töten“ stehen könnte.

Arbeiter verlegten Glasfaser, als Messerwerfer auf Polizisten losging 

Im Zeugenstand sagte außerdem eine Polizeikommissarin aus, die unter anderem drei rumänische Arbeiter vernommen hatte. Diese waren am Tag der Hausdurchsuchung mit Glasfaserarbeiten beschäftigt, als sie Schreie und Schüsse hörten.

Der Hauptangeklagte aus Bad Friedrichshall muss sich derzeit in zwei Parallelverfahren verantworten. Zum einen wird ihm versuchter Totschlag vorgeworfen, als er bei besagter Hausdurchsuchung mit mehreren Küchenmessern bewaffnet aus einem Fenster geflohen und anschließend auf einen Polizisten losgegangen sein soll. Zum anderen steht der Verdacht eines geplanten Anschlags auf eine Synagoge im Raum.

Die Verhandlung wegen des versuchten Totschlags wird am 27. Januar um 9 Uhr fortgesetzt.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben