Tonnentausch im Raum Heilbronn – Stadt und Landkreis ziehen Bilanz
Die Verteilung der neuen Mülltonnen im Stadt- und Landkreis Heilbronn ist abgeschlossen. Nun ist auch das Einsammeln der alten Mülleimer nahezu vorbei. Was passiert damit?
Nach dem ersten Quartal ziehen Stadt- und Landkreis Heilbronn eine Bilanz zum Tonnentausch und der Systemumstellung beim Müll. Das neue leerungsbezogene Sammelsystem erfordert eine Bechippung der Mülltonnen. Dazu mussten 350.000 neue Behälter im Landkreis und noch einmal 70.000 Tonnen in der Stadt Heilbronn ausgeliefert werden.
Wie ist der Tonnentausch in Stadt und Landkreis Heilbronn gelaufen?
„Die Verteilung der im letzten Jahr bestellten Restmüllbehälter und Biotonnen ist abgeschlossen“, heißt es aus dem Heilbronner Rathaus. Aktuell werden Tauschaufträge für Abfallbehälter und aktuelle Bestellungen bearbeitet.
Die Rückholung der Altbehälter „verläuft planmäßig und wird bis Ende März abgeschlossen sein“. Bislang konnten rund 60.000 Altbehälter eingesammelt werden.

Auch im Landkreis Heilbronn sind mittlerweile die meisten Behälter ausgeliefert und die alten wieder eingesammelt. Die Verteilung der Gelben Tonnen sei ebenfalls weit fortgeschritten, teilt das zuständige Unternehmen Prezero mit. „Wir haben bereits 90.000 Gefäße erfolgreich zugestellt.“ Aktuell werden noch Nach- und Umbestellungen durchgeführt.
Was passiert mit den alten Mülleimern?
Die alten Behälter, die auch im Landkreis nach und nach eingesammelt werden, kommen entweder in die Wiederverwendung oder werden recycelt. Gut erhaltene und intakte Behälter werden gereinigt, eingelagert und bei Bedarf als Ersatzgefäße wieder in den Kreislauf gegeben. Beschädigte oder veraltete Tonnen werden fachgerecht aufbereitet. „Sie dienen als wertvoller Sekundärrohstoff für die Herstellung neuer Kunststoffprodukte, wodurch wir aktiv zur Ressourcenschonung beitragen“, so die Auskunft von Prezero. Das Kunststoffgranulat wird überwiegend für die Produktion von neuen Abfallbehältern eingesetzt.
Haben sich die neuen Touren mittlerweile eingependelt?
„Die Abfuhr von Restmüll und Bioabfall in der Stadt Heilbronn verläuft nach anfänglichen Problemen inzwischen weitgehend störungsfrei“, teilt das Rathaus mit. „Erfahrungsgemäß benötigen neue Logistikkonzepte eine gewisse Einspielzeit“, beurteilt Pressesprecher Boris Ziegler von Prezero die Umstellung im Landkreis. „In den ersten zwei Monaten machen sich unsere Sammelteams intensiv mit ihren neuen Revieren und den örtlichen Gegebenheiten vertraut.“
Besonderheiten wie die Stichstraßen in Weinsberg oder die Aussiedlerhöfe in Bad Wimpfen waren Beispiele, dass sich die Touren erst einspielen mussten.
Seit März sei man nun in einer zweiten Phase unterwegs, dabei gehe es um die Feinjustierung: „Die Touren werden auf Basis der ersten Erfahrungswerte optimiert.“ Zudem passe man sich an das „Bürgerverhalten“ an: „Wir reagieren damit auch auf ein verändertes Entsorgungsverhalten – beispielsweise, wenn Bioabfälle nun konsequenter über die Biotonne statt über den Restmüll entsorgt werden.“
Wie gehen die Entsorger mit Beschwerden um?
Zu Beginn der Systemumstellung holperte es gewaltig: Immer wieder gab es Beschwerden über nicht oder falsch gelieferte Tonnen und nicht geleerte Eimer. Die Service-Hotline war zeitweise überlastet. „Wir wissen, dass die Erreichbarkeit unserer Hotlines in den vergangenen, sehr arbeitsintensiven Monaten eine Herausforderung darstellte“, gibt Boris Ziegler zu. Inzwischen habe hier eine spürbare Entspannung eingesetzt, da der Großteil der Haushalte bereits ausgestattet ist.
Sollte es in Spitzenzeiten dennoch zu längeren Wartezeiten kommen, empfehlen Stadt und Landkreis Randzeiten am Vormittag zu nutzen oder eine E-Mail zu schreiben.
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