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Fünf Orte im Landkreis Heilbronn und in Hohenlohe vor wichtigen Entscheidungen

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Landtagswahl und Bürgermeisterwahl: So bereiten sich Zweiflingen, Untergruppenbach, Pfedelbach, Leingarten und Jagsthausen auf den Sonntag vor.


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In fünf Gemeinden der Region stehen am Sonntag gleich zwei Wahlen an: Leingarten, Jagsthausen, Pfedelbach, Untergruppenbach und Zweiflingen entscheiden über die Zusammensetzung des Landtags und darüber, wer Bürgermeister wird.

Doppelwahl in fünf Gemeinden der Region: Landtagswahl und Bürgermeisterwahl am Sonntag

Für die Stadt Leingarten war die Zusammenlegung beider Wahlen auch eine finanzielle Entscheidung. 20 .000 Euro spare man dadurch, sagt Thomas Landesvatter, der stellvertretende Bürgermeister und Vorsitzender des Wahlausschusses. Organisatorisch war es die praktischere Lösung. Ansonsten hätte man spätestens im April erneut denselben Aufwand für die Bürgermeisterwahl betreiben müssen.

Leingarten: 98 Wahlhelfer zählen Stimmen – klare Regeln für Reihenfolge der Auszählung

Trotzdem ist es eine logistische Herausforderung, zwei Wahlen an einem Tag zu stemmen. Nach Angaben von Hauptamtsleiter Philipp Burzynski sind 98 Wahlhelfer im Einsatz. Diese zählen zunächst die Stimmen der Landtagswahl aus, anschließend folgt die Bürgermeisterwahl. „Für die Reihenfolge der Auszählung gibt es gesetzliche Vorgaben“, bestätigt Burzynski. Spätestens um 20 Uhr sollen alle Ergebnisse vorliegen. 

Damit es bei Wählern nicht zu Verwechslungen kommt, unterscheiden sich die Stimmzettel nach Farbe. Es gebe getrennte Wahlurnen, die entsprechend beschriftet seien, erklärt der Hauptamtsleiter. Die Wahlberechtigten erhalten im Wahllokal die jeweiligen Stimmzettel. Vor dem Einwurf wird das Wahlrecht anhand des Wählerverzeichnisses kontrolliert. „Der Wahlvorsteher ist dafür verantwortlich, dass die Stimmzettel danach in die richtige Urne geworfen werden.“

Insgesamt sind in Leingarten acht Wahllokale geöffnet – eine ausreichende Zahl, findet Burzynski. „Wir rechnen nicht mit Wartezeiten“, sagt er. Über die Homepage der Stadt und eine Präsentation im Sitzungssaal können die Bürger die Ergebnisse verfolgen. Sobald alle Stimmen der Bürgermeisterwahl ausgezählt sind, wird Thomas Landesvatter das Ergebnis verkünden.

Zweiflingen: Gemiende wählt nach 24 Jahren eine neue Bürgermeisterin 

In Zweiflingen wird nach 24 Jahren eine neue Rathauschefin gewählt. Zwei Frauen haben sich beworben. „Das interessiert die Leute mehr als die Landtagswahl“, sagt die Zweiflinger Kämmerin Margit Neubauer lachend. Und damit die Bürger nicht zu lange warten müssen, habe man eine Menge Freiwillige aktiviert. Es wird parallel ausgezählt, verkündet wird erst das Ergebnis der Landtagswahl, wie es vom Gesetzgeber vorgegeben ist. 20 Helfer sind insgesamt im Einsatz.

Zweiflingen hat seit einigen Jahren nur ein Wahllokal. In den Teilorten waren es teilweise zu wenig Wähler. 50 müssen es laut Gesetz sein, damit man nicht nachverfolgen könne, wer wo sein Kreuzchen gesetzt hat. Dass es nur ein Wahllokal gebe, „hat sich gut eingespielt“, ergänzt die Kämmerin. „Die, die Schwierigkeiten haben, wählen eben per Briefwahl.“ Damit sich der Gang zur Urne lohnt, laden die Landfrauen zum Wahlcafé in die Sport- und Gemeindehalle ein. 

Pfedelbach richtet zusätzliche Briefwahlvorstände ein und organisiert neun Wahllokale

Auch in Pfedelbach wird es nach 24 Jahren einen Wechsel an der Rathausspitze geben. Getreu dem Motto „Alles nach der Reihe“ werden die Wahlen nicht parallel, sondern nacheinander ausgezählt. Deutlich mehr Helfer braucht es also nicht. Neu ist ein weiterer Briefwahlvorstand. Die Briefwahlunterlagen werden erstmalig auf zwei Briefwahlvorstände aufgeteilt.

Vier Wahllokale befinden sich im Kernort, fünf in den Teilorten: In den Wahllokalen sind sowohl Gemeindebedienstete als auch  Bürger der Gemeinde tätig. Problem, Helfer zu finden, hatte Pfedelbach nicht. Ronja Müller vom Hauptamt sagt: „Es erreichen uns auch immer wieder Anfragen von interessierten Bürgern, die uns gern bei den Wahlen als Wahlhelfer unterstützen möchten.“

Untergruppenbach: Mehr Wahlberechtigte bei Bürgermeister- als bei Landtagswahl

In Untergruppenbach sind bei der Bürgermeisterwahl an diesem Sonntag 6665 Personen wahlberechtigt, bei der Landtagswahl sind es 6373 Wahlberechtigte – aber warum ist die Anzahl für die Bürgermeisterwahl höher, wenn inzwischen bei beiden Wahlen ab 16 Jahren gewählt werden kann? Hauptamtsleiter Lukas Wolf erklärt auf Nachfrage: „Für die Landtagwahl sind nur Deutsche im Sinne des Artikels 116 Abs. 1 Grundgesetz wahlberechtigt.“ Für die Bürgermeisterwahl seien das zusätzlich auch Bürgerinnen und Bürger, die die Staatsangehörigkeit eines anderen EU-Mitgliedstaates besitzen. 

Jagsthausen sucht Nachfolger für Bürgermeister Roland Halter – fünf Kandidaten treten an

In Jagsthausen entscheiden die Wählerinnen und Wähler am Sonntag über die Nachfolge des langjährigen Bürgermeisters Roland Halter. Zur Wahl stehen dort insgesamt fünf Kandidaten: David Janz, Jonas Egner, Dirk Hansen, Marlon Schnur und Tanino Bellanca. Wie in anderen Kommunen auch, werden in Jagsthausen zuerst die Stimmzettel der Landtagswahl ausgezählt, im Anschluss folgen die der Bürgermeisterwahl. Den Wahlhelfern in den beiden Wahllokalen im Jagsthäuser Rathaus sowie im Bürgerhaus Olnhausen steht also ein langer Abend bevor.

Zusätzlich konnten auch dort im Vorfeld Unterlagen für die Briefwahl angefordert werden. Diese werden gesondert gesammelt und extra ausgezählt. Wenn keiner der Kandidaten am 8. März mindestens 50 Prozent der Stimmen erreicht, ist für Sonntag, 29. März, eine Stichwahl mit den zwei stärksten Kandidaten angesetzt. 

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