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Bürgermeisterwahl Jagsthausen: Kandidaten mit unterschiedlichen Ideen

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Die fünf Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Jagsthausen am 8. März stehen beim Stimme-Forum Rede und Antwort. Dabei zeigen sich Unterschiede bei den Bewerbern. 


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Keine Kommune im Landkreis Heilbronn oder Hohenlohe, die sich derzeit im Bürgermeisterwahlkampf befindet, kann so viele Bewerber vorweisen wie Jagsthausen: Fünf Männer treten am 8. März an, um Roland Halter nach vier Jahrzehnten im Amt zu beerben. So groß wie das Bewerberinteresse ist das Interesse der Bürger an der Wahl: Beim Stimme-Wahlforum mit den Redakteuren Elfi Hofmann und Ranjo Doering ist die Bergwaldhalle sehr gut besucht. 

Fünf Kandidaten stellen sich in Jagsthausen zur Bürgermeisterwahl

Beim Wahlforum stellen sich David Janz (31), Jonas Egner (40), Dirk Hansen (72), Marlon Schnur (26) und Tanino Bellanca (56) Fragen zu Finanzen, den Burgfestspielen oder dem Vereinsleben. Janz, Egner und Hansen wollen als Quereinsteiger auf den Chefsessel der Gemeinde, Schnur hat sein Studium zum Verwaltungsbeamten in Ludwigsburg abgeschlossen, Bellanca hat dort 25 Jahre bei der Stadt gearbeitet. Bellanca und Schnur haben keinen Bezug zu Jagsthausen, Janz, Egner und Hansen wohnen hier, einige (Egner und Hansen) sitzen im Gemeinderat.


Zum Warmwerden gibt es ein Gedankenspiel – so lief das Wahlforum in Jagsthausen

Der Abend startet mit einer Warmlaufrunde. Die Bewerber sollen sich vorstellen, sie seien zum Bürgermeister gewählt und müssten einen Amtsleiter vertreten. Bei Dirk Hansen ist es das Ordnungsamt. Mit welchen Aufgaben er hier konfrontiert sei? Hansen, der lange als Galerist gearbeitet hat, sagt: „Zumindest mit der Parksituation, gerade während der Festspiele ist das eine Hauptaufgabe des Ordnungsamtes.“

Jonas Egner ist strategischer Einkäufer, Bürgermeister-Stellvertreter und wird auf der Bühne in die Kämmerei versetzt. Weiß er, wie ein Haushaltsplan aufgestellt wird?  „Selbst aufstellen kann ich ihn nicht, aber es geht darum, die Kosten den Einnahmen gegenüberzustellen und zu planen.“ Tanino Bellanca soll erklären, wie er als Vertretung der Hauptamtsleiterin die Sitzungsunterlagen für den Gemeinderat vorbereiten würde. „Erstmal die Vorlagen finden“, sagt er. David Janz ist Maschinenanlagenführer. Er soll als Standesbeamter Vermählungen durchführen. Was er mit den zukünftigen Eheleuten vorher besprechen würde? „Relativ Unromantisches“, sagt er.


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Marlon Schnur kennt sich durch sein Studium in Verwaltungsbereichen aus. Wie man als Bauhofleiter die Straßen vom Schnee befreit, hat er dort nicht gelernt – aber in seinem Heimatort Edingen-Neckarhausen.  Sein Plan: „Als allererstes würde ich den Zündschlüssel holen.“ Dann würde er den Weg zum geeignetsten Kollegen freischaufeln.

Wo würden die Bürgermeister-Kandidaten in Jagsthausen sparen, wo investieren?

Im Anschluss geht es mit den Finanzen an das erste Sachthema. „Pflichtaufgaben vor freiwilligen Aufgaben“, lautet die Devise von Schnur. Dafür müsste bei ihm auch die Vereinsförderung zurückstecken. Wo würde Egner sparen? Er würde erst die Transferausgaben in den Griff bekommen wollen, bevor er Personal abbauen müsste. Langfristige Stabilität erreichen will Bellanca über Fördermittel und die korrekte Einwohnerzahl beim Zensus. Für die Ganztagsbetreuung muss die Gemeinde sehr viel Geld investieren. Janz: „Die Kinder sind unsere Zukunft, es ist vorrangig, dort zu investieren.“

Kultur, Infrastruktur oder soziale Projekte – wo würde Hansen seine Prioritäten setzen? „Infrastruktur und soziale Projekte hätten bei mir Prio eins“, sagt er. Die Ortskernsanierung etwa würde bei ihm im Fokus stehen.

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