Fasching-Saison beendet – Polizei Heilbronn zieht Bilanz von Umzügen und Partys
In wenigen Tagen hat die Polizei Heilbronn 35 Veranstaltungen zum Fasching begleitet. Unfälle und Körperverletzung mit schweren bis lebensgefährlichen Folgen konnten die Beamte nicht vermeiden, aber bei gefundenem Falschgeld einschreiten.
Sicherheit auf Großveranstaltungen wie Umzügen zu Fasching sorgen immer wieder für Diskussionen. Die Polizei Heilbronn hat nun veröffentlicht, mit welchen Vorfällen sich die Beamten bei den Events beschäftigen mussten. Allein zwischen dem „Schmutzigen Donnerstag“, am 12. Februar, und Aschermittwoch, 18. Februar, begleitete die Polizei Heilbronn 35 Faschingsveranstaltungen.
Rund 220 Beamte waren deshalb im gesamten Zuständigkeitsbereich im Einsatz, dazu zählen der Main-Tauber-Kreis, der Neckar-Odenwald-Kreis, der Hohenlohekreis sowie Stadt- und Landkreis Heilbronn. Die Faschingsveranstaltungen seien „insgesamt ruhig“, verlaufen so das Resümee. Grund dafür sieht die Polizei laut Pressemitteilung auch in der „starken Präsenz und einem konsequenten, niederschwelligen Einschreiten“.
Unfall bei Faschingsumzug: Jugendlicher stürzt in Weikersheim von Wagen
Dennoch passiert auf solchen Großveranstaltungen wie es sie zur Faschingszeit gibt, immer etwas. Delikte wie Diebstähle, hoher Alkoholkonsum und deshalb ausgesprochene Platzverweise hätten die Beamten hauptsächlich beschäftigt, doch auch schwere bis lebensgefährliche Verletzungen hat es gegeben.
Einen schweren Unfall geschah demnach bei einem Faschingsumzug in Weikersheim-Laudenbach. Gegen 16 Uhr am Sonntag, 15. Februar, stürzte laut Polizei ein 17-Jähriger von einem Umzugswagen. Dabei verletzte er sich demnach schwer. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn in eine Klinik. Die Polizei sucht Zeugen des Unfalls, die sich an den Posten in Weikersheim telefonisch unter 07934/99470 melden können.
Streit in Boxberg bei Fasching eskaliert: Mann lebensgefährlich verletzt
Lebensgefährliche Verletzungen zog sich ein Mann in Boxberg-Wöchingen am Dienstag, 17. Februar, zu. In einer Sporthalle kam es gegen 15:30 Uhr zu einer Auseinandersetzung eines 36-Jährigen mit dem 35-jährigen Opfer. Das Opfer wurde vom Tatverdächtigen mit der Faust geschlagen und fiel daraufhin zu Boden, wo es mit dem Kopf auf den Boden aufkam. Der Täter wollte flüchten, konnte jedoch identifiziert und festgenommen werden. Mittlerweile ist der Mann jedoch wieder auf freiem Fuß.
Fälschungen bei Fasching: Beamte stellen Falschgeld und Polizei-Abzeichen sicher
Nach dem Tauben- und Geflügelmarkt in Mulfingen, bei dem es auch immer einen traditionellen Faschingsumzug gibt, fiel einem Mitarbeiter ein gefälschter 50-Euro-Schein in die Hände. Die Polizei bezeichnete die Fälschungen als „täuschend echt“. Der einzige Makel: die Aufschrift „Prop copy“. In mehreren Kassen wurden solche Scheine gefunden. Der Sachschaden durch das Falschgeld liegt im mittleren dreistelligen Bereich.
Täuschend echt wirkte auch eine Polizeiuniform, die den Beamten in Haßmersheim am Samstagabend, 14. Februar, gemeldet wurde. Die Polizei traf in der Gemeindehalle einen 53-Jährigen an, dessen Kostüm aus Security- und Outdoorausstattung bestand, jedoch durch ein Abzeichen der Bundespolizei aufgewertet wurde. Dieses Abzeichen stellten die Beamten sicher. Der Mann muss nun mit einer Anzeige wegen Missbrauchs von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen rechnen.
Kommentare öffnen


Stimme.de
Kommentare