„Höchste Zeit“: So reagieren Neckarsulmer auf die Aquatoll-Pläne
Kommt das Kult-Bad zurück? Die Nachricht über die Zukunftspläne für das Aquatoll stoßen bei Neckarsulmern auf Freude und vorsichtigen Optimismus. Wir haben uns in der Stadt umgehört.
Das Aquatoll soll von einem Investor saniert werden und womöglich schon 2028 wieder seine Türen für Badegäste öffnen. Geplant ist eine Kombination aus Familien-, Wellness- und Fitnessbad, auch die Saunalandschaft soll weiterbetrieben werden. Im Netz macht sich Begeisterung breit. Was halten die Neckarsulmer von den Aquatoll-Plänen?
„Es wird höchste Zeit“, sagt Rita Feuerstein, die durch die Berichterstattung der Heilbronner Stimme von den Plänen erfahren hat. Bis das Bad seine Türen im Mai 2022 geschlossen hat, sei sie immer wieder hingegangen, erzählt die Rentnerin. Würde sie das Bad besuchen, wenn es wieder öffnet? „Ja klar, natürlich. Ich finde das sehr gut.“
Aquatoll soll saniert werden und 2028 wieder öffnen: Pläne überzeugen Neckarsulmer
„Ich musste erst mal in den Kalender schauen, ob wir den ersten April haben“, scherzt Heinrich Ihlein, so überrascht sei er von den Zukunftsplänen für das Bad gewesen. „Wenn das so kommt, finde ich das gut.“ Der Neckarsulmer sei zwar selbst kein regelmäßiger Gast in dem Spaßbad gewesen. Die Pläne hält er trotzdem für „einen Knüller“, denn das Bad könne ein Anziehungspunkt für die gesamte Region werden – vor allem durch die Kombination mit Hotel und Automuseum. „Wenn es dann noch eine Gaststätte gäbe, wäre das toll“, ergänzt Ihlein. „Denn gerade damit wird es in der Stadt immer schwieriger.“
Auch Willi Fischer haben die Pläne überrascht. Der Neckarsulmer hatte nicht mehr daran geglaubt, dass das Aquatoll als Schwimmbad eine Zukunft hat. „Mich freut das sehr, und ich werde auf jeden Fall wieder hingehen.“ Vor allem, dass das neue Konzept Spaßbad und Wellness vereinen soll, überzeugt den Rentner. „Da ist für jeden was dabei.“ Nur beim Eintrittspreis müsse man mal abwarten, was am Ende aufgerufen wird. „Ich hoffe, Otto Normalbürger kann sich das leisten.“
Geplante Aquatoll-Sanierung: „Wird ein Anziehungspunkt für die Region“
Zwei Frauen aus Neckarsulm und Obereisesheim begrüßen die Ankündigung der Aquatoll-Sanierung. Sie beide hätten das Bad früher regelmäßig mit Enkeln oder zum Saunieren besucht. „Für die Kinder war das immer toll.“ Für die Stadt sei die geplante Sanierung eine Aufwertung. „Ich denke, das wird ein Anziehungspunkt in der Region“, sagt die Obereisesheimerin. Dass ein Investor gefunden wurde, finden die Frauen sehr gut. „Wir hatten schon lange gedacht, das wäre doch eigentlich ein Fall für Dieter Schwarz gewesen“, scherzen die beiden.
Eine 64-jährige Neckarsulmerin erinnert sich an die 90er-Jahre, als das Bad gerade eröffnet wurde. „Wir sind mit den Kindern immer dort gewesen.“ Als das Aquatoll geschlossen wurde, sei das ein Verlust für die Stadt gewesen. Dass nochmal ein Schwimmbad aus der seit 2022 verlassenen Anlage werden soll, „kann man gar nicht glauben“, sagt sie.
Ob es mit der Eröffnung schon 2028 klappt, wie es vom Investor geplant ist, da sei sie skeptisch. „Das wäre nicht das erste Mal, dass ein Projekt teuer wird und später kommt.“ Sofern die Pläne tatsächlich realisiert werden, sei das aber wichtig für die Zukunft der Stadt: „Dann haben meine Enkel auch wieder ein Schwimmbad im Ort.“
Wird die Wiedereröffnung des Aquatoll Wirklichkeit, hat Neckarsulm einen Coup gelandet, der in die ganze Region ausstrahlen kann, meint auch unser Redakteur Jürgen Kümmerle.
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