Ausfuhrstopp
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"Hot Chip Challenge": Hersteller liefert umstrittenes Produkt nicht mehr nach Deutschland

  
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Bei der "Hot Chip Challenge" essen Jugendliche extrem scharfe Chips und filmen ihre Reaktion dabei. Wegen des enorm hohen Schärfegrads wurde der Verkauf in einigen Bundesländern verboten. Jetzt möchte die tschechische Herstellerfirma das Produkt nicht mehr nach Deutschland exportieren.

von unserer Redaktion und dpa
Mehrerer Packungen der «Hot Chip Challenge» liegen bei einem Späti neben der Kasse.
Mehrerer Packungen der «Hot Chip Challenge» liegen bei einem Späti neben der Kasse.  Foto: Doreen Garud/dpa

Ein Sprecher des Unternehmens mit Sitz im Osten Tschechiens bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht des Südwestrundfunks (SWR). Andere Produkte seien derzeit nicht von dem Ausfuhrstopp in die Bundesrepublik betroffen.

Die Verpackung der "Hot Chip Challenge" in der Form eines Sarges enthält einen einzigen extrem scharfen Tortillachip – sowie Latexhandschuhe zum Anfassen. Vor allem im Internet sind die Hot Chips wegen ihrer Schärfe ein Phänomen, das sich per Videos in den sozialen Medien ausbreitet. Gewürzt sind die Tortillachips mit der schärfsten Chili-Sorte der Welt.

Zwei Klinikeinweisungen in Heilbronn – Stadt setzt Verbot durch

Nach Zwischenfällen, Notarzteinsätzen und Lebensmittelwarnungen hatte das Verbraucherministerium in Baden-Württemberg den Verkauf der Chips am vergangenen Donnerstag verboten. Die Stadt Heilbronn reagierte noch im Laufe des Tages, kontrollierte Betriebe und setzte das Verbot durch. In den SLK-Kliniken Heilbronn gab es zwei Fälle, die aufgrund des Verzehrs behandelt werden mussten. Obwohl die Chips eigentlich erst ab 18 Jahren gekauft werden sollen, war die Mutprobe vor allem auf Schulhöfen beliebt.

 


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Landesverbraucherschutzminister Peter Hauk (CDU) appellierte jüngst an Kinder und Jugendliche, keine dieser extrem scharfen Tortilla-Chips zu essen und auf Mutproben damit zu verzichten. Auch das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit nahm nach früheren Informationen der «Augsburger Allgemeinen» die extrem scharfen Tortillachips aus den Ladenregalen.

Die tschechische Herstellerfirma hat in der Vergangenheit immer wieder betont, dass alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt würden.

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