Fasching um Heilbronn: So gelingt sicheres Feiern bei Umzug, Prunksitzung und Co.
An Fasching treffen in Heilbronn und Umgebung viele Menschen aufeinander. Damit alle friedlich die fünfte Jahreszeit feiern können, hat die Polizei Tipps zum sicheren Feiern veröffentlicht.
In Baden-Württemberg ist die Faschingssaison gestartet. Vielerorts gibt es Prunksitzungen, Umzüge und Straßenfasching. Auch in der Region Heilbronn sind viele Faschingsgänger beheimatet und feiern die fünfte Jahreszeit. Damit alle friedlich durch die närrische Zeit kommen, hat das Polizeipräsidium Karlsruhe ein paar Tipps für die Faschingszeit.
Fasching feiern in der Region Heilbronn: Alkohol senkt Aggressionsschwelle
Egal ob in der Halle am Getränkestand, beim Umzug vom Wagen oder als mitgebrachter Durstlöscher: Für viele gehört der Alkohol zum Fasching dazu, auch wenn er nicht überall erlaubt ist. Die Polizei warnt jedoch davor, dass übermäßiger Konsum enthemmt und die Aggressionsschwelle senkt. Bereits geringfügige Anlässe können dann schnell eskalieren, heißt es in der Mitteilung. Deshalb sei es wichtig, sich deeskalierend zu verhalten, wenn die Situation es zulässt.
Wer sich bedroht oder belästigt fühlt, sollte gezielt andere Personen ansprechen und lautstark um Hilfe bitten. Auch Sicherheitspersonal ist eine gute Anlaufstelle. Im Ernstfall sollte immer der Notruf unter 110 gerufen werden. Ansonsten gilt: Aufeinander Acht geben und Zivilcourage zeigen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.
K.O.-Tropfen an Fasching: Getränke nicht aus dem Blick lassen
Der Missbrauch von K.O.-Tropfen macht der Polizei Baden-Württemberg immer mehr zu schaffen. Das Getränk wird nur kurz aus den Augen gelassen, schon sind farb- und geruchlose Tropfen im Glas. Deshalb sollten die Drinks nicht unbeaufsichtigt gelassen werden. Auch auf offene Getränke von Unbekannten sollte verzichtet werden.
Außerdem empfiehlt die Polizei, Getränke nur selbst zu kaufen und diese immer im Blick zu halten. Kommt es doch einmal vor, dass der Becher oder die Flasche für längere Zeit nicht im Blick war, sollten diese im Zweifelsfall nicht mehr getrunken werden.
Am besten haben Freunde ein Auge aufeinander. Wer Verdächtiges beobachtet, sollte unbedingt die Polizei informieren. Betroffene sollten umgehend medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Bei Veranstaltungen sind oftmals auch Sanitäter im Einsatz.
Dichtes Gedränge zur Faschingszeit: Gefundenes Fressen für Taschendiebe
Verkleidete Faschingsenthusiasten tummeln sich auf den vollen Straßen in Gundelsheim, Talheim und Co. – Diebe haben in dem dichten Gedränge leichtes Spiel, warnt die Polizei. Deshalb sollten Geldbeutel, Schlüssel und Smartphone immer eng am Körper getragen werden.
Am besten dafür geeignet sind verschlossene Innentaschen von Jacken oder Kostümen. Bei Prunksitzungen oder überall, wo es eine Garderobe gibt, sollten sich keine Wertgegenstände mehr in den abgegebenen Kleidungsstücken befinden.
An Fasching sicher nach Hause kommen: Kein Alkohol am Steuer
Um auch von der Feier wieder sicher nach Hause zu kommen, gilt: Wer fährt, trinkt nicht – wer trinkt, fährt nicht. Daran muss sich jeder halten, denn auch schon geringe Mengen Alkohol können die Fahrtüchtigkeit erheblich beeinträchtigen. Das gilt laut Polizei für Autos, Motorräder, Fahrräder und ausdrücklich auch für E-Scooter.
Wer vorher schon den Heimweg plant, hat es einfacher. Öffentliche Verkehrsmittel oder Taxis sind eine gute Möglichkeit, wieder sicher nach Hause zu kommen. Ist man in Gruppen unterwegs, findet sich auch oft ein Fahrer oder eine Fahrerin, die nüchtern bleibt.

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