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Schwacher Jahresstart
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Gewinn des VW-Konzerns bricht um mehr als 40 Prozent ein

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Europas größter Autobauer hat von Januar bis März deutlich weniger verdient als im Vorjahr. Die Entwicklung bei E-Autos hingegen ist positiv.


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Europas größter Autobauer Volkswagen hat zu Jahresbeginn einen Gewinneinbruch verzeichnet. Das operative Ergebnis des Konzerns, zu dem auch Audi gehört, ist um mehr als 40 Prozent gesunken – auf 2,8 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte der VW-Konzern noch 4,6 Milliarden Euro verdient.

Schwacher Jahresstart des VW-Konzerns: Gewinn bricht um mehr als 40 Prozent ein 

Der Umsatz legte dagegen um drei Prozent auf 78 Milliarden Euro zu. Volkswagens Konzernmarge sank damit auf 3,6 Prozent – von sechs Prozent im Vorjahr. Mehrere Faktoren belasten nach Unternehmensangaben das Ergebnis. Der Konzern musste allein 600 Millionen Euro an Rückstellungen im Zusammenhang mit der CO₂-Regulierung in Europa bilden.

CO₂-Schwellenwert deutlich gesunken: Was das für VW bedeutet

Nach Vorgaben der EU ist der Schwellenwert für die CO₂-Flottenziele der Autohersteller von 116 Gramm pro Kilometer (g/km)  im vergangenen Jahr 2025 auf nur noch 93,6 g/km gesunken. Nach einer Auswertung der Analysten von Dataforce liegen aktuell fast alle Hersteller über dem neuen Schwellenwert. Besonders weit darüber liegt noch VW.

Die Konsequenz daraus: Bei Nichteinhaltung der CO₂-Grenzwerte drohen saftige Geldstrafen, die sich für große Autohersteller wie die Wolfsburger auf Hunderte von Millionen Euro belaufen können. Die Überschreitung in Gramm pro Kilometer wird mit dem Fahrzeugvolumen und 95 Euro multipliziert. Beispiel: Bei einer Überschreitung von fünf g/km und einem Volumen von einer Million Autos bedeutet das eine Strafe von 475 Millionen Euro.

VW: Hoffnung durch höheren Anteil von E-Autos

Um die Strafzahlungen zu umgehen, muss der Anteil lokal emissionsfreier E-Autos deutlich steigen. Genau diese Entwicklung gibt es gerade. Über alle Marken hinweg hat sich die Zahl der ausgelieferten Stromer des VW-Konzerns in Westeuropa in den ersten drei Monaten gegenüber 2024 von 74.400 auf mehr als 150.000 Autos verdoppelt. „Der Volkswagen-Konzern hat seine Hausaufgaben gemacht. Jetzt schalten wir einen Gang hoch und gehen auf die Überholspur“, sagt Konzernchef Oliver Blume.

Audi: Auslieferungen von E-Autos steigt um mehr als 30 Prozent

Eine steigende Nachfrage gab es auch bei Audi im ersten Quartal für E-Autos: Die Zahl der vollelektrischen Fahrzeuge mit den vier Ringen stieg um 30,1 Prozent 46.371 Fahrzeuge. Gemessen am Gesamtabsatz lag der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge im Gesamtjahr 2024 bei 9,8 Prozent. Im ersten Quartal 2025 waren es bereits 12,1 Prozent. Ziel sei, den Anteil von E-Autos am Absatz 2025 „signifikant zu steigern“, wie Audi-Chef Gernot Döllner sagt.

Nach Informationen der Heilbronner Stimme soll der Anteil im Gesamtjahr mindestens 15, besser noch 20 Prozent betragen. Erfolgreichster Elektro-Audi im ersten Quartal war der Q4 E-Tron mit 22.800 ausgelieferten Fahrzeugen, dahinter folgt der Q6 E-Tron mit 16.000 Einheiten.

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